Das wilde Pferd

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Barthold Heinrich Brockes: Das wilde Pferd (1743)

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Bebt und zittert nicht der Boden? Welch ein Strampfen
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hört man hier?
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Welch ein Schnauben füllt die Luft! Weicht! ein wild-doch
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schönes Thier
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Sprengt daher in vollem Rennen! Halt! es stutzt, es bäumet
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sich.
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Scheint es doch sich aufzuhalten, daß man recht und eigent-
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lich
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Seines Cörpers schönen Bau, seines Hufs und Schenkels
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Zier,
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Seinen edelmüht’gen Anstand, seinen Wuchs betrachten
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könne,
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Und gebührende Bewundrung Dem, der es erschaffen,
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gönne.
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Welch ein hell- und ernster Strahl blitzt aus seinem Aug’
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herfür!

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Die verworrne Mähne flieget. Seht, wie spielt sein
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reges Ohr!
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Seht, es peitscht sein Schweif die Luft! Seht, wie an ver-
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schiednen Stellen,
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Von dem wallenden Geblüt, die gedehnten Adern schwellen.
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Bricht doch aus geschwärzten Wolken kaum so hell ein Stern
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hervor,
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Als der Stern an seiner Stirn, von dem dunklen Haar
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begrenzet,
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Mitten an dem netten Kopf, zwischen beyden Augen, glänzet.

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Wie dieß Thier ein Meisterstück von der bildenden Natur;
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So ist die durch wenig Striche hier gebildete Figur
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Auch des Meisters Meisterstück. Laß dieß Bild das letzte
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seyn,
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Ich kann dir nicht weiter folgen,
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allein.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Barthold Heinrich Brockes
(16801747)

* 22.09.1680 in Hamburg, † 16.01.1747 in Hamburg

männlich, geb. Brockes

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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