Es schaut der Mond mit güldenem Schein

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August Heinrich Hoffmann von Fallersleben: Es schaut der Mond mit güldenem Schein Titel entspricht 1. Vers(1836)

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Es schaut der Mond mit güldenem Schein
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So ernst in die stille Welt hinein.
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Es ist so eigen ihm zu Sinn,
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Er wandelt und plaudert so vor sich hin.

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Wo mögen die lieben Sterne sein?
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Ich wandle nicht gerne so allein.
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Wir könnten uns heute frei ergeh'n,
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Es läßt sich kein einziges Wölkchen seh'n.

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Allein zu sein ist Trauer und Pein
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Bei allem Glanz und güldenem Schein;
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Allein zu sein ist allezeit
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Nur halbe Freud' und doppelt Leid.

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Das hört ein Stern wohl Wort für Wort,
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Er sagt es dem nächsten Stern sofort;
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So sagt es ein Stern dem andern Stern,
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Bald wissen es alle nah' und fern.

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Sie kommen wie zum Reigentanz,
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Sie kommen in ihrem silbernen Glanz,
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Und alle, alle sind bereit,
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Dem Monde zu geben das Geleit.

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»willkommen, o Mond, in deiner Pracht!
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Willkommen in Winter- und Sommernacht!
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Du sollst nie sein in der Welt allein:
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Wir wollen dir treue Begleiter sein.«

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Nun lassen sie jede Nacht sich seh'n,
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Mit dem lieben Monde spazieren zu geh'n;
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Und wenn er nicht kommt, so warten sie sein,
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Sie lassen ihn niemals wieder allein.

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O ging' es doch mir wie dem Monde so gut,
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Wie wär' ich fröhlich und wohlgemuth!
31
Dann hätt' ich immer in Freud' und Leid
32
Mein ganzes Leben ein freundlich Geleit!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
(17981874)

* 02.04.1798 in Fallersleben, † 19.01.1874 in Abtei Corvey

männlich, geb. Hoffmann

deutscher Dichter und Germanist, Verfasser des „Liedes der Deutschen“

(Aus: Wikidata.org)

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