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Freund von der alten Welt, an Treue, nicht an Jahren,
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Es küst dich meine Pflicht durch dieses stumme Blat
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Und wüntschet stets von dir ein Glücke zu erfahren,
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Das der Policrates zu seiner Schwester hat.
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Die Zeit verändert sich, und Tithons goldner Wagen,
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Als deßen Wiederkunft die langen Nächte hemmt,
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Hat abermahls ein Jahr an jenen Ort getragen,
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Woher kein Rückweg geht und niemand wiederkömmt.
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Die Römer stritten einst mit köstlichen Geschencken,
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Wenn des Saturnus Spiel der Knechte Lust vernahm;
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Ein Gönner schonte nichts, den andern zu bedencken,
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Der ihm, wo nicht zuvor, doch schon entgegen kam.
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Dort flogen Münzen, Pracht, Geschmeide, Stof und Bänder,
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Wein, Schalen, Zuckerwerck und Bilder her und hin.
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Was anders zeigten wohl dergleichen Ehrenpfänder
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Als den in Lust und Leid ergebnen Freundschaftssinn?
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Jezt sollt ich den Gebrauch an dir mit Recht verneuren.
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Mein Bruder, zürne nicht, daß mich der Nothzwang quält,
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Weil Dichter insgemein, auch ohne viel Betheuren,
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Ein Volck wie Petrus sind, dem Gold und Silber fehlt.
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Wir zahlen mit der Hand, doch nur papierne Gelder,
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Wie Franckreichs Ludewig, wenn ihm der Sold gebricht.
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Kein solches Bergwerck ziert der Musen Lorbeerwälder
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Als wie den reichen Harz, in den Hannover sticht.
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Der Phoebus, unser Herr, trägt weder Tasch und Beuthel
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Noch Geld und Geldes Werth, wie ein Apostel thut;
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Er schäzet dies Metall vor seine Faust zu eitel
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Und scheint darinnen fast den Capucinern gut.
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Könt ich in einen Sack von Rosinobeln greifen,
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Wär ich ein Kaufmannskind, das viel auf Banco legt,
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Und ließe der Parnaß mir theure Früchte reifen,
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Die der Alcinous in seinen Gärthen trägt,
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So würd ich, dient es auch zu meinem grösten Schaden,
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Viel Hecatomben thun und dir als ein Poet
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Den starcken Pegasus wie ein Camel beladen,
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Das zu dem Mahometh nach Mecca opfern geht.
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Dies ist kein Werck vor mich, und Wollen und Vollbringen
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Sind Dinge, die bey mir in keinem Bunde stehn.
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Thut dir ein Lied genug? Die Redligkeit mag singen
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Und dich, so weit sie kan, bis ans Gestirn erhöhn.
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Dies etwan hab ich noch bey allem Mangelleiden,
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Daß mir Calliope ein heitres Antliz giebt
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Und daß ein Freund wie du, so sehr mich andre neiden,
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Der Tadelsucht zu Troz mein schlechtes Spielen liebt.
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Das Urtheil macht mich stolz, das deine Feder schreibet;
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Viel bild ich mir auf dich, nichts auf mich selber ein.
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Der Geist, so dann und wann mich auf den Pindus treibet,
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Will künftighin von dir noch mehr entzündet seyn.
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Brächt ich es nur so weit, den Meistern zu gefallen,
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Die in gebundner Kunst nicht fremde Gäste sind,
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Ich schlüge Zorn und Haß und das verdammte Lallen
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Des murrenden Gerüchts mit Großmuth in den Wind.
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Es geht nicht anders her, dies sind der Misgunst Sitten,
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Daß, weil der Dichter lebt, er wenig Ruhm erlangt,
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Noch, eh die Parzen ihm den Faden abgeschnidten,
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Sein wohlverdienter Kranz auf Marmorsäulen prangt.
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Die Unart eitler Welt lobt selten ein Gedichte,
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Wenn nicht die Hand schon fault, die es geschrieben hat;
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Der Tod gebiehrt uns erst ein grünendes Gerüchte,
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Die Ehrenwiege bleibt des Sarges Lagerstatt.
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Homer war seiner Zeit ein schändliches Gelächter,
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Nur Schäfer hörten zu, wenn der von Ascra sang,
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Virgil erfuhr den Spott der giftigen Verächter,
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Eh er durch seine Gruft die bösen Mäuler zwang.
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Vielleicht hört mich das Ohr des Vaterlandes nennen,
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Wenn seiner Enckel Kind die deutschen Schwäne zehlt,
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Vielleicht wird Opiz mich als seinen Schüler kennen,
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Wenn der Elyser Feld uns dermahleinst vermehlt.
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Der Hochmuth bläst auch mir den Wahn nicht in die Ohren,
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O nein, ich seh es wohl, was Lohenstein gethan,
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Denn Gryph und dieser stehn in den berühmten Thoren
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Der grauen Ewigkeit wie Hofmann obenan.
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Sind doch nicht alle gleich, die nach dem Kayser reiten,
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Was schadet's, daß auf mich die lezte Stelle fällt;
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Genug vor meinen Ruhm, wenn in den späten Zeiten
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Mein Buch, das jezo keimt, nur einen unterhält.
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Zwar sollt es mir vergehn, die Saythen anzustimmen,
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Da mich des Unglücks Hand in Kummerlauge wäscht
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Und durch die scharfe Fluth, wenn Kopf und Kiel entglimmen,
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Den Zunder, der kaum fängt, den Augenblick verlöscht.
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Der Guckuck überschreyt des Phoebus Nachtigallen,
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Ein nächtliches Holla durchdringt das Fensterglas;
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So zierlich kan es kaum aus jener Höhle schallen,
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In welcher Cacus einst mit seiner Flaute saß.
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Der halbgebrochne Klang ersauft im Wermuthbade.
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Ich schäze Wittenberg der Insel Pathmos gleich,
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Des Elbstroms Ufer ist mein Pontisches Gestade,
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Hier macht mich Leid und Gram wie dort den Naso bleich.
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Jedoch was will man thun? Auf das Verhängnüß fluchen?
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Was hat ein Hund davon, der in die Steine beißt?
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Wer weis, kan mich nicht bald ein Ebedmelech suchen,
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Der den Propheten dort aus Schlamm und Grube reißt?
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Die Leyer bleibt mein Trost. Wohl dem, der seinen Wunden,
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Die ihm die Schickung schlägt, dergleichen Pflaster kauft,
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Die Leyer, so mir selbst der Phoebus eingebunden,
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Als mich die Musenschaar aus ihrer Fluth getauft.
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Da siz ich früh und spät, da spiel ich mit Vergnügen,
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Diana nimmt gar oft die Harmonie in Acht,
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Dabey las ich den Dampf des edlen Weihrauchs fliegen,
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Den uns Virginien durch Londen übermacht.
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Bald kommt der Cypripor, ich muß des Knabens lachen,
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Bringt einen starcken Packt von Krausens Schmiererey
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Und schneidet, mir dadurch die Stunden kurz zu machen,
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Die Frucht des Müßiggangs zu Fidibus entzwey.
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Bald spricht mir Venus zu und singt mir in die Flöthe,
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Bis sie den hohlen Thon der frühen Glocke hört
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Und uns das Rosenpferd der frühen Morgenröthe,
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In der Vertrauligkeit verbuhlter Lieder stört.
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O seelig-hoher Stand! Gott woll es nie verhängen,
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Daß mir der Delius eh als mein Geist entflieh!
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Es mag mich Wind und Sturm und Bliz und Hagel drängen,
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Ich liebe meinen Reim, so lang ich Athem zieh.
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Daß mich kein Purpurtuch nach der Geburth empfangen,
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Als ich den ersten Blick in dieses Leben that,
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Daß meine Zimmer nicht mit den Spalieren prangen,
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Worauf der stolze Fuß des reichen Croesus trat,
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Daß mir des Adels von den Nahmen nicht verlängert,
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Daß mich des Himmels Gunst als ihren Stiefsohn hält,
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Daß kein erworbner Schweiß den leeren Kasten schwängert
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Und mir kein theurer Wein den Magen aufgeschwellt,
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Dies alles, edler Freund, ist mein geringster Kummer,
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Da mir der Helicon sein schattig Thal erlaubt
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Und deßen stiller Hayn durch einen sanften Schlummer
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Und mancher süßer Traum die Qual von außen raubt.
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Ich gönn es andern gern, bey Hofe groß zu werden
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Und vor dem Spiegel sich in weicher Tracht beschaun,
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Es fahre Cunz und Max mit drey Paar weißen Pferden,
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Es las ihm Thrax ein Haus von Alabaster baun,
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Kein eifersücht'ger Gram soll mich darüber drücken,
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Und meine Niedrigkeit sieht auf der hohen Bahn
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Den Wachsthum ihres Thuns mit unverwandten Blicken
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Als ein Versuchungsbret und einen Fallstrick an.
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Ein kräftiger Verstand, ein Alter ohne Sorgen,
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Ein Ehstand sonder Hohn, mein treues Saythenspiel,
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Ein klein- und eigner Herd, ein Leben ohne Borgen
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Und ein gesunder Leib sind meiner Wüntsche Ziel.
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Wie aber, daß ich mich ins Schreiben so verliebe?
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Ich halte dich, mein Freund, von beßrer Arbeit ab;
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Geh, warthe deines Amts, das einem Stundendiebe,
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Der ich jezt worden bin, so viel Gehöre gab.
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Der Seegen aus der Höh sey stets mit deinem Fleiße,
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Auf deßen Würckung sich schon mancher Krancker freut;
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Es ehre dich der Kranz der grundgelehrten Pleiße,
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Der Seine, Maas und Thems nicht mehr die Spize beuth.
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Ist es dein Bruder werth, so seze deine Güte,
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Die mich ermuntern kan, nicht sonder Zusaz fort
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Und suche stets bey mir ein redliches Gemüthe,
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Das diesen Wahlspruch führt: Das Herze wie das Wort.
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Die Nahmen, so sich jezt in meinen Vers nicht schicken,
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Bekommen ebenfalls den Gruß von meiner Hand.
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Erinnre, daß sie nie den Sinn zu Grabe schicken,
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Mit dem uns Schweidniz schon auf ewig fest verband.
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Kommt ihr von ohngefehr in Fröhligkeit zusammen,
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Leert auf mein Wohlergehn bisweilen Glas und Krug;
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Gebraucht der Frühlingszeit, kühlt eure Jugendflammen
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Und sprecht von Günthern nur: Er ist noch gut genug.