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Du zürnest doch wohl nicht, berühmter Mäcenat,
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Wenn Demuth Freyheit braucht und durch ein redlich Blat
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Den Ursprung ihrer Angst an solchem Ort erkläret,
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Wo Mitleid und Verstand der Hofnung Trost gewähret.
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Das Lob von deiner Huld, die Musen Nahrung giebt
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Und, was sie selbst versteht, an andern schäzt und liebt,
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Fliegt weiter, als du glaubst, und wird von tausend Zungen,
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So viel nur ich gehört, der Warheit nachgesungen,
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Zumahl in jener Stadt, wo Fleiß und Linden blühn,
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Wo Kunst und Höfligkeit die Länder an sich ziehn.
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Hier wirstu oft genand und von geschickten Leuten,
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Die andrer Nachruf nicht aus blindem Eifer breiten,
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Nach Würden ausgebracht. Ich seh, wohin ich will,
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So steht man überall bey deinem Nahmen still,
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Den Lieb und Danckbarkeit an manchem Baum verzogen
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Und deßen güldner Zug mich öfters schön betrogen,
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Indem ich, eh man mir den Löwenstäth gespielt,
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Dein lorbeerreiches L. vor Franckreichs Ludwig hielt.
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Sonst niemand, dacht ich stets, kan unter uns verdienen,
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Mit Rinden, Bast und Zeit so rühmlich fortzugrünen.
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So dacht ich, aber falsch. Denn hat dir gleich die Hand
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Des wandelbahren Glücks nicht Cronen zugewand,
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So hebt sich doch dein Geist durch klug- und hohe Gaben
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Vor vielen, die den Rang vom blinden Zufall haben.
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Denn über Land und Stadt mit stolzen Augen sehn,
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Sich unter Staat und Gold auf Thron und Purpur blehn,
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Durch einen Blick voll Zorn des Nachbars Ruh verbrennen
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Und frey und ohn Entgelt und fürstlich morden können
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Ist etwas, das viel heist; allein erhebt man sich
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Durch Wohlthat und Vernunft, so herrscht man königlich,
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So crönt man seinen Ruhm mit größern Lorbeerzweigen,
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Als die sich um den Schlaf der Überwinder beugen.
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Budorgis kennt dich längst, und wen es auswärts schickt,
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Der rühmt dir alles nach, was große Seelen schmückt
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Und Weisen glücklich macht; du hast ein stilles Leben
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Nebst Sinnen, Stand und Herz gelehrter Ruh ergeben,
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Bist in dir selbst vergnügt, nimmst Künstler auf und ein,
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Erhebest ihren Fleiß mit Gnad und Freundlichseyn
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Und suchest überall dem Delius zu Ehren
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Den Schülern seiner Kunst ihr zeitlich Wohl zu mehren.
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Herr, hört die Langmuth zu, so darf ich frey gestehn,
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Ich brenne vor Begier, der Weißheit nachzugehn,
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Und suche durch Verstand und mit gewißen Gründen
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Die wahre Seelenruh, das höchste Gut, zu finden.
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Es hat mir die Natur und redliches Erziehn,
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Dies ist mein Vatertheil, ein kleines Pfund verliehn,
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Womit ich vor der Welt gewis noch wuchern könte,
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Wofern mir ein August ein kleines Brodt vergönnte.
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Was aber hilft der Trieb, wenn eußerlicher Zwang,
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Wenn Mangel, wenn Verdruß, Neid, Aberglauben, Zanck
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Und Kranckheit und Gefahr den edlen Vorsaz binden?
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Hier lieg ich nunmehr gar in unbekandten Gründen,
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Erzehle meine Noth den Püschen und der Nacht,
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Hier, wo der dunckle Queis zwo Gränzen fruchtbahr macht.
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Ich weis nicht mehr wohin und lerne bey dem Schmachten
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Gesundheit, Ehre, Kiel und Wißenschaft verachten.
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Wie kan es anders seyn? Wo Hunger die Gedult,
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Wo Schmach die Kräfte schlägt, da hat der Geist nicht Schuld,
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Wenn endlich Fleisch und Blut bey Hiobs schweren Plagen
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Mit Hiobs Raserey den tauben Himmel schlagen.
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Ich suche Trost und Rath, und sieh, je mehr ich fleh,
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Je mehr ich Wolcken, Sturm und Wetter kommen seh:
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Die besten Jahre fliehn und schmecken kein Vergnügen,
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Das sonst die Jugend braucht; die Nechsten sehn mich liegen
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Und wandern blind vorbey. Der Eltern armes Gut
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Verzehrt sich wie ihr Herz in Jammer, Asch und Glut
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Und wird mir, weil sie schon den Sarg vor Kummer faßen,
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Die Lust, bald nachzugehn, zum Erbtheil hinterlaßen.
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Ja, Herr, wer fühlt, der glaubt. Dies ist ein scharfer Stich.
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Ich geh aus Armuth schlecht, drum heis ich liederlich,
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Da Thoren böser Art, die unter Silber gleißen,
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Des Himmels Zorn zu Troz fromm, klug und würdig heißen.
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Seht, sprech ich dann und wann zu meiner Musenschaar,
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Die jezt mein Kummer ist und vor mein Labsahl war,
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Geht, sprech ich, Mägdgen, geht und last mich nur zufrieden,
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Denn wollt ihr glücklich seyn, so sind wir gut geschieden.
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Was nüzt und helft ihr mich, wenn niemand sieht und hört,
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Wenn Unrecht, Bliz und Schlag die sanfte Laute stört.
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Was helft ihr? Kläglich thun. Wem nüzt ihr? Meinem Jammer.
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Die müde Leyer ächzt und macht die finstre Kammer
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Gebrochner Klagen voll. Geht, sucht euch einen Mann,
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Der, was ihr haben müst, bequemer schafen kan.
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Ihr seyd, ich weis es wohl, verwöhnte Sängerinnen
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Und habt der Lilgen Art, die weder nehn noch spinnen,
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Doch gerne rühmlich blühn. Geht, meidet den Verdruß;
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Ich rath euch wieder mich und las euch, weil ich muß,
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Damit, erkennt hieraus die Größe meiner Liebe,
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Mein unentbehrlich Weh nur euch nicht mit betrübe.
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Drum geht und lebet wohl! Doch, Musen, nein, verzieht!
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Wer weis, was noch erscheint. Mich dünckt, die Hofnung blüht
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In unserm Löwenstäth, von dem mir ein Gerüchte
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Gewißen Trost verspricht. So schnell wird kaum vom Lichte
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Der frühe Dampf zertheilt, als jezt mein Unmuth sinckt,
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Da nur ein einzig Wort von deinem Titul klingt.
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Die Geister fangen Glut, die muntren Finger spielen
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Und müßen diese Kraft in jeder Sehne fühlen.
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Herr, dringt dein Nahme durch, wie glücklich würd ich seyn!
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Gedächtestu mir erst dein Herze zu verleihn,
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Ich glaube zum Voraus, es würden Vers und Saythen
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Mit Dichtern alter Welt noch um den Vorzug streiten.
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Versuche meinen Kiel mit unverdienter Huld
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Und las ein Musenkind nach so viel Ungedult
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An dir, gelehrtes Haupt, den deutschen Colbert finden.
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Du rettest so ein Schif, das unter Well und Winden
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Weg, Seegel, Ruder, Mast, Compaß und Stern vermißt
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Und etwan darum nur nicht längst versuncken ist,
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Weil irgend Glück und Gott mich noch so würdig schäzen,
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Dem klugen Löwenstäth ein Danckaltar zu sezen.
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Sey Vater meiner Kunst, sie ist kein fauler Balg,
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Der lustig betteln geht und insgemein den Schalck
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Im Müßiggang ernährt. Sie wird mit Ehrfurcht lieben
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Und, wo sie Nahrung hat, sich fromm und fleißig üben.
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Mein Wuntsch hat Billigkeit und sucht kein zeitlich Gut;
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Es ist gesunder Wiz, es ist gesundes Blut,
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Ein allzeit frohes Herz und so viel Nothdurftsgaben,
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Als unser Leib bedarf und Leute nöthig haben,
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Die Geist und Wißenschaft vom Pöbel scheiden soll.
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Ja wär auch gleich mein Cad nicht stets gedrungen voll,
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So lies ich mir gleichwohl an Mäßigkeit begnügen
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Und wollte noch mit Lust auf Stroh und Säcken liegen.
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Ein Weiser ist schon reich, wenn Hunger, Hiz und Frost
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Sein kluges Alter schont. Er sieht des Hochmuths Kost
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Mit gleichen Augen an und lebt in armer Stille
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Viel sichrer als ein Fürst, der unter Gold und Fülle
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Die Freyheit darben muß. Dein Ruhm verbleibt mein Fleiß,
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So lang ich Kiel und Hand und Mund zu rühren weis.
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Dein Nahme wird durch mich in Wort- und Reimen steigen
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Und durch mein künftig Buch ein groß Exempel zeigen.
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Der Schluß ist einmahl fest: Der Mensch tritt auf und ab.
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Du, Herr, vergehst wie ich und warthest auf ein Grab
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Und must dem Leibe nach, Gott las es spät geschehn,
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Mit Hoh- und Niedrigen des Todes Schatten sehn.
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Gleichwohl, erlaub es mir, versprech ich mir durch dich
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Ein immer grünes Lob. Die Blätter müßen sich
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(dies kan der Phoebus thun) in Stein und Erz verwandeln
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Und allen, die wie du als Musenväter handeln,
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Ein ewig Denckmahl baun. So kan Messala stehn.
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Ja müst ich heute noch zur frühen Baare gehn,
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So ist dies Blat genung, der Eitelkeit zu sagen,
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Ich sey vor deinen Ruhm bereits zu spät erschlagen.