SeNECA

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Barthold Heinrich Brockes: SeNECA (1743)

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Du daurest mich in deinem Eifer, nicht minder groß-
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als schwarzer Geist,
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In welchem, durch dein dickes Blut, so dich mit lauter
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Larven schrecket,
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Sich ein Gemisch von Gall und Gift, von Raserey und
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Schwehrmuht weist,
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Dem selbst der Mittag dunkel scheint, dem Zucker, wie der
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Wermuht, schmecket.
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Die Biene saugt aus Bluhmen Honig, du Spinne zeugst
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aus ihnen Gift,
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So scheinst du ja nicht zu beklagen, wenn dich nur Schmerz
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und Kummer trifft.

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In deinem traurigen Gehirn, worin der Kreis-Lauf stockt,
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entstehen,
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Als wie aus einer bittern Quell’, dich selbst verfolgende
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Jdeen.
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Dein Auge, nicht an gelber Sucht, an schwarzer krank,
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sieht, was es siehet,
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Und wär es noch so rein, so weiß, als wie durch einen
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schwarzen Flor.
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Dir kommt die Morgen-Röhte dunkel, ein Stern, wie eine
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Kohle, vor.
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Dich deucht, als wenn die Sonne selber in einem düstern
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Feuer glühet,
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Wodurch, im grämlichen Gehirn, Gespenster schreckender
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Jdeen,
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Die deine schwehre Phantasey zusammen webt, und schwärzt,
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entstehen.

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Nun tragen wir ein billigs Mitleid mit Kranken, den die
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gelbe Sucht
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Mit Dunkelheit den Blick benebelt: Allein mit dir, der
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du die Welt,
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Und was darinn die weise Liebe des Schöpfers schönes
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vorgestellt,
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Mit deinem giftigen Verstande, die deiner düstern Schwehr-
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muht Frucht,
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Zu schwärzen, zu entehren suchst, scheint alles Mitleid
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ungerecht.
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Ein Feind von GOtt, von der Natur, vom ganzen mensch-
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lichen Geschlecht,
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Ja von sich selbst, scheint solch ein Wesen, das zur Un-
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möglichkeit gehören,
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Und nie ein Wesen haben sollte. Es muß nur die Erfah-
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rung lehren,

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Daß GOtt dergleichen dulden kann. Doch weil, wie sehr
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du dich verschuldet,
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Und alles umzukehren suchst, dich doch des Schöpfers
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Güte duldet;
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So wünsch ich, GOttes Huld bewundernd, mit der Natur
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gemässen Lehren
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Dein ganz verfinstertes Gemüht, wo es noch möglich,
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aufzuklären.
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Erwege, wenn du deinen Zweck erhalten könntest, was
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auf Erden,
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Durch deiner Lehre schwarzes Gift, doch würde für ein Zu-
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stand werden!
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Die Hölle wäre nicht so schrecklich, es würden, in gering-
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rer Pein,
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Die Teufel selber glücklicher, als wie der Erden Bürger,
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seyn.
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Wo unser Blick nur Larven sehe, das Ohr ein ewigs
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Heulen hörte,
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Die Zunge Gall und Gift nur schmeckte, die Nas’ ein steter
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Stank beschwehrte,
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Und, im empfindlichen Gefühl, ein scharfer Schmerz sich
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stets vermehrte,
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Zu welcher Noht du uns verdammst; wer könnt’, in sol-
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chem Pfuhl von Plagen,
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Die Menschen, die Natur, die Welt, ja gar sein eignes
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Ich ertragen?
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Die Gottheit wäre Selbst vernichtet, als welche fehlt,
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wenn Liebe fehlt.
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Dieß ist ein Abriß von der Welt, die du zu deiner Welt
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erwählt,
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Die dein verbittertes Gemüht, aus grämlicher Melancholey,
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Und der, durch ihren schwehren Drang, verwirrten, düstern
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Phantasey,

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Durch deinen wilden Geist verführt, durch dein vergalltes
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Blut verderbet,
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Aus lauter Schreck-Gespenstern formt, mit lauter todten
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Farben färbet.
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Musik, Licht, Farben, Balsam, Honig, die Lieblichkeit der
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süssen Triebe,
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Die aus beflammten Augen quellen, der Seelen Nectar-
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Saft, die Liebe,
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Wein, säurlich-süsse Früchte, Freundschaft, samt allem, was
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uns hier gefällt,
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Reißt deine schwarze Räuber-Faust, durch deine Welt-
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Chart', aus der Welt.
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Zwar finden sich auf Erden Wüsten, gesengter Sand, nie
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schmelzend Eis;
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Allein es mehrt ein solcher Stand, in unsrer Lust, des Schöp-
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fers Preis,
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Indem, durch ihren Gegensatz, wir das, was GOtt uns
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wollen gönnen,
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Noch desto herrlicher befinden, uns mehr daran ergetzen
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können.

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Erwege deiner Schlüsse Falschheit, und des verführten
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Herzens Tücke.
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Du wirfst auf nichts, als was auf Erden betrübt und widrig
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ist, die Blicke.
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Dieß klaubest du mit Müh zusammen, und machst, mit kluger
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Wut erfüllt,
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Aus diesem grämlichen Gemisch ein dir selbst unerträg-
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lichs Bild.
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Hingegen alle Herrlichkeiten, das Firmament, das Son-
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nen-Licht,
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Die Gras- und Bluhmen-reichen Wiesen, die kühlen Schat-
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ten-reichen Wälder,

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Die Gärten, voll von Glanz und Bluhmen, den Schatz der
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Segen-schwangern Felder,
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Den Nutz und Schmuck der Elementen, samt ihrer Ordnung,
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siehst du nicht.
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Die unserm Geist gegönnte Sinnen, durch welche, von der
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schönen Erden,
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Die nicht zu zählende Geschöpfe zum Brauch uns zugeeignet
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werden,
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Sind wirklich da; nur nicht für dich. Indem dein Geist
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sie nicht empfunden,
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Sind sie für alle wirklich da, nur bloß für dich allein ver-
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schwunden.
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Die grosse Wahrheit kennst du nicht: Daß hier auf Erden
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alle Sachen
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Nicht eigentlich seyn, was sie sind, sie sind das, wozu wir
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sie machen.
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Du bist es, der die Lust zur Last, du bist es, der das Licht zu
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Nacht,
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Den Frühling, Sommer, Herbst, zum Winter, und Honigseym
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zu Galle macht.
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Dir stellet deine Phantasey, durch dickes Blut verderbt,
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die Zier,
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Die Ordnung, Pracht und Lieblichkeit der Welt, als wie ein
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Chaos, für.
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Dein Auge, voll von schwarzer Sucht, kann in den Dingen,
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die geschehen,
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In allen Handlungen nur Laster, in Menschen nichts, als
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Teufel, sehen.
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Je tiefer nun, bey dieser Krankheit, dein scharfer Geist auf
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alles denkt,
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Je schwärzer mahlet er die Bilder, die er in sich zusammen

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Aus Gram, aus Jammer, Plag’ und Quaal, die sein ver-
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dunkelt Feur belebet.
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Da denn die Larven Schaar zwar andre, doch ihn am aller-
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meisten kränkt.
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Besinne dich, geliebter
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schliesse:
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Daß ein Gelbsüchtiger von Farben zu sprechen sich enthalten
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müsse.
149
Du bist entweder würklich krank, wo nicht, so ist es alle
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Welt,
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Als deren Meynung sich gerade der deinigen entgegen stellt.

152
Du melancholisches Geschöpfe sprichst selber deinem
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Schöpfer Hohn,
154
Der dir sowohl, als allen, hie Sich Selbst in Seinen Wer-
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ken wiese.
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Du hast von deiner bittern Mühe doch einen gar betrüb-
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ten Lohn.
158
Du baust, mit arbeitsamer Hand, recht sinnreich in dem
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Paradiese
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Dir selber eine eigne Hölle. Denn wenn mans nur erwegt;
161
so ließ
162
Des Schöpfers Huld uns auf der Erde annoch ein würklichs
163
Paradies.
164
Denn alle Dinge, die uns dort von Edens Lust-Revier
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beschrieben,
166
Sind auf der Erden noch befindlich. Gras, Kraut und
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Bluhmen sind geblieben,
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Wir haben Frucht- und andre Bäume, wir haben Gärten,
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fette Felder,
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Bewachsne Berge, kühle Thäler, Fisch-reiche Flüsse, Büsch’
171
und Wälder,

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Uns zinsen alle Elementen, uns zollt die Luft, das Land,
173
das Meer,
174
Von Vögeln, Thieren und von Fischen ein nimmermehr zu
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zählend Heer,
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Zu unsrer Lust, zum Nutz, zur Nahrung. Sprich selbst,
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was war in Edens Auen,
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Das wir nicht noch auf unsrer Erden besitzen, fühlen,
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schmecken schauen?
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Allein, wer so, wie du, verfährt, wer taub und blind für
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alle Gaben,
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Der würde selbst im Paradiese gemurret und gewinselt
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haben.
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Wer auf der Welt nicht arm, nicht krank, ist schuldig,
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bloß dahin zu sehn,
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In dem Genuß der Creaturen, durch Lust, den Schöpfer zu
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erhöhn.
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Dieß ist ein wahrer Gottesdienst, wodurch sich GOttes
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Ruhm vermehrt,
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Den uns mit Gründen, die nicht trieglich, Natur, Vernunft
191
und Bibel lehrt.
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Es liegt wahrhaftig nicht an GOtt. Er schuff die Welt,
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Er schuff sie schön,
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Er gab uns Sinnen, daß wir schmecken, auch riechen, fühlen,
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hören, sehn,
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Und ihre Schönheit nutzen können. Er wollt’ uns eine
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Seele schenken,
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Damit wir den Genuß der Lüste, durch ein vernünftigs
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Ueberdenken,
200
Uns zuzueignen fähig wären, und auch zugleich erkennen
201
können,
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Es müss’ ein’ ew’ge Liebe seyn, die uns dergleichen wollen
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gönnen.

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Hieraus entstehet Gegenliebe, ein Opfer, das allein nur
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wehrt
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Dem grossen Vater darzubiethen. Nur dadurch wird
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Er recht geehrt,
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Zumahl aus diesem holden Feuer die Glaubens- volle Zu-
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versicht,
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Er werd’ uns künftig auch noch lieben, in schon halbsel’gen
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Flammen, bricht.
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Dieß ist ein ander Bild der Welt, als wie das deinige.
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Nun sage,
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Ob über die Natur und GOtt ein Sterblicher mit Recht
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wohl klage?
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Die Noth, die du vom Kriege, Morden, Empörung, Raub
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und Blutvergiessen,
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Verfolgung, Ungerechtigkeit, Betriegen und Verrätherey,
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Verwundung, Vergewaltigung, Vergiftung, Mord-Brand,
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Tiranney,
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Erzehlst, und die mit solchem Feur aus deiner scharfen
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Feder fliessen,
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Sind ja nicht der Natur, nicht GOtt, nur bloß den Men-
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schen zuzuschreiben,
225
Die, ihrer eigenen Natur und Art nach, freye Wesen
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bleiben,
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Die Bös- und Gutes wirken können, und, leider! meistens
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Böses thun.
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Hierbey nun lässet, wie ich hoffe, dein Einwurf es ja wohl
230
beruhn.
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Doch halt! mich deucht, du rufest mir, mit schnellem
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Eifer, beissend zu:
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Was sagst du denn von Unglücks-Fällen, die, sonder
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unsre Schuld, geschehen,

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Von Wasser-Fluhten, Feuers-Brünsten, wenn Erd-
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Erschütt'rungen entstehen,
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Von Donner, Hagel, Blitz und Stürmen, von Pest
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und Krankheit? Nennest du
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Denn dieß auch Ordnung? keine Plagen? Gemach!
240
auch hier ist nichts verlohren.
241
Die Ordnung bleibt in der Natur, die, für das
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erkohren;
243
Das
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entspringt
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Ein Gut, das wir nur nicht begreifen. Was Ganz!
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versetzest du vielleicht,
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Ich leide ja dadurch nicht minder, bleibt gleich das
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Ganze ganz. Mich deucht,
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Wenn solch ein Unfall, solche Noht, auf mich und auf
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die Meinen dringt,
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Ich könne mich mit Recht beschwehren. So denke doch
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einmahl zurück.
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Was bist denn du, im Gegenhalt mit allen auf dem Kreis
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der Erden?
255
Soll deinentwegen denn der Stoff der Elementen anders
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werden?
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Für dich ein Wunderwerk geschehn? Verdienest du ein
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stetes Glück?
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Ja ist dein ganzes Leben hier nicht gleichsam nur ein Au-
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genblick
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Mit jener Ewigkeit verglichen, in welcher Gottes Gna-
262
den-Wille
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Den kleinen hiesigen Verlust des, welches dir doch nur
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geliehn,

265
Und nie dein Eigenthum gewesen, mit einer ewigsel’gen Fülle
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Von unveränderlichem Guten, und mit unwandelbaren
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Schätzen,
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Stets daurender Zufriedenheit, aus Lieb’, entschlossen zu
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ersetzen?
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Wann nun dein ungerechtes Murren und die Verklei-
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nerung der Welt,
272
(die doch ein göttliches Geschöpf, das Er so wunderbar
273
erhält,)
274
Dein Schmählen, dein betrübter Stolz, dein grämlich
275
ungeduldigs Flennen,
276
Zu der Erlangung solches Standes, wohl kein verdienstlich
277
Werk zu nennen;
278
So suche, wo dir noch zu rahten, durch deines scharfen
279
Geistes Kraft,
280
Der grämlichen Melancholey verführerische Leidenschaft,
281
Die schwarze Furie der Seelen, mit frohem Eifer, zu be-
282
kämpfen,
283
Und deines unterdrückten Geists betrübt- und dunkles
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Feur zu dämpfen.
285
„auf! mache dich, im Glück, durch Lust, im Unglück, durch
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Gelassenheit,
287
„und, GOtt in dieser Welt bewundernd, zu einer bessern
288
Welt bereit.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Barthold Heinrich Brockes
(16801747)

* 22.09.1680 in Hamburg, † 16.01.1747 in Hamburg

männlich, geb. Brockes

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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