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Von einem schwehren Regen-Guß,
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Und von geschmolznem Schnee, geschwollen,
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Wuchs auf dem Berg’ ein kleiner Fluß,
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Fing an, vermehrt von tausend Bächen,
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Mit seinem stets verstärkten Schuß,
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Durch allen Gegenstand zu brechen,
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Und alles mit sich fort zu rollen,
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Ergoß sich, mit erzürntem Brausen,
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Und sprengte den verhaßten Damm.
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Von fern erschallt’ ein fremdes Sausen,
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Das aber plötzlich näher kam.
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Hier reißt sein Sturz von ihrem Ort
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Zernagte Steine mit sich fort,
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Da Stücke von durchbrochnen Deichen,
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Dort schwehre Stämme rauher Eichen,
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Zerborstne Felsen stürzen nach.
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Von manchem Baum, der borst und brach,
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Hört’ man ein fürchterlich Gekrach.
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Die Berge schrien, die Wälder heulten,
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Die Wurzeln stiegen aus der Erden.
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Hier welzten Häuser, dorten Heerden,
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So wie die Fluhten sie ereilten.
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Mit allgemeinem Klag-Geschrey
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Sah man, von grossen Balken, Trümmer,
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Da schwummen Dächer, halbe Zimmer,
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Sie fuhren, wie ein Strahl, vorbey.
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Hier schwung, mit weiß beschäumtem Grimm,
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Ein strenger Strudel alles üm.
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Die reife Saat ward unterdruckt,
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Gemähte Garben weggespühlet,
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Der Boden selbst ward aufgewühlet,
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Die höchsten Ufer eingeschluckt.
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Es füllt ein dunkler Wasser-Schwall
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Die hohlen Tiefen überall,
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Auch war von den erhabnen Höhen
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Nicht eins die Stelle mehr zu sehen.
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Feld, Aecker, Berg’ und Thäler deckte
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Ein’ Ebne, die das Auge schreckte.
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Ich sahe dieß erstaunet an,
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Und dacht’: Ein blosser Regen kann
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Der Erden Fläche ganz verheeren,
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Der Menschen Werk so schnell verstöhren,
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Daß alles sinket, stürzet, bricht,
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Und alles unterst oben kehren!
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Mit welcher Ehrfurcht sollte nicht
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Das unbegreifliche Verwalten,
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Regieren, Stützen und Erhalten
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Des spröden Kreises dieser Erden
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Bewundernd angebetet werden!
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Ach, daß wir doch den HErrn der Welt,
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Den Herrscher aller Elementen,
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Der das, was Er gemacht, erhält,
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Voll Andacht, würdig preisen könnten!
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Der das, aus aufgezognem Duft,
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Formierte Wasser-Meer der Luft,
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Ohn’ Grund und Boden, ohne Strand,
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Ohn’ unsre Fluhten fesselnd Sand,
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Doch dergestalt weiß einzuschränken,
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Es dergestalt vermag zu lenken,
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Daß, ob es gleich rings um uns fließt,
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Doch so gemessen sich ergießt,
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Daß es uns nicht erstickt, erdrücket,
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Nein, tränket, und die Erd’ erquicket.
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Der aber auch zuweilen zeigt,
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Wenn sich ein solcher Fall eräugt,
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Daß Er auch die so strenge Fluhten
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Zuweilen braucht als Seine Ruhten.
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Uns kann denn eine Wasser-Fluht,
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Auch selber, wenn sie Schaden thut,
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Und Wellen aus den Schranken steigen,
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Des Schöpfers Macht und Weisheit zeigen,
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Der sie so richtig sonst verschränkt,
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Daher man denn mit Recht gedenkt:
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Er schilt das Meer, so fliehts von dannen,
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Daß seine graue Tiefe braust,
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Er faßt das Wasser mit der Faust,
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Er mißt den Himmel mit der Spannen.
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Ja will man, wie von Seinem Wesen
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So herrlich Davids Harfe klingt,
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Mit Andacht und Bewundrung, lesen,
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Der lese, wie er folgends singt:
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Es erbebete die Erde, und es ward ihr Bau bewegt,
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Ja die Grundfest’ hoher Berge wurden wankend und ge-
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Da der Schöpfer zornig war. Dampf ging aus von
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Und es ward aus Seinem Mund ein verzehrend Feur
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Daß es davon blitzete, mit entsetzlichem Getümmel.
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Er erniedrigte den Himmel.
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Mit der strengen Wolken Güssen
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Fuhr der HErr herab; es war dunkel unter seinen Füssen;
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Er fuhr auf dem Cherubim, flog daher und schwebete;
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Jhn erhoben und Jhn trugen aller Winde Fittige.
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Finstre, schwarz’ und dicke Wolken waren Sein Gezelt
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Worinn er verborgen war. Von dem Glanz, der von
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Trennte sich der Wolken Heer, voller Hagel, Blitz und
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In dem Himmel donnert er, und mit Blitz und Hagel-
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Ließ der Höchste seinen Donner fürchterlich und schrecklich
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Feurige verzehrnde Strahlen wurden von Jhm abgeschos-
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Er zerstreute sie, Er ließ blitzen, womit Er sie schreckt,
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Da erblickt man Wasser-Güsse, und der Erden hohler
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War, o HErr, von Deinem Oden,
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Von dem Schnauben Deiner Nasen, und vom Schelten