Was hilft's, daß billig ward der Schiller

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August Heinrich Hoffmann von Fallersleben: Was hilft's, daß billig ward der Schiller Titel entspricht 1. Vers(1836)

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Was hilft's, daß billig ward der Schiller,
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Und daß es giebt so manches Weinhaus?
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Die Welt wird still und immer stiller
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Und graulich wie ein altes Beinhaus.

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Die schöne Zeit, sie kehrt nicht wieder,
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Wo jedes Herz und jedes Geld klang.
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Wer braucht noch heute Klang und Lieder?
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Stumm und papieren ist der Weltgang.

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Nur haben, haben und behalten,
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Nicht weiter bringt es die Genußlust;
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Läßt sie einmal den Frohsinn walten,
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So sieht es aus als wär's Verdruß just.

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Doch soll mein Herz vor Freude springen,
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Schreit auch der Nachbar: welch ein Leichtsinn!
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Und leben will ich, trinken, singen,
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Geht drüber der Credit auch leicht hin.

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Kommt her, ihr Kargen, kommt, ihr Kärgern,
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Ich trinke, kommt und seht genau hin,
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Ich trink' und stell', euch recht zu ärgern,
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Die leeren Flaschen hier zur Schau hin.

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Euch ward gar vieles hier auf Erden,
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Mir nur ein Wunsch, fürwahr ein klein Heil:
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Nie Mangel des Gefühls mag werden
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Und nie Gefühl des Mangels

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
(17981874)

* 02.04.1798 in Fallersleben, † 19.01.1874 in Abtei Corvey

männlich, geb. Hoffmann

deutscher Dichter und Germanist, Verfasser des „Liedes der Deutschen“

(Aus: Wikidata.org)

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