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Den Auserwählten geht's gewiss,
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Obwohl in diesem Punkt die Bibel
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So ziemlich uns im Dunkel liess,
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In ihrem Paradies nicht übel,
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Doch wahrlich nicht so wohl als mir
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In diesem herrlichen Revier.
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Befreyt von trocknen Amtsgeschäften,
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Die Muth, Gefühl und Geist entkräften,
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Lieg' ich hier ruhig hingestreckt
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Im Schatten einer dunkeln Fichte,
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Die mich mit ihren Zweigen deckt,
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Und denk' an dich, o Freund! und dichte.
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O welche Luft! rings um mich hin
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Im finstern Thal, auf Felsensteinen
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Prangt die Natur im frischen Grün
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Von unermessnen Tannenhainen,
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Ein schmaler Bach, der über Sand
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Und Kiesel glitscht, und sanft den Rand
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Des bunten Ufers küsst, verschwistert
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Sein süsses Plätschern mit dem Laut
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Des Morgenwindes, der vertraut
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Die Blätter meines Buchs durchflüstert.
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Von Moos und Dorngesträuch verhüllt,
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Steht dort auf jener Felsenspitze,
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Mit scheuen Eulen angefüllt,
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Der Rest von einem Rittersitze,
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Den einst zu unsrer Ahnen Zeit,
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Wie mich ein Landmann hier belehrte.
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Der Muselmänner Grausamkeit
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Mit räuberischer Hand verheerte.
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Diess Schloss giebt meiner Neubegier
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Oft Anlass zu gelehrten Fragen:
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Wer führt' es auf? wer hauste hier?
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Doch niemand weiss mir das zu sagen.
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Durch dunkles Dickicht klettr' ich dann
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Mit meinem Stabe frisch und munter
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Den höchsten steilsten Berg hinan:
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Da seh' ich froh in's Thal hinunter,
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Und staune mein Stück Arbeit an,
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Als hätt' ich wer weiss was gethan.
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So fliesset Tag für Tag, mein Lieber!
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In's Meer der grauen Zeit hinüber,
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Und täglich wächst in mir der Hang
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Zu dichterischem Müssiggang.
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Oft, wenn mit wonnetrunknen Blicken
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Mein Aug' im fröhlichsten Entzücken
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Die stille Gegend übersieht,
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Wünsch' ich im Ernst als Eremit
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Mir eine Zelle hier zu bauen:
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Doch eitle Wünsche! Das Geschick
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Fasst bald mich an mit ehrnen Klauen,
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Und schleppt mich nach der Stadt zurück.
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Dann lebet wohl, ihr Dämmerungen
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Des kühlen Walds! Um Lohn gedungen,
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Kriech' ich an meine Ruderbank,
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Wo ich dem Gram erliegen würde,
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Erleichterte dein Bücherschrank
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Mir, Theuerster, nicht meine Bürde.