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Jhr entlegnen holden Büsche, leiht mir eure stille Schat-
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Um in ihnen meine Pflicht unserm Schöpfer abzu-
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Gar zu lang hat Stadt und Hof, der Affecten Sitz und
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Meiner Sinnen Kraft verwirrt, die Betrachtungen
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Jhr, ihr Wälder, unterhaltet, zeugt und bringet sie
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Ehret denn gemeinschaftlich, preiset unsern HErrn mit
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Er bezeugt sich mir in allen: In der Luft erblick ich
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Jhn zeigt uns des weiten Meers und der Erden schönes
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Ja Er glänzt nicht weniger in des Himmels blauen
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Dem bewundernden Gesicht zeigt im Glanz, der allge-
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Die uns rührende Natur ohne Flecken sich und rein.
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Die grosse Gottheit triumphirt, mit sel’ger Herrlichkeit
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In jedem Ort, in allem Raum, ohn’ End’ und Schranken,
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Denn es wird sein unendlichs Wesen, es wird sein unermeß-
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Von aller Himmel Himmel Höh’ nicht eingeschränket, nicht
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Vergib mir denn, o HErr! mein kühn- und lehrbegierges
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Weñ ich bemühet bin zu Dir, durch Deine Werke, zu gelangen.
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Es sehen mich die Büsch’ und Wälder in ihnen, öfters
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Von Deiner Liebe mich besprechen, und auch von Deines
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Ich komme darum nicht so oft in diesen Blätter-reichen
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Der Vögel süssen Schall zu hören, ihr Gurgeln und ihr
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Ich komme darum hier, o GOtt! damit von mir sey unge-
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In ihrer stillen Einsamkeit, dein all-erhaltend Wort gehört,
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Das die geschäftigte Natur Gesetz und Ordnung halten lehrt.
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Ich hör’ in dick-verwachsnen Gründen, durch mein von Lust
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Ein über Kiesel rieselnd Bächlein Dir, seinem HErrn, ein
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Mit welchem ich, von Andacht heiß, gedrängt von innigem
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Jm sanften Rauschen meiner Seufzer mein Lob-Lied mich
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Ich spühre, mit erfreutem Blick, ich sehe, mit gerührter
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Mit grünen und mit kühlen Schatten der Sonnen Strahlen
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Laub, Bluhmen, Gras und Kraut verschönern, wodurch
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Dein Werk, die schöne Welt,
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Den fast darob erstaunten Augen noch einst so schön wird
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Die, als bey einem hellen Licht, Macht, Lieb’ und Weisheit,
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Und kurz: selbst Deine Gegenwart den Geistern, die drauf
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So dann erklingt mein Lob-Gesang, und der geschäft’ge
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Verdoppelt meine reine Töne und stärket meiner Lieder
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Bald suchen die ambrirte Düfte von eben aufgebrochnen
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In dem bezaubernden Geruch, der Seele selber liebzukosen;
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Des holden Rauchwerks süsser Schwall erhebt sowohl mein
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Und führet sie in sanftem Zug mit sich, zu Dir, und Him-
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Was sind nicht in den schnellen Vögeln, in Fischen, wild-
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Für Wunder-Proben einer Lieb’ und einer weisen Macht zu
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Für einen Geist, der sich mit Dir, in Deinem Werk, sucht zu
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Ist Dein allgegenwärtigs Wesen, o Schöpfer! überall zu
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Wen aber rührt insonderheit, wenn Schatten unsre
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In dem beflammten Sternen-Heer nicht dein glorwürdigs
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Wem zeiget der bepurpurten und glänzenden Auroren Licht,
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Geschmückt mit lauter Himmels-Farben, auch früh, Dein
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Göttlichs Daseyn nicht?
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Wen rühret nicht des Mondes Schimmer? Vom Glanz,
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der aus der Sonne quillet,
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Wird nicht nur Himmel, Erd’ und Meer, auch billig Seel’
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Und dennoch sind derselben Strahlen, und aller Sonnen
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Nur dunkle Schatten bey der Gottheit, nur Nacht bey Dem,
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Allein, Anbethungs-würd’ger Schöpfer! wir können, bloß
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Die eigentlichen Eigenschaften von Deinem wahren Wesen
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Ach, was erregen nicht in mir so mannigfaltige Bewegung,
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So viele Wunder auf der Welt, Schmuck, Ordnung, Schön-
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heit, Pracht, für Regung!
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Welch eine Harmonie, o GOtt! zeigt überall uns die Natur,
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Und doch sieht man von Deinen Werken den kleinsten Theil
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Wer taugt denn Deiner Majestät selbstständ’gem Wesen
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In Deiner Unermeßlichkeit muß Mensch und Engel sich