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Du daurest mich in deinem Eifer, nicht minder groß-
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In welchem, durch dein dickes Blut, so dich mit lauter
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Sich ein Gemisch von Gall und Gift, von Raserey und
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Dem selbst der Mittag dunkel scheint, dem Zucker, wie der
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Die Biene saugt aus Bluhmen Honig, du Spinne zeugst
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So scheinst du ja nicht zu beklagen, wenn dich nur Schmerz
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In deinem traurigen Gehirn, worin der Kreis-Lauf stockt,
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Als wie aus einer bittern Quell’, dich selbst verfolgende
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Dein Auge, nicht an gelber Sucht, an schwarzer krank,
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Und wär es noch so rein, so weiß, als wie durch einen
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Dir kommt die Morgen-Röhte dunkel, ein Stern, wie eine
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Dich deucht, als wenn die Sonne selber in einem düstern
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Wodurch, im grämlichen Gehirn, Gespenster schreckender
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Die deine schwehre Phantasey zusammen webt, und schwärzt,
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Nun tragen wir ein billigs Mitleid mit Kranken, den die
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Mit Dunkelheit den Blick benebelt: Allein mit dir, der
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Und was darinn die weise Liebe des Schöpfers schönes
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Mit deinem giftigen Verstande, die deiner düstern Schwehr-
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Zu schwärzen, zu entehren suchst, scheint alles Mitleid
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Ein Feind von GOtt, von der Natur, vom ganzen mensch-
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Ja von sich selbst, scheint solch ein Wesen, das zur Un-
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Und nie ein Wesen haben sollte. Es muß nur die Erfah-
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Daß GOtt dergleichen dulden kann. Doch weil, wie sehr
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Und alles umzukehren suchst, dich doch des Schöpfers
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So wünsch ich, GOttes Huld bewundernd, mit der Natur
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Dein ganz verfinstertes Gemüht, wo es noch möglich,
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Erwege, wenn du deinen Zweck erhalten könntest, was
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Durch deiner Lehre schwarzes Gift, doch würde für ein Zu-
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Die Hölle wäre nicht so schrecklich, es würden, in gering-
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Die Teufel selber glücklicher, als wie der Erden Bürger,
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Wo unser Blick nur Larven sehe, das Ohr ein ewigs
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Die Zunge Gall und Gift nur schmeckte, die Nas’ ein steter
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Und, im empfindlichen Gefühl, ein scharfer Schmerz sich
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Zu welcher Noht du uns verdammst; wer könnt’, in sol-
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Die Menschen, die Natur, die Welt, ja gar sein eignes
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Die Gottheit wäre Selbst vernichtet, als welche fehlt,
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Dieß ist ein Abriß von der Welt, die du zu deiner Welt
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Die dein verbittertes Gemüht, aus grämlicher Melancholey,
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Und der, durch ihren schwehren Drang, verwirrten, düstern
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Durch deinen wilden Geist verführt, durch dein vergalltes
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Aus lauter Schreck-Gespenstern formt, mit lauter todten
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Musik, Licht, Farben, Balsam, Honig, die Lieblichkeit der
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Die aus beflammten Augen quellen, der Seelen Nectar-
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Wein, säurlich-süsse Früchte, Freundschaft, samt allem, was
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Reißt deine schwarze Räuber-Faust, durch deine Welt-
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Zwar finden sich auf Erden Wüsten, gesengter Sand, nie
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Allein es mehrt ein solcher Stand, in unsrer Lust, des Schöp-
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Indem, durch ihren Gegensatz, wir das, was GOtt uns
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Noch desto herrlicher befinden, uns mehr daran ergetzen
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Erwege deiner Schlüsse Falschheit, und des verführten
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Du wirfst auf nichts, als was auf Erden betrübt und widrig
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Dieß klaubest du mit Müh zusammen, und machst, mit kluger
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Aus diesem grämlichen Gemisch ein dir selbst unerträg-
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Hingegen alle Herrlichkeiten, das Firmament, das Son-
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Die Gras- und Bluhmen-reichen Wiesen, die kühlen Schat-
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Die Gärten, voll von Glanz und Bluhmen, den Schatz der
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Segen-schwangern Felder,
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Den Nutz und Schmuck der Elementen, samt ihrer Ordnung,
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Die unserm Geist gegönnte Sinnen, durch welche, von der
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Die nicht zu zählende Geschöpfe zum Brauch uns zugeeignet
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Sind wirklich da; nur nicht für dich. Indem dein Geist
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Sind sie für alle wirklich da, nur bloß für dich allein ver-
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Die grosse Wahrheit kennst du nicht: Daß hier auf Erden
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Nicht eigentlich seyn, was sie sind, sie sind das, wozu wir
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Du bist es, der die Lust zur Last, du bist es, der das Licht zu
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Den Frühling, Sommer, Herbst, zum Winter, und Honigseym
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Dir stellet deine Phantasey, durch dickes Blut verderbt,
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Die Ordnung, Pracht und Lieblichkeit der Welt, als wie ein
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Dein Auge, voll von schwarzer Sucht, kann in den Dingen,
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In allen Handlungen nur Laster, in Menschen nichts, als
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Je tiefer nun, bey dieser Krankheit, dein scharfer Geist auf
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Je schwärzer mahlet er die Bilder, die er in sich zusammen
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Aus Gram, aus Jammer, Plag’ und Quaal, die sein ver-
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Da denn die Larven Schaar zwar andre, doch ihn am aller-
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Besinne dich, geliebter
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Daß ein Gelbsüchtiger von Farben zu sprechen sich enthalten
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Du bist entweder würklich krank, wo nicht, so ist es alle
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Als deren Meynung sich gerade der deinigen entgegen stellt.
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Du melancholisches Geschöpfe sprichst selber deinem
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Der dir sowohl, als allen, hie Sich Selbst in Seinen Wer-
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Du hast von deiner bittern Mühe doch einen gar betrüb-
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Du baust, mit arbeitsamer Hand, recht sinnreich in dem
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Dir selber eine eigne Hölle. Denn wenn mans nur erwegt;
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Des Schöpfers Huld uns auf der Erde annoch ein würklichs
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Denn alle Dinge, die uns dort von Edens Lust-Revier
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Sind auf der Erden noch befindlich. Gras, Kraut und
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Bluhmen sind geblieben,
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Wir haben Frucht- und andre Bäume, wir haben Gärten,
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Bewachsne Berge, kühle Thäler, Fisch-reiche Flüsse, Büsch’
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Uns zinsen alle Elementen, uns zollt die Luft, das Land,
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Von Vögeln, Thieren und von Fischen ein nimmermehr zu
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Zu unsrer Lust, zum Nutz, zur Nahrung. Sprich selbst,
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was war in Edens Auen,
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Das wir nicht noch auf unsrer Erden besitzen, fühlen,
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Allein, wer so, wie du, verfährt, wer taub und blind für
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Der würde selbst im Paradiese gemurret und gewinselt
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Wer auf der Welt nicht arm, nicht krank, ist schuldig,
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In dem Genuß der Creaturen, durch Lust, den Schöpfer zu
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Dieß ist ein wahrer Gottesdienst, wodurch sich GOttes
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Den uns mit Gründen, die nicht trieglich, Natur, Vernunft
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Es liegt wahrhaftig nicht an GOtt. Er schuff die Welt,
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Er gab uns Sinnen, daß wir schmecken, auch riechen, fühlen,
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Und ihre Schönheit nutzen können. Er wollt’ uns eine
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Damit wir den Genuß der Lüste, durch ein vernünftigs
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Uns zuzueignen fähig wären, und auch zugleich erkennen
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Es müss’ ein’ ew’ge Liebe seyn, die uns dergleichen wollen
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Hieraus entstehet Gegenliebe, ein Opfer, das allein nur
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Dem grossen Vater darzubiethen. Nur dadurch wird
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Zumahl aus diesem holden Feuer die Glaubens- volle Zu-
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Er werd’ uns künftig auch noch lieben, in schon halbsel’gen
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Dieß ist ein ander Bild der Welt, als wie das deinige.
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Ob über die Natur und GOtt ein Sterblicher mit Recht
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Die Noth, die du vom Kriege, Morden, Empörung, Raub
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Verfolgung, Ungerechtigkeit, Betriegen und Verrätherey,
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Verwundung, Vergewaltigung, Vergiftung, Mord-Brand,
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Erzehlst, und die mit solchem Feur aus deiner scharfen
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Sind ja nicht der Natur, nicht GOtt, nur bloß den Men-
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Die, ihrer eigenen Natur und Art nach, freye Wesen
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Die Bös- und Gutes wirken können, und, leider! meistens
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Hierbey nun lässet, wie ich hoffe, dein Einwurf es ja wohl
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Doch halt! mich deucht, du rufest mir, mit schnellem
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Was sagst du denn von Unglücks-Fällen, die, sonder
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unsre Schuld, geschehen,
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Von Wasser-Fluhten, Feuers-Brünsten, wenn Erd-
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Erschütt'rungen entstehen,
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Von Donner, Hagel, Blitz und Stürmen, von Pest
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und Krankheit? Nennest du
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Denn dieß auch Ordnung? keine Plagen? Gemach!
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auch hier ist nichts verlohren.
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Die Ordnung bleibt in der Natur, die, für das
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Ein Gut, das wir nur nicht begreifen. Was Ganz!
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versetzest du vielleicht,
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Ich leide ja dadurch nicht minder, bleibt gleich das
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Ganze ganz. Mich deucht,
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Wenn solch ein Unfall, solche Noht, auf mich und auf
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Ich könne mich mit Recht beschwehren. So denke doch
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Was bist denn du, im Gegenhalt mit allen auf dem Kreis
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Soll deinentwegen denn der Stoff der Elementen anders
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Für dich ein Wunderwerk geschehn? Verdienest du ein
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Ja ist dein ganzes Leben hier nicht gleichsam nur ein Au-
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Mit jener Ewigkeit verglichen, in welcher Gottes Gna-
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Den kleinen hiesigen Verlust des, welches dir doch nur
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Und nie dein Eigenthum gewesen, mit einer ewigsel’gen Fülle
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Von unveränderlichem Guten, und mit unwandelbaren
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Stets daurender Zufriedenheit, aus Lieb’, entschlossen zu
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Wann nun dein ungerechtes Murren und die Verklei-
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(die doch ein göttliches Geschöpf, das Er so wunderbar
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Dein Schmählen, dein betrübter Stolz, dein grämlich
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Zu der Erlangung solches Standes, wohl kein verdienstlich
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So suche, wo dir noch zu rahten, durch deines scharfen
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Der grämlichen Melancholey verführerische Leidenschaft,
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Die schwarze Furie der Seelen, mit frohem Eifer, zu be-
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Und deines unterdrückten Geists betrübt- und dunkles
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„auf! mache dich, im Glück, durch Lust, im Unglück, durch
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„und, GOtt in dieser Welt bewundernd, zu einer bessern