Die vernünftige und unvernünftige Liebe

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Barthold Heinrich Brockes: Die vernünftige und unvernünftige Liebe (1743)

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Von allen Leidenschaften scheinet die Liebe die natür-
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lichste
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(weil sie nicht weniger den Geist, als wie den Leib, ja
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nicht allein
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Des Liebenden, auch der Geliebten, zu ihrem Vorwurf
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hat) zu seyn.
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Nun ist bekannt, daß jeder Mensch zugleich aus Leib und
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Geist besteh,
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Daher beschäftigt er sich ganz, indem er liebt, und seine
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Liebe
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Genießt noch überdem des Geists und Leibes süsse Wech-
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sel-Triebe
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Deß, der von ihm geliebet wird. Wann Liebende nun
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solche Gaben,
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Daß sie mit Recht vermeynen können, durch ihre cörper-
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liche Zier,
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Durch Schönheit, Stärke, Stand und Ansehn, den schö-
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nen Vorwurf der Begier
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Dadurch sich angenehm zu machen, und ihn zu reizen, an
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sich haben,
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Zugleich, bey ihrem Gegenwurf, desgleichen auch für sich
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zu finden,
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Mit Fug und Recht, vermuhten können; so wird in ihrer
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beyder Brust,
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Sowohl so gleich, als im Besitz, ein’ angenehme Wech-
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sel-Lust,
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Mit Banden, voller süssen Anmuht, die nimmer ecklen
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Herzen binden.

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Kommt nun die Gleichheit der Gemühter zu ihrer Anmuht
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noch hinzu,
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So findet sich die meistens sonst umsonst gesuchte Seelen-
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Ruh
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Bey beyden überschwenglich ein: Zumahl die letztere noch
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währet,
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Wenn etwan unsers Leibes Vorzug, als welcher flüchtig,
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uns entfähret,
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Und durch sich selber fähig ist, wofern sie billig, an den
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Zügen,
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Die die Geliebte einst besessen, sich, im Erinnern, zu ver-
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gnügen,
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Wenn dessen Geistes Schönheit nur der cörperlichen Platz
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vertritt,
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Und seine Freund- und Zärtlichkeit das, was die Zeit ge-
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raubt, ersetzet,
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Indem sie nicht den andern nur, zugleich in seiner Lust,
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sich mit-
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Ja, wo er recht vernünftig ist, sich öfters mehr, als er,
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ergetzet.

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Wann aber jemand, welcher liebet, von solchen Gaben
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nichts besitzt,
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Wie kann er denn mit Recht begehren vom Gegentheil
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geliebt zu seyn?
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Zwar findet sich, daß in der Ehe zuweilen die Gewohn-
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heit nützt;
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Doch dienet sie zur Liebe selten, nur zur Erträglichkeit
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allein.
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Es wird denn dieß von selbsten folgen, und ist das Sprich-
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wort wahr vor allen:
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Ein jeder muß gefällig seyn, wo er gedenket zu gefallen.

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Die wahre Liebe muß allein aus wirklichen Verdiensten
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fliessen,
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Unmöglich ist die Zärtlichkeit des Gegenstandes zu genies-
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sen,
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Sie muß aus eigenem Verdienst zuerst entstehen und ent-
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springen,
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Und, durch des Gegenstands Vergnügen, uns erst ein recht
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Vergnügen bringen.
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Um nun zu diesem Zweck zu kommen, nehm jeder diese Lehr’
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in Acht:

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Man ziehe der Geliebten Vorzüg’ und seine Fehler
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in Betracht.
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Man suche stets, so viel man kann, um sein Vergnügen zu
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vergrössern,
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Was an ihr gut ist, gut zu finden, und seine Schwach-
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heit zu verbessern.
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Durchs erstre wird man zu dem letztern schon eine Fähigkeit
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verspühren,
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Indem die Furcht so vieles Gutes, was man besitzt, nicht
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zu verlieren,
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Uns unsre Fehler zu verhehlen, ja gar zu ändern, dürfte
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führen.

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Wofern wir dieses unterlassen, und wir für alles Gut’
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erblinden,
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Was der beliebte Gegenstand besitzet; wird man bald be-
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finden,
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Wie wir auch ihr nicht mehr gefallen. Gleich wird die
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Wechsel-Lust verschwinden.
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Gleichgült’ge Kälte wird zuerst das süsse Feur der Liebe
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dämpfen,

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Der Eckel folget, dem der Haß, der öffnet beyderseits die
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Augen,
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Daß sie fast an einander nichts, als Fehler zu erblicken,
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taugen.
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Statt diesen allgemeinen Feind von ihrer Ruhe zu be-
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kämpfen,
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Bemüht sich der Verstand so gar, als wär er selbst ein
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Feind der Seelen,
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Durch die geschwärzte Fantasey, ein alle Tage schwärzer
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Bild
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Sich von dem andern vorzustellen, von nichts als Widrig-
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keit erfüllt.
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Mit dieser Larve fängt man sich, und denn einander, an zu
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quälen,
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Indem man nicht nur selber leidet durch den Verlust der
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vor'gen Freuden,
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Nein, weil man auch dadurch zugleich den erst Geliebten
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wirklich zwingt,
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Uns murrisch, grämlich, unerträglich zu finden, und ihn
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dahin bringt,
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Daß wir ihm immer mehr noch scheinen ein Vorwurf,
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welcher nicht zu leiden.

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Noch schwerer werden alle Tage die an sich selbst schon
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schweren Bande,
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Ja, jede Stunde wird man fast, auch unvermerket, sich
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bestreben,
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Sich von einander einen Eindruck, der immer häßlicher,
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zu geben;
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Denn da man nichts als Fehler sucht am Cörper, oder am
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Verstande,

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So wird man auch, unglücklich glücklich, derselben immer
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mehr noch finden,
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Doch unsern Gatten eben so mit uns zu handeln auch
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verbinden,
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Als welcher auch bey uns die Fehler, die er verlangt, zu
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finden pflegt,
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Und mehr noch, als er erst geglaubt. Wer wird nicht
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innerlich bewegt,
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Zu sehen, daß auf dieser Welt so viele unglücksel’ge Seelen,
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Durch beyder Schuld, sich beyde foltern, durch beyder
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Stolz, sich beyde quälen.
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Sie haben einen Stand erwählt, sich an einander zu er-
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getzen;
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Und brauchen den erwählten Stand, einander immer zu
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verletzen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Barthold Heinrich Brockes
(16801747)

* 22.09.1680 in Hamburg, † 16.01.1747 in Hamburg

männlich, geb. Brockes

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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