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Zwey Herzen, deren Bund Verstand und Liebe schliest
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Und die einander blos zu Freunden auserkiest,
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Damit, o großer Gott, dein Nahmen auf der Erde
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Durch ihre Redligkeit der Welt zum Wunder werde,
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Zween Brüder knien hier vor deiner Majestät
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Mit Buße, Zuversicht, Ernst, Hofnung und Gebeth,
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Von deiner Gnadenhand das Siegel zu empfangen,
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Wodurch sie ihre Treu genau verknüpft verlangen.
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Die Tugend ist ihr Zweck, die Redligkeit ihr Grund,
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Und wie dort Salomo vor deinem Antliz stund,
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So flehn sie ebenfalls als ehrliche Gemüther
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Mit Vorsaz und Begier um nichts als Weißheitsgüter.
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Wir wißen, großer Gott, daß unser Sünden Macht
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Uns leider nach Verdienst um Glück und Heil gebracht
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Und daß auch, wenn dein Arm gerecht verfahren wollte,
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Die Rache, so jezt brennt, von uns nicht laßen sollte;
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Wir wißen aber auch, daß Beßerung und Reu
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Durch deines Sohnes Blut uns statt der Unschuld sey;
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Drum fällt dir unsre Noth mit Sehnsucht in die Armen,
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Du must dich, großer Gott, und wirst dich auch erbarmen.
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Bedencke doch dein Kind, in deßen Nahm und Wort
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Wir zween versammlet sind; wir glauben diesem Hort,
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Er heist uns fest vertraun. Ach, schone doch der Jugend
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Und führe sie doch nur gelinder zu der Tugend.
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Du weist, der Weg dazu ist an sich selber schwer,
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Und wer ihn wandeln soll, geht stets mit Furcht einher,
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Wir, daß uns noch dabey besondre Wetter krachen
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Und Armuth, Last und Schmach die Schenckel taumelnd machen.
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Ach, rette mit Gedult und warthe, bis die Zeit
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Und Übung und Vernunft uns größre Kraft verleiht,
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Die Proben auszustehn, die bey des Pöbels Höhnen
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Die Großmuth und den Geist der weisen Märtrer crönen.
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Gieb Nothdurft, freyen Muth, gesunden Wiz und Leib,
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Denn alles andre Creuz ist guter Zeitvertreib.
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Wir werden uns bemühn, durch Wohlthun und Studiren
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Als Wercke deiner Hand des Schöpfers Ruhm zu zieren.
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Wir gehn auf gutes Glück und wißen nicht wohin;
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Doch du bist überall und wirst den frommen Sinn,
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Der unsre Neigung paart, mit reichen Seegensblicken
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Auch durch Gefahr und Sturm in rechten Hafen rücken.