Vergnügliche Betrachtung des Herbsts, nebst beygefügten Dank-Gedanken für die erhaltene und glücklich eingeführte Feld-Früchte, 1737

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Barthold Heinrich Brockes: Vergnügliche Betrachtung des Herbsts, nebst beygefügten Dank-Gedanken für die erhaltene und glücklich eingeführte Feld-Früchte, 1737 (1743)

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Wer leugnen will, daß nicht in jeder Jahres-Zeit
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Die Welt voll Schmuck und Zierlichkeit,
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Der seh im frühen Herbst, bey aufgeklärtem Wetter,
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Bey dem durchstrahlten Gras und feuchten Glanz der
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Blätter,
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Der Felder leere Flächen an!
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Dieß Leere selbst zeigt eine neue Fülle
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Von Lust und Anmuht, welche man
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Fast fühlen mehr und seh’n, als sie beschreiben, kann.

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Es herrschet eine sanft’ und angenehme Stille,
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So weit das Auge reicht. Das umgestürzte Land,
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Das vormahls höher schien, erhoben,
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Und, durch der Aehren Fläch’, als in die Höh’ geschoben,
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Den Augen gleichsam näher stand,
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Scheint itzo niedriger. Ein lieblich braun Gewand,
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Mit langer Furchen dunklern Streifen,
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Die, durch den regen Pflug, itzt überall sich häufen,
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Mit grünen Ranken doch noch hie und da bestreut,
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Ist itzt, in dieser holden Zeit,
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Der milden Mutter ernsthaft Kleid.

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Der Klösse heller Grau, zusammt den hellern Höhen
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Der Furchen, wovon wir auch kleine Schatten sehen,
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Erheben, zieren noch und schmücken,
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Was man sonst auf der Felder Rücken
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Zu einfach und zu allgemein,
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In einer braunen Farb’ allein,
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Und ohn’ Verändrung würd’ erblicken.
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Nachdem der Sonnen-Strahl nun mehr und minder
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heiß,
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Wird auch die braune Farb’ bald mehr, bald minder weiß.
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Wie Grau und Braun sich nun bald scheiden, und bald
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mischen,
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So sucht doch hie und dort
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Manch lieblich grüner Platz, an manchem Ort,
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Vom Grase, so durchstrahlt, das Aug’ uns zu erfrischen.
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Zumahl bemüht der Schilf, den an den langen Graben
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Wir hin und her annoch zu sehen haben,
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Mit dem durchstrahlten holden Grünen,
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Vom güldnen Sonnen-Strahl oft durch-oft angeschie-
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nen,
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Uns sich, mit ihrem Schmuck, zur Augen-Lust zu dienen.

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Indem ich also jüngst, zur frühen Morgens-Zeit,
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In diesem weiten Feld, und seiner Lieblichkeit,
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Fast bloß in meinen Augen lebte,
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Und, beym entwölkten Sonnen-Licht,
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Mein auf das stille Feld gerichtetes Gesicht
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Sanft über seine Fläche schwebte,
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Auch ich, mit frohem Ernst, mich recht bestrebte,
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Das, was zu dieser Zeit auf seiner Fläche schön,
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Mit sanften Freuden anzuseh’n.
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Wobey ich innerlich den grossen Schöpfer ehrte;

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Vergnügte mich ein lauter Schall,
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Der rings umher und überall
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Die süsse Stille nach und nach
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Von weitem unterbrach,
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Indem ich in der Fern’ ein helles Dreschen hörte,
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Wodurch sich meine Freud’ annoch vermehrte,
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Zumahl ich, durch dieß frohe Schlagen,
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Zuerst mich auf die Frucht, die dieses Land getragen,
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Und denn zu Dem, Der uns den Segen, durch Seine Lieb’
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allein,
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Auch dieses Jahr in solcher Meng’ und reichem Ueberfluß
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beschehrte,
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Mit diesem frohen Dank für Seine Gnade kehrte;

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Herr! unser Wünschen ist erhört,
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Wir können unsrer Felder Segen,
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Wodurch so Mensch, als Vieh, sich nährt,
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Und den nur Du allein beschehrt,
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In unsre Scheunen fröhlich legen.
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Fiel gleich ein überhäufter Regen,
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Wie eben unser Korn gemeit,
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So hat doch seine Feuchtigkeit
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Es einzufahren nicht gehindert,
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Noch die gemähte Frucht vermindert.
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Mußt’ es gleich lang’ im Felde steh’n,
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So hat dennoch der Winde Weh’n
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Den Auswachs dergestalt verwehret,
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Daß im geringsten nichts versehret.
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Du hast, bey mancher Schaur und regenhafter Zeit,
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Doch minstens so viel Trockenheit

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Dazwischen wollen gönnen,
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Daß wir, mit inniglicher Freude,
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Das völlig trockene Getrayde
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In unsre Scheuren bringen können.
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Jtzt drischt man fröhlich, klopft und schlägt
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Die Segens-Körner aus den Aehren,
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Uns zu bereichern und zu nähren.
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Ach, achtet doch darauf! erwegt,
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Daß dieser ordentliche Klang
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Euch den erwünschten Nutzen bringet,
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Daß ihr ihn bloß von GOtt empfinget!
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Wie, daß ihr denn gar keinen Lob-Gesang,
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Zum Ruhm des grossen Gebers, singet!

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Liebe Land- und Acker-Leute,
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Denkt, bey frohem Dreschen, heute
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An die Segens-reiche Beute,
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Die ihr von dem Acker hebet!
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Billig ists, daß, nebst uns allen,
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Bey der regen Flügel Schallen,
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Bey dem Heben, bey dem Fallen,
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Jhr zum Danken euch bestrebet;
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Laßt dieß fröhliche Tactiren
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Eure stumme Geister rühren,
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Dem zum Ruhm zu musiciren,
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Von Dem ihr dieß Korn empfinget.
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Dankt und denkt, zu Seinem Preise,
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Auf wie wunderbare Weise
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Er doch eure beste Speise,
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Brodt, aus schwarzer Erde bringet!
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Denkt, wie viel dazu gehöret,
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Daß die Frucht, die euch ernähret,

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Wächset, daß sie sich vermehret,
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Und sie nicht so leicht versehret.
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Sonnen-Schein, Thau, Wind und Regen
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Müssen solche Kräfte hegen,
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Daß uns jeder so viel Segen
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Durch die Aenderung gewähret,
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Ohne, was im Saamen stecket,
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Welches uns noch unentdecket,
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Daß er nähret, daß er schmecket.

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Herr des Sonnen-Scheins und Regens!
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Herr der Schaaren! Kraft der Kräfte!
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Gib, daß ich bey dem Geschäfte
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Bloß auf Dich mein’ Sinnen hefte!
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Ursprung alles Nahrungs-Segens!
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Gib, daß wir, so oft wir essen,
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Daß es Deine Gab’, ermessen
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Und des Dankens nicht vergessen!
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Wenn zumahl von Deinen Gaben,
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Auch die Unsern zu erhalten,
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Unsern Haus-Stand zu verwalten,
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Und zum Schatz, wenn wir veralten,
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Wir noch zu veräussern haben.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Barthold Heinrich Brockes
(16801747)

* 22.09.1680 in Hamburg, † 16.01.1747 in Hamburg

männlich, geb. Brockes

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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