Eya! mir ist wohl hiernieden

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Joseph Franz Ratschky: Eya! mir ist wohl hiernieden Titel entspricht 1. Vers(1783)

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Eya! mir ist wohl hiernieden:
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Gäb's auch eine bessre Welt,
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Sey's! ich bin mit der zufrieden,
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Wenn sie manchem auch missfällt.

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Ich bin reicher, als ein König;
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Denn mein Herz bedarf nicht viel.
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Ich besorg' und hoffe wenig
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Von des Glückes Gaukelspiel.

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Knechtisch geitzt nach Ordensbändern
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Mancher hocherlauchte Thor:
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Ruhig durch die Welt zu schlendern,
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Zieh' ich allen Würden vor.

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Froh geniess' ich jede Gabe,
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Die der Zufall mir bescheert:
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Aber nichts, was ich nicht habe,
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Scheint mir drum beneidenswerth.

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Geht kein Weib mit mir zu Bette,
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Hm! man schläft ja auch allein:
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Fehlt mir Wein ... an jeder Stätte
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Lädt ein frischer Quell mich ein.

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Reichthum, Geld und Gut sind eitel;
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Adam, Seth und Abraham
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Lebten ohne Geld im Beutel
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Dennoch frey von Sorg' und Gram.

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Sagt, was nützte mir auch alles,
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Was der Perser Schach besitzt?
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Selbst als Herr des Erdenballes
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Wär' ich froher nicht, als itzt.

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Kaum der Himmel, dessen Pforte
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Alle Freuden in sich schliesst,
31
Reitzt mich, da an jedem Orte,
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Wo ich bin, der Himmel ist.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Joseph Franz Ratschky
(17571810)

* 21.08.1757 in Wien, † 31.05.1810 in Wien

männlich, geb. Ratschky

österreichischer Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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