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Als jüngst des Schlafes sanfte Hand
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Mit Dunkel mir das Aug' umhüllte,
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Erbebten plötzlich Thür' und Wand:
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Ein sonnenheller Schimmer füllte
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Mein Schlafgemach, und sieh! es stand
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Ein Jüngling mir erhabnen Mienen,
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Die hold mich anzulächeln schienen,
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Vor mir an meines Bettes Rand.
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An seinem rothen Feyerkleide,
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Das um die Hüft' ein Silberband
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Umschlang, erkannt' ich, halb von Freude
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Und halb von Furcht betäubt, in ihm
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Wiens Genius. Mit Ungestüm
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Wollt' ich zu seinen Füssen fallen:
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Doch freundlich eilt' er mir zuvor,
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Umfieng mich, und mit frohem Ohr
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Hört' ich die süssen Worte schallen:
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»o du, dem Gott Apoll schon früh
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Der Pierinnen goldne Leyer
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Und ein empfänglich Herz verlieh,
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Der du, beseelt vom Götterfeuer
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Der schöpferischen Phantasie,
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Jüngst deines Doolins Abentheuer
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So reitzend sangst, dass am Parnass
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Das Chor der ältern Musenpriester
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Und der entzückten neun Geschwister,
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Frohlauschend rings im Kreise sass,
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Ja selbst der rohe Flussgott Ister
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Sein Haupt aus blauen Fluten hob,
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Durch eines höhern Wesens Lob
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Den Kaltsinn Wiens, das deutsche Lieder
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Noch stäts für Possen aus Paris
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Vertauschet, zu beschämen, liess
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Ich vom Olympe mich hernieder.
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Laut würde deines Namens Ruhm
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In Josephs fernstem Eigenthum
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Von wonnetrunknen Lippen tönen,
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Wenn Wien den holden Musensöhnen
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So günstig wär', als einst Athen,
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Und auf Germaniens Kamönen
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Die Grossen nicht mit kaltem Gähnen
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Und sprödem Stolze niedersähn.
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Doch ach! in unserm Vaterlande
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Regt leider! in des Adels Brust
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Sich bloss der Hang noch träger Lust
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Und nach des Prunkes eitlem Tande.
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Wenn Titan fast im Mittelraum
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Des Himmels wallet, und der Saum
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Des Schattens um und um sich enger
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Zusammenziehet, ringt noch kaum
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Der hochgeborne Müssiggänger
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Sich aus des Bettes weichem Pflaum,
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Und wenn er seine schlaffen Glieder,
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Ein paarmal gähnend, auf und nieder
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Geschleppet, fängt er endlich nun
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Sein Tagwerk an. Sein erstes Thun
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Ist, mit dem schwarzen Saft der Bohne,
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Den die beglückte warme Zone
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Arabiens für schimmernd Gold
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Dem fernen Europäer zollt,
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Und ein der reitzenden Dione
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Geweihtes Mädchen aufgetischt,
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Und mit dem Fett der Milch gemischt,
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Den leckern Gaumen zu erfreuen,
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Und Milchbrod, das dem Doppelhorn
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Des Halbmonds gleicht, dabey zu käuen.
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Vertieft in den Entwurf zu neuen
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Buhlschaften, steht indessen vorn
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Am Fenster schon sein Kammerdiener,
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Ein plauderhafter, eitler, kühner,
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Verlaufner Franzmann, voll Genie,
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Dem die Natur zu bösen Streichen
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Vor hundert andern seinesgleichen
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Ein treffliches Talent verlieh;
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Denn wer vermag, mit leichtrer Müh
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Unschuldigen Agnesen jeden
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Gewissenszweifel, der sich hie
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Und da noch reget, auszureden?
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Wer weiss so fertig aus den schnöden
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Syrenen, deren feile Gunst
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Sich jedem preis giebt, die zu wählen,
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Die, Amors Zweykampf durch die Kunst
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Der geilsten Taktik zu empfehlen,
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Und den Genuss der Lust verschmitzt
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Durch Zwischenspiele zu beseelen,
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Das rühmliche Verdienst besitzt?
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Wer ist mit den geheimsten Tiefen
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Der Mädchenherzen so genau,
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Wie er, bekannt? Wer weiss so schlau
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Die Tugend einer Frau zu prüfen?
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Wer unter allen Kupplern kennt
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So gut den kritischen Moment,
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Wo Danaen dem goldnen Regen
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Nicht leicht zu widerstehn vermögen?
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Kühn legt mit diesem Ehrenmann
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Der Weichling nun ein Plänchen an,
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Die Unschuld eines schönen Kindes
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Zu täuschen, das er liebgewann,
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Und mit der Schnelligkeit des Windes
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Verfolgt der lockere Merkur,
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Um seinem Herrn den Weg zu bahnen,
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Sogleich des holden Mädchens Spur.
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Der feige Sprössling wackrer Ahnen
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Lässt voll Erwartung unterdess
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Die Haare sich, der Kunst gemäss,
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Auf dem mit Puder rings bestäubten,
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Mit weissem Kleister dicht bekleibten
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Erhabnen Haupt in Locken reihn,
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Und lechzt dabey mit heissem Triebe
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Nach dem Turnier des Gotts der Liebe.
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So sehnten einstens, handgemein
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Mit Stambuls trotzigen Barbaren
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Zu werden, seiner Ahnherrn Schaaren
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An Ungarns Gränzen ritterlich
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Mit halbentblösstem Degen sich.
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Sieh! unter solchen schweren Sorgen
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Verfliesst des Sybariten Morgen,
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Und mit Geschäften gleiches Schlags
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Verschwendet er den Rest des Tags.
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Bald lüstet's ihn, im bunten Wagen,
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Mit Sehnsucht angegafft von Fraun
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Und Töchtern, durch des Praters Aun
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Sein werthes Selbst zur Schau zu tragen,
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Und bald, der Thiere Kampf zu schaun.
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Mit inniglichem Wohlbehagen
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Sieht er das Lämmchen in den Klaun
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Des wilden Bären hilflos zagen,
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Stimmt laut dem frohen Klatschen bey,
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Und trägt dann mit zufriedner Miene
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Die langen Ohren vom Geschrey
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Des Cirkus hin zur Opernbühne,
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Um lüstern an dem Zauberklang
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Des Stimmchens einer wälschen Phryne
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Und an dem zitternden Gesang
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Des Halbmanns Herz und Sinn zu weiden.
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Von dannen eilt er wohlgemuth
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Zum Spieltisch, um des Vaters Gut
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Mit kaltem Gleichmuth zu vergeuden,
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Und wenn er dann die halbe Nacht
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Nach einem schwelgerischen Schmause
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Mit Amors Freuden zugebracht,
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Begiebt er endlich sich nach Hause,
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Um nach so grossen Thaten nun
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Bis an den Mittag auszuruhn.
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Diess üppige Schlaraffenleben,
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Das sich mit jedem Tag erneut,
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Raubt unsern Grossen Lust und Zeit,
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Dem Musenchor Gehör zu geben,
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Das drum mit gleicher Sprödigkeit
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Vor den Pallästen der Verächter
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Des Dichtergotts vorübereilt,
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Und nur in den Gemächern ächter
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Verehrer der bescheidnen Töchter
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Mnemosynens sich gern verweilt.
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Das Beyspiel der erhabnen Musen
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Entflamme jedes Dichters Busen
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Zu edlem Trotz, und flöss' auch dir
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Den Stolz ein, über die Begier
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Nach einem Gnadenblick der Götzen
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Des Pöbels dich hinwegzusetzen!
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Sieh! Wieland, unsers Pindus Zier,
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Beut dir mit Lächeln vom Revier
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Der sanften Ilm die Hand entgegen,
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Erfreut sich, auf den steilen Wegen
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Zu Famens lichtem Heiligthum,
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In dem mit Lorbern ihn der Ruhm
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Bekränzt, auch dich nun zu erblicken,
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Und überlässt dir mit Entzücken
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Und unbesorgt, dass etwa dich
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Ein Sturz in eines Abgrunds Tiefen
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Vergrabe, seinen Hippogryphen,
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Der, ob er gleich mit Schnauben sich
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Emporbäumt, und sonst einen Reuter
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Von grösserem Gewichte trug,
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Dich willig und mit sicherm Flug
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Zu Höhn, wo dich ein Ungeweihter
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Erstaunt aus dem Gesicht verliert,
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Durch das Gebiet des Äthers führt.
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Drum lass dich auf der Bahn zum hehren
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Parnasse nicht durch Kaltsinn stören!
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Wen eines Wielands Beyfall ehrt,
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Kann, stolz auf seiner Lieder Werth,
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Das Lob der Grossen leicht entbehren.«