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Die Wolken hatten sich verzogen,
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Des Firmaments gewölbter Bogen,
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Von Regen, Feuchtigkeit und Thau,
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Von Dünsten und von Nebel rein,
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Erfüllt mit nichts, als Sonnenschein,
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Zeigt ein so schön, so heiter Blau,
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Daß kaum an dessen klaren Zier
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Ein lieblich glänzender Sapphir,
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Mit seinem holden Schimmer, reichet,
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Und alles fast, was auf der Welt,
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Uns, durch ein schönes Blau, gefällt,
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Vor dem Sapphir des Himmels weichet.
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Ich spührt’, ob dieser Augen-Weide,
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Ein’ innigliche Seelen-Freude;
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Doch dacht’ ich auch zugleich dabey,
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Woher das Glänzen, so wir sehen,
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Doch eigentlich wohl mögt’ entstehen,
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Und was desselben Ursach’ sey.
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Was man am Firmament erblickt,
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Wenn es so lieblich blau geschmückt,
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Ist ganz von allem, was hienieden
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Von uns erblickt wird, unterschieden.
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Hier siehet man das Sonnen-Licht
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Von allen Cörpern rückwerts prallen,
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Und so in unser Auge fallen;
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So aber dorten nicht geschicht.
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Dort senkt der Blick sich, nebst dem Schein
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Vom Licht, in eine Tief’ hinein,
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Die sonder Ende, sonder Grenzen.
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Hier trifft den Blick kein ander Licht,
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Als was sich auf die Cörper bricht,
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Und, bloß durch Winkel, uns berühret,
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Wenn dorten in des Himmels Höh’
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Gar keine Gegenwürfe spühret.
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Es scheint, man werd’ in diesem Reich,
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Durch Licht, und durch die Luft, zugleich,
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Als die durchsichtig, hingeführet
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In jenes allgemeine Leer,
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Worinn der Sonnen-Strahlen Heer
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Zuletzt sich endlich selbst verlieret.
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Es scheint demnach die Lieblichkeit
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Von diesem wunderschönen Blauen,
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So wir am Firmamente schauen,
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Nur bloß aus Licht und Dunkelheit,
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So viel man fasset, zu besteh’n;
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Indem wir gleichsam eine Nacht,
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Die sich dem Licht zur Fulge macht,
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Durchs Licht, das sonst nicht sichtbar, seh’n.
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Die dunkle Tiefe scheint das Glänzen
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Des unermeßnen Sonnen-Lichts,
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Jedoch des menschlichen Gesichts,
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Und Geister Kraft, nicht zu begrenzen,
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Indem wir ihre Tiefe trennen,
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Und, in den Boden-losen Höh’n,
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Viel Millionen Sonnen seh’n,
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Und GOtt darinn verehren können.
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Ach, laßt uns denn den HErrn der Sternen-
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Und auch zugleich erkennen lernen
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Die Grösse Seiner Weisheit, Macht,
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Zumahl die Grösse Seiner Liebe,
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Die, bloß allein, Jhn dazu triebe,
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Für Seiner grossen Werke Pracht,
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Uns so viel Fähigkeit zu gönnen,
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Daß wir geschickt, in solchen Weiten
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Der Himmels-Gründ’ uns auszubreiten,
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Und, in so unbegränzter Länge,
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Die nicht zu zähl’nde Herrlichkeiten
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In Seiner Wunder Größ’ und Menge,
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Die Seine Herrlichkeit verbreiten,
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Vor ernster Lust erstaunt, erkennen.
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Ja, da die Augen ferner seh’n,
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Als alle Sonnen-Strahlen gehn;
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Der Geist sich noch viel weiter strecket,
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Und eine Art Unendlichkeit,
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Wohin des Blicks Beschaffenheit
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Jhn leitet, GOtt zum Ruhm, entdecket.
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Ach, GOtt! ruft mein erstaunt Gemühte,
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Du lässest Weisheit, Macht und Güte
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Fast ja so wunderbar im Kleinen,
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Als in dem Allergrößten, scheinen!
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Geschöpfe wolltest Du formieren,
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Die, ob dieselbe noch so klein,
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Durch Deine Huld, doch fähig seyn,
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Was würdiges von Dir zu spühren!
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Ach, GOtt! Der Du in allen Werken,
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So groß- als kleinen, zu bemerken,
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Der Du Dich in den Himmels- Höh’n,
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Und auch darinn, daß wir sie seh’n,
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Als einen wahren GOtt gewiesen,
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Sey ewiglich dafür gepriesen!