Schnick und Schnack

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Gottfried August Bürger: Schnick und Schnack (1784)

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Verbreite du vor Hack und Mack
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Den Duft der besten Thaten!
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Kaum wird Frau Schnick und kaum Herr Schnack
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Ihn merken und verraten.

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Mach' aber Einen schwachen Streich –
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Wer kann dem immer wehren? –
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Ganz heimlich! – O so wirst du gleich
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Dein blaues Wunder hören!

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Umsonst, umsonst bemühst du dich,
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Ihn halb nur zu verstecken.
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Vom Liebesmantel findet sich
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Kein Läppchen, ihn zu decken.

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Beging'st du ihn im Keller gleich,
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Tief in der Nacht der Erde:
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Hervor muß er, der matte Streich,
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Daß er beschnickschnackt werde!

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Du fragst umsonst: Wie hat das Pack
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Das bißchen Streich erfahren? –
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Auch Klag' und Fluch auf Schnick und Schnack
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Kannst du gemächlich sparen.

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Sie borgen dann die List vom Fuchs;
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Vom Spürhund ihre Nasen;
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Die gluhen Augen von dem Luchs;
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Die Ohren von dem Hasen.

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Und spüren und verschonen nie,
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Nicht Bruder, Schwester, Base.
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Wie Galgenraben schwärmen sie
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Am liebsten nach dem Aase.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottfried August Bürger
(17471794)

* 31.12.1747 in Molmerswende, † 08.06.1794 in Göttingen

männlich, geb. Bürger

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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