Ich labe gern an deinen holden Wangen

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Joseph Franz Ratschky: Ich labe gern an deinen holden Wangen Titel entspricht 1. Vers(1783)

1
Ich labe gern an deinen holden Wangen,
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An deinem Mund, o süsses Klärchen, mich,
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Kann stundenlang an deinen Blicken hangen,
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Bin in der Welt nie froher, als um dich.

5
Ich mag so gern an deine Brust mich schmiegen,
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Die sich empor zu meiner Wange bläht,
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Und lauschen so in wonnigem Vergnügen,
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Bis spät der Mond am hohen Himmel steht.

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Denn süss, o süss sind treuer Liebe Freuden:
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Das blinde Glück mag seinen Überfluss,
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Mag Ruhm und Macht, an wen es will, vergeuden!
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Mir gnügt ein Blick, ein Händedruck, ein Kuss.

13
O lass uns stäts in trauter Eintracht leben,
14
Bis einst der Tag, der trübe Tag, erscheint,
15
An dem zugleich der Erde wir entschweben,
16
Und eine Gruft im Tod uns noch vereint!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Joseph Franz Ratschky
(17571810)

* 21.08.1757 in Wien, † 31.05.1810 in Wien

männlich, geb. Ratschky

österreichischer Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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