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Genug, verwegner Kiel, las Gift und Scheeren seyn
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Und zeuch doch nun einmahl den bittern Stachel ein,
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Womit du dann und wann auch öfters ohn Gewißen
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Des Nechsten Ehrenkleid erbermlich durchgerißen.
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Die Warheit bringt kein Brodt; wer ihre Geige streicht,
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Muß, wenn der Bogen oft um Haar und Schedel fleucht,
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Sich leider allzuoft mit Schimpf und Spott bequemen,
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Anstatt des Dichterlohns nur Stüber einzunehmen.
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Zudem, so ist bekand, daß der, so andre schiert,
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Die Flecken, die er zeigt, stets an sich selber führt.
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Die Thorheit ist gemein, und seit uns Evens Bißen
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Die Unschuld und dabey das Paradies entrißen,
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Ist niemand ohne Schuld; denn die bleibt einerley,
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So unterschiedlich auch die Art der Fehler sey.
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Der eine greift nach Wind und sucht auch in dem Kittel
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Ein wohlgebohrnes Von und ausgedehnte Tittel.
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Der andre frist sich kaum des Jahres dreymahl satt
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Und küst den kalten Schaz, den er zum Herren hat.
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Der dritte lebt galant und meint, in schönen Sünden,
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Die Schürz und Nacht verdeckt, sein höchstes Gut zu finden.
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Der puzt den Giebel aus und macht geborgten Wind,
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Und wenn der Beuthel denn ein heimlich Loch gewinnt,
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So kreucht er stille durch und läst mit saurem Blicke
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Dem guten Glaubiger die Frau zum Zins zurücke,
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Die, da vorher mit ihr manch geiler Mund gezehrt,
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Sich nach der Biebel hält und von dem Lieben nährt.
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Und was bedarf es viel? Wir haben alle Sparren;
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Wer sich an andre reibt, der zeigt den grösten Narren.
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Ich schließe mich nicht aus und will auch mein Vergehn,
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Jedoch mit Reu und Leid und Beßrung, gern gestehn:
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Das Kalbfleisch hielte mich im Frühling meiner Jahre,
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Und meine Feder grif den Reichsten in die Haare.
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Es musten Jung und Alt aus allen Ständen dran,
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Und meine Latte lief an andre Schellen an,
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Die, wenn sie ohngefehr mit Haß und Eifer klungen,
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Bey vielen noch ein Lob von meinem Dichten sungen.
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War wo ein Ignorant, den seines Junckers Macht
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Mitsamt der Kammermagd geschwind ans Bret gebracht
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Und der, weil Gott das Dorf der Strafe würdig achtet,
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Ein geistlich Hirtenamt durch Mammonslist gepachtet,
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Ward weiter hier und da ein tummer Rabulist
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Vom Glücke, das nur scherzt, ins Fürsten Schoos geküst,
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Worin der Wittwen Ach und armer Waysen Thränen
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Auch Stümpern insgemein die sichre Straße bähnen,
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Ja, sah ich manchen Kerl aus stinckendem Urin
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Durch List und Schwäzerey den reichsten Vortheil ziehn
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Und, wenn die Goldtinctur ein ganzes Land be – –,
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An Wein und im Bordel des Nechsten Schweiß vergießen,
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So schrie mein Satyr gleich: Die schärfste Striegel her!
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Und wenn auch Rad und Schwerd darauf gestanden wär,
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So hätt ich dennoch nicht den Vorwiz zwingen können,
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Mir nicht das freye Maul in Schriften zu verbrennen.
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Allein, was folgte drauf? Verfolgung, Grimm und Neid.
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Und mein gesalzner Scherz, der manches Ohr erfreut,
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Biß andre, die er traf, wie Pfefer in die Nasen,
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Und jeder scheute mich wie einen Hund im Rasen.
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Nein, nein, es geht nicht gut, und mein gewizter Sinn
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Schreibt nun an jede Wand die kluge Regel hin:
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Will jemand, daß sein Ruhm nicht Glück und Stern verliere,
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So kehr er doch nur stets vor seiner eignen Thüre!
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Und dies betracht auch du, verhaster Musensohn
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Und auf drey ganze Jahr gemachter Saufbaron,
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Du, deßen Gall und Gift in handgereimten Schriften
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Dir in der Vaterstadt ein schwarz Gedächtnüß stiften.
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So viel ein Wespennest erzürnte Stacheln weist,
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Sobald ein tummes Kind in ihre Zellen reißt,
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So viel stehn, glaub es nur, mit Fluchen, Zorn und Flammen
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Aus Rache wider dich in Fenstern schon beysammen.
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Wie hat der gute W – – dein schimpflich Lied verdient?
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Er ist gestraft genug, daß ihm kein Glücke grünt,
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Und kan ja überdies zu seinem lieben Knaben
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Vielleicht wohl auch von dir ein Stückchen Arbeit haben.
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Wie, oder thustu das wohl gar aus Eifersucht?
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Denn die zieht insgemein dergleichen herbe Frucht
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Und reizt dich hier zu dem, was andre Schwachheit plaget,
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Indem dir, wie man spricht, die Magd den Tanz versaget.
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Was soll das Unschlitlicht, das auf der Canzel brennt?
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Vielleicht, daß man dabey die Narben beßer kennt,
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Womit dich die Natur in Blattern zeichnen laßen,
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Um einmahl deinen Kopf mit Hörnern einzufaßen.
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Ist die Perruque fett, in die du dich verirrst
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Und wo nicht etwan gar mit deiner selbst verwirrst,
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So ist es gut vor dich und darfst hierbey nicht sorgen,
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Er möcht dazu das Schmalz von deinem Hasen borgen.
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Im Fall, es gienge noch und würde nur belacht,
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Weil alles Brüder sind, die öfters mit Bedacht
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Und sonder Eigensinn einander freundlich wicksen,
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Denn keinem schadet doch ein Scherz von jungen Füchsen –
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Allein, was ficht dich an, daß auch die Unschuld fühlt,
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Wie beißend und ergrimmt dein lahmer Phoebus spielt?
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Und wie gereicht dir wohl der Leyer Thon zu Ehren,
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Die Mägdgen schöner Brust mit Zorn und Wehmuth hören?
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Gesezt, doch nicht bejaht, daß manch galantes Kind,
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Wenn Fleisch und Blut sich regt, auf sein Vergnügen sinnt.
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Wir Männer tadeln stets das gute Frauenzimmer
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Und wißen immer viel und sind doch zehnmahl schlimmer.
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Man muzt an ihnen stets auch alles haarklein auf,
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Ja, wüsten sie einmahl auch unsern Lebenslauf,
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Sie würden dem und dem die abgespielten Waden
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Gewis nicht obenhin mit scharfer Lauge baden.
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Besinne dich nur wohl und wirf einmahl den Blick
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Auf jene goldne Zeit im Pleiß-Athen zurück!
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Was meinstu, wenn sie hier Gesellschaft suchen wollten?
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Was meinstu, wie sie dir die Sitten höhnen sollten!
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Vom Morgen in die Nacht und durch die Nacht bis früh
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Steht Kann und Lampe voll, das grundgelehrte Vieh
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Sizt unter Rauch und Dampf wie Engel in der Hölle.
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Der flucht die Stube schwarz, der parfumirt die Zelle
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Mit einer Specerey, die nicht nach Ambra stinckt.
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Man schreyt, man r – –, man lermt, Glas, Stahl und Pflaster klingt,
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Und was der Wechselbrief des Morgens eingetragen,
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Das quillt des Abends schon den Purschen aus dem Magen.
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Kleid, Wäsche, Ring und Rock, ja selber Gottes Wort
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Geht mit der Biebel oft zum Geldhebräer fort.
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Und wenn ein karger Wolf den Hausrath ausgefreßen,
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Bekommt die junge Magd die höflichsten Careßen,
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Und säh auch gleich ihr Bild wie Mephiboseths aus,
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So macht der Pursche doch oft zwischen Stroh und Laus
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Durch ihre süße Nacht sich manche gute Tage.
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Hilft diese denn nicht mehr, so ist Egyptens Plage
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Viel schlechter als die Angst, so uns Studenten quält.
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Da stüzt man Kopf und Arm, die Baarschaft wird gezehlt
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Und steiget (Gott erbarm's!) nicht über sieben Dreyer.
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Da geht die Noth erst an, da wird das Lachen theuer,
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Wenn Schuldner und Pedell den armen Tropf erschröckt,
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Den noch ein guter Freund in seinen Kasten steckt,
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Durch Stadt und Thore schickt und den, der sonst verschwendet,
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In abgerißner Tracht der Mutter wieder sendet,
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Der Mutter, die daheim zu allen Nachbarn rennt
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Und vor den lieben Sohn, dem Strumpf und Hose trennt,
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Ein reiches Mägdgen sucht, die manch Laus Deo zahle
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Und als Frau Doctorin davor von außen prahle.
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Was meinstu, guter Freund und deutsch genannter Sp(eer),
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Wenn manches schönes Kind der Sachen kundig wär,
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Wie höhnisch sollten sie des blinden Hochmuths lachen,
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So oft man sich nicht scheut, es noch gewehlt zu machen!
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Da sezt man jeglicher auch schlechte Fehler aus,
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Die renckt den Steiß zu sehr, die hat kein reinlich Haus,
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Der fehlt es an Vernunft und jener an dem Bleche.
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Da schwört man: Wo ich nicht die ersten Rosen breche,
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So kehr ich ihr den Hals auch in der Brautnacht um.
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Wo steht denn, guter Freund, das Privilegium,
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Daß, wenn das gute Kind ein Küßchen mitgenoßen,
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Dein Eifer rasen mag, da du dich gar verschoßen?
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O tumme Welt, pack ein, pack ein, beschämter Freund!
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Denn wo dein Stachel es noch weiter ernstlich meint,
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So brennt dir ganz gewis von W – – alter Anne
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(sonst kriegstu doch kein Weib) das Pulver von der Pfanne.
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Die Mägdgen, die du nechst so grob gestriegelt hast,
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Stehn jezt mit Nadeln, Zwirn und Ruthen schon gefast,
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Dir, wie du wohl verdient, nach abgezognen Hosen
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Statt unsrer Musenschaar am Pindus liebzukosen.
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Und wie der Weiber Gunst, die jeder Kluger schäzt,
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Das Grab des Frauenlobs zu Maynz mit Wein genezt,
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So dörfte, sollte dir der Tod den Nacken krümmen,
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Dein Sarg noch ganz gewis in Jungfernwaßer schwimmen.