Der Raubgraf

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Gottfried August Bürger: Der Raubgraf (1773)

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Es liegt nicht weit von hier ein Land,
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Da reist' ich einst hindurch;
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Am Weg' auf hohem Felsen stand,
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Vor alters, eine Burg.
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Die alten Rudera davon
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Wies mir der Schwager Postillon.

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»mein Herr, begann der Schwager Matz,
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Mit heimlichem Gesicht,
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Wär' mir beschert dort jener Schatz,
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Führ' ich den Herrn wohl nicht.
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Mein Seel! den König fragt' ich gleich:
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Wie teuer, Herr, sein Königreich?

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Wohl manchem wässerte der Mund,
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Doch mancher ward geprellt.
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Denn, Herr, Gott sei bei uns! Ein Hund
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Bewacht das schöne Geld.
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Ein schwarzer Hund, die Zähne bloß,
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Mit Feueraugen, tellersgroß!

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Nur immer alle sieben Jahr'
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Läßt sich ein Flämmchen sehn.
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Dann mag ein Bock, kohlschwarz von Haar,
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Die Hebung wohl bestehn.
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Um zwölf Uhr in Walpurgis Nacht,
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Wird der dem Unhold dargebracht.

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Doch merk' eins nur des Bösen List!
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Wo noch zum Ungelück
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Am Bock ein weißes Härchen ist,
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Alsdann: Ade, Genick!
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Den Kniff hat mancher nicht bedacht,
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Und sich um Leib und Seel' gebracht.

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Für meinen Part, mit großen Herrn,
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Und Meister Urian,
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Äß' ich wohl keine Kirschen gern.
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Man läuft verdammt oft an.
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Sie werfen einem, wie man spricht,
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Gern Stiel und Stein ins Angesicht.

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D'rum rat ich immer: Lieber Christ,
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Laß dich mit keinem ein!
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Wann der Kontrakt geschlossen ist,
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Bricht man dir Hals und Bein.
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Trotz allen Klauseln, glaube du,
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Macht jeder dir ein X für U. –

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Goldmacherei und Lotterie,
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Nach reichen Weibern frei'n,
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Und Schätze graben, segnet nie,
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Wird manchen noch gereu'n.
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Mein Sprüchlein heißt: Auf Gott vertrau,
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Arbeite brav und leb' genau!

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Ein alter Graf, fuhr Schwager Matz
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Nach seiner Weise fort,
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Vergrub zu Olims Zeit den Schatz
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In seinem Keller dort.
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Der Graf, mein Herr, hieß Graf von Rips,
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Ein Kraut, wie Käsebier und Lips.

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Der streifte durch das ganze Land,
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Mit Wagen, Roß und Mann,
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Und wo er was zu kapern fand,
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Da macht' er frisch sich d'ran.
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Wips! hatt' er's weg, wips! ging er
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Und schleppt' es heim auf seine Burg.

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Und wann er erst zu Loche saß,
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So schlug mein Graf von Rips, –
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Denn hier that ihm kein Teufel was, –
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Gar höhnisch seinen Schnips.
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Sein allverfluchtes Felsennest
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War, wie der Königstein, so fest.

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So übt' er nun gar lang' und oft
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Viel Bubenstücken aus,
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Und fiel den Nachbarn unverhofft
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In Hof und Stall und Haus.
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Allein, der Krug geht, wie man spricht,
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So lang' zu Wasser, bis er bricht.

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Das Ding verdroß den Magistrat
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Im nächsten Städtchen sehr,
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D'rum riet der längst auf klugen Rat
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Bedächtlich hin und her,
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Und riet und riet – doch weiß man wohl! –
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Die Herren rieten sich halb toll.

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Da nun begab sich's daß einsmals,
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Ob vielem Teufelsspaß,
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Ein Lumpenhexchen auf den Hals
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In Kett' und Banden saß.
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Schon wetzte Meister Urian
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Auf diesen Braten seinen Zahn.

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Dies Hexchen sprach: Hört! Laßt mich frei,
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So schaff' ich ihn herein.
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Wohl! sprach ein edler Rat, es sei!
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Und gab ihr oben d'rein
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Ein eisern Privilegium,
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Zu hexen frank und frei herum.

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Ein närrscher Handel! Unsereins
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Thät' nichts auf solchen Kauf.
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Doch Satans Reich ist selten eins,
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Und reibt sich selber auf.
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Für diesmal spielt die Lügenbrut
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Ihr Stückchen ehrlich und auch gut.

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Sie kroch, als Kröt', auf's Räuberschloß,
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Mit losem leisen Tritt,
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Verwandelte sich in das Roß,
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Das Rips gewöhnlich ritt;
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Und als der Schloßhahn krähte früh,
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Bestieg der Graf gesattelt sie.

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Sie aber trug, trotz Gert' und Sporn,
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So sehr er hieb und trat,
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Ihn, über Stock und Stein und Dorn,
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Gerades Wegs zur Stadt.
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Früh, als das Thor ward aufgethan,
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Sieh da! kam unser Hexlein an.

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Mit Kratzfuß und mit Reverenz
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Naht höhnisch alle Welt:
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Willkommen hier, Ihr' Excellenz!
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Quartier ist schon bestellt!
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Du hast uns lange satt geknufft;
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Man wird dich wieder knuffen, Schuft!

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Dem Schnapphahn ward, wie sich's gebührt,
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Bald der Prozeß gemacht,
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Und d'rauf, als man ihn kondemniert,
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Ein Käficht ausgedacht.
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Da ward mein Rips hineingesperrt
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Und wie ein Murmeltier genärrt.

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Und, als ihn hungern thät, da schnitt
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Der Knips, mit Höllenqual,
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Vom eignen Leib' ihm Glied für Glied,
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Und briet es ihm zum Mahl.
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Als jeglich Glied verzehret war,
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Briet er ihm seinen Magen gar.

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So schmaust' er sich denn selber auf,
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Bis auf den letzten Stumpf,
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Und endigte den Lebenslauf,
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Den Nachbarn zum Triumph.
131
Der Eisenbau'r, worin er lag,
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Wird aufbewahrt, bis diesen Tag. –

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Mein Herr, fällt mir der Käficht ein,
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So denk' ich oft bei mir:
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Er dürfte noch zu brauchen sein,
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Und weiß der Herr, wofür? – –
137
Für die französchen Raubmarquis
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Die man zur Ferme kommen ließ.« –

139
Als Matz kaum ausgeperoriert,
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Sieh da! kam querfeldan
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Ein Sansfaçon daher trottiert,
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Und hielt den Wagen an,
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Und visitierte, Pack für Pack,
144
Nach ungestempeltem Taback.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Gottfried August Bürger
(17471794)

* 31.12.1747 in Molmerswende, † 08.06.1794 in Göttingen

männlich, geb. Bürger

natürliche Todesursache | Tuberkulose

deutscher Dichter

(Aus: Wikidata.org)

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