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In diesem sonderbaren Jahr, da man, nach siebenzehn
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Noch vierzig schrieb, hat unsre Fläch’ der Welt was sonder-
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DerWinter war entsetzlich kalt. Wie man sich nicht erinnern
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Daß solches ehedem geschehen; fing er schon im October an,
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Und währte bis im Junius; da sah man zwar kein Eis nicht
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Doch war so gar im Julius die Luft noch nicht von Kälte
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Kein Regen fiel, kein Gras erschien. So wie die Kälte erst
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So hinderte die strenge Dürre, betrübt genug, nun auch
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Wodurch das Vieh, so fast verkam, annoch in äusserster
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Vor Hunger umzukommen, war.
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Ein nie erlebter Sommer folgt dem nie erlebten Winter
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Da noch die ganz besondre Kälte sich selten nur verringert
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Heut ist Bartholomäus Tag,
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Und dennoch steht im Wetter-Glase die Kält’ auf drey und
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Den Frühling fühlt’ und sah man nicht. Es ist kein Som-
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Es scheint in diesem Jahre fast der Herbst den Winter zu
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Ohn’ Zwischen-Stand vom Lenz und Sommer. Er kömmt
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schon allgemach herbey.
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(gOtt gebe, daß die Witterung im selben angenehmer sey!)
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Und dennoch, ob der Ackers-Mann fast alle Winter-Saat
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Ob ihm so wohl die Winter-Gerst, als auch sein Weizen meist
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So sieht man doch (ein wirklichs Wunder!) den Rocken, auch
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Nebst allen Früchten in dem Garten, zusammt den Früchten
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In einem solchen Ueberfluß, in einem solchen guten Stande,
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Daß man, in vielen Jahren fast, dergleichen kaum gesehen
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Ich kann von meinen eignen Früchten, hier mit Bewunde-
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Zu künftiger Erinnerung, mit innrer Lust, mich nicht ent-
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Ich seh nicht nur auf meinem Acker den Rocken dicht, gerad’
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Die Aehren von besondrer Grösse, gefüllt mit groben Kör-
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Ich habe gar, da sonst die Aehre des Rockens nur vier Reihen
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An ihrer vielen sechs gezählt; so fast vom Rocken nicht
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Wie denn von Gersten, Rocken, Bohnen fast überall das
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In recht besonderm Ueberfluß, bedecket und gesegnet stand.
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Nun konnt’ ich, und ich kann auch noch hievon die Ursach’
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Wie doch, bey einer steten Kälte, die Früchte sich so können
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Da sonst, so wie die Menschen meynen, die Wärme meist der
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Nunmehr ist unser aller Wunsch: Der grosse Geber wolle
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Daß, da die Erndte-Zeit vorhanden, die schönen Frücht’
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Daß der nunmehr so öftre Regen den Schatz der Früchte
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Noch, durch zu viele Feuchtigkeit, die frohe Erndte nicht
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Damit man den gezeugten Segen bey gutem Wetter möge
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Und daß wir, wenn wir ihn bekommen, auch GOtt zu danken
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Doch auch zugleich dabey erwegen, daß, da wir, trotz der
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Und pftmahls nassen Witterung, doch so viel Heu und Korn
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Es fast ein doppelt Wunder sey; in welchem man zugleich
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Daß in dem Wege der Natur ein’ offenbahre Warnung
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Daß wir nicht künftig, wie vorhin, bey unserer Gewohnheit
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Der Erndte Segen unserm Fleiß und unsrer Arbeit zuzu-
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Und denken, ohne daß wir uns der Huld des grossen Gebers
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Es sey des Himmels Schuldigkeit, die Erndte müsse wohl
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Auch laßt uns sonderlich hiebey zu überlegen nicht vergessen,
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Was vor ein Schatz im Grase stecke, und seinen grossen
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Da dieses Jahr uns klar gezeigt, worauf man nimmer sonst
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Daß, wenn nur bloß das Gras uns fehlte, nicht nur allein
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Nein, aus der ganz gewissen Folge, wir selber müßten mit
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Lobsinget denn für Korn und Gras des Gebers weise Lieb’