Der Greis, der so viel Liebesgötter

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Heinrich Wilhelm von Gerstenberg: Der Greis, der so viel Liebesgötter Titel entspricht 1. Vers(1780)

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Der Greis, der so viel Liebesgötter
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In seinem Busen ausgeheckt,
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Der sich auf zarte Lotosblätter
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So oft bey Libern hingestreckt,
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Der frohe Greis, der nie getrauert,
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Als wenn vielleicht der Wein verdarb,
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Der, von Lyäen selbst bedauert,
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An einem Traubenkerne starb:

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Vor allen Dienern meines Thrones
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Hast du mein Recht am eifrigsten geschützt,
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Hast auf die Spötter meines Sohnes
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Oft rächrisch, wie ein Zevs, geblitzt.
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Empfang den Anfang deines Lohnes:
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Mit diesem Kranz weih ich dich ein,
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Der Priester meines Reichs zu seyn.

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Arglistiger! Untreuer! riefen sie,
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Ha! soll man dich also, die Nymphen zu erhaschen,
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In Wäldern lauschend überraschen?
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Muß man dich darum nur so lange suchen? Wie?
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Da spring itzt zu, und hasche sie!

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Zwo liefen mit mir fort, so sehr ich bat,
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Die dritte jagte mich mit Drohungen und Minen
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Und Liljenstengeln hinter ihnen,
24
Wie Amor einst dem Tejer that.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Heinrich Wilhelm von Gerstenberg
(17371823)

* 03.01.1737 in Tondern, † 01.11.1823 in Altona

männlich, geb. Gerstenberg

deutscher Dramatiker (1737–1823)

(Aus: Wikidata.org)

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