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Mit ehrerbietigstem Gemühte
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Verehr’ ich Deine Gnad’ und Güte,
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O HErr, daß Deine Vater-Hand
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Ein neues Glück mir zugewandt,
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So ich nicht gnug zu schätzen weiß,
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Da Du mich hast, aus Lieb’, erlesen,
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Zu mehren Deines Namens Preis,
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Und daß ich heut, auf Dein Geheiß,
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Durch Dich, Dein Werkzeug bin gewesen.
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Du hast mir gnädig wollen gönnen,
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Daß ich, zur frohen Wirklichkeit,
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Das, was ich schon so lange Zeit
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Gewünschet habe, bringen können.
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Den mir von Dir geschenkten Stand,
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Und die damit verknüpfte Macht,
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Hab’ ich mit Freuden angewandt,
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Daß diesen Tag ein ganzes Land,
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So Deine Wunder ohn’ Bedacht
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Bishero, leider! angesehen,
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Mit Dank und Lob itzt muß gestehen,
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Zu Deines grossen Namens Preise:
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Daß Du es seyst, der Brodt und Speise,
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Auf eine wunderbare Weise,
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In solchem Ueberfluß für sie,
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Jmgleichen Futter für ihr Vieh,
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Aus Wasser, Luft und Erde bringt;
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Daß von dem Sonnen-Schein und Regen
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Jm Saamen-Korn ein reicher Segen
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Nur bloß allein durch Dich entspringt.
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Ich hab’ ein Dank-Fest eingesetzet,
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Das sich, mit Fug, ein Erndte-Fest,
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In Ritzebüttel, nennen läßt,
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Woran sich Jung und Alt ergetzet.
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Der Tag brach an, der hell und klar
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(ein günstig Himmels-Zeichen!) war.
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Man hörte das Geläut’ erschallen;
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Man sah, auf diesen frohen Schall,
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Auf Weg- und Stegen überall,
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Zum Hause Gottes fröhlich wallen
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Der Land-Leut’ ausgeschmückte Schaar,
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Die Menge, die Beweglichkeit,
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Die bunten Kleider in dem Grünen,
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Vom hellen Sonnen-Strahl beschienen,
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War lustig, angenehm und schön,
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In mancher Farb’ und Form, zu sehn.
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Hier führte sie ein schmaler Steg
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Durch noch nicht abgemähten Rocken,
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Und dort ein allgemeiner Weg
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Durch zierlich aufgethürmte Hocken.
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Die Kirche war, in vielen Reihen,
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Mit frischen, grünen, jungen Mayen,
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Behäg- und lieblich ausgezieret.
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Es konnt’ an diesen netten Büschen
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Nicht nur das Auge sich erfrischen;
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Es ward von ihrem süssen Duft
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Die ganz damit erfüllte Luft,
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Und auch, durch sie, der Geist gerühret.
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Da, durch das Laub, denn alles bunt
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Und als im grünen Walde stund.
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Dieß neue nun wirkt, durch die Seltenheit,
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Sowohl im Munde ihrer Lehrer,
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Als in den Ohren ihrer Hörer,
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Daß sich bey beyden Achtsamkeit,
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Samt Lust und Andacht, noch vermehrt.
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Es wurde lieblich musiciret:
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“du ewiger Gnaden allmächtiger Wille rc.
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Daß dieses nun so wohl gelungen,
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Dafür sey, grosser Schöpfer, Dir
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Von allen, sonderlich von mir,
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Lob, Ehre, Preis und Dank gesungen.
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Ach, laß uns oft mit Lust dergleichen Feyr begehen!
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Laß uns uns oft von Dir gesegnet sehen!
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Laß oft von uns ein Lied, das Dir gefällt, erklingen,
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Bis wir dereinsten dort ein ewigs Loblied singen!