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Nachdem aus Hamburg meine Kinder, mich zu besu-
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Und sie ein kleines Enkelchen von noch nicht völligen zwo
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So ich noch nie gesehn, mir zeigten, an dessen lieblichen
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Und munterm Geist ich mich ergetzte;
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Indem er jeden alsobald,
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Der ihn sah’, in Verwundrung setzte.
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Ein nie annoch gefühlt Vergnügen fing mein Geblüt an
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Ich setzte mich, sein kindisch Gaukeln, sein schnell Ge-
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hüpf, sein stolpernd Gehn,
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Mit frohen Blicken, anzusehn,
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Und sein mit Lächeln stets begleitet, schon klug, noch stamm-
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Und halbe Wörter anzuhören. Inzwischen fing, mit hel-
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Ein Paar von meinen Kindern an, beym lieblich klingen-
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Mit einer Flöten Ton begleitet, in einem schönen
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Aus unsers grossen Hendels Stücken, ein liebliches Con-
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Noch mehr, mir ward, von bunten Bluhmen, ein’ ausser-
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Die eben erst aus Hamburg kommen, in einer Schüssel
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Wovon der bunte Blitz nicht minder, als wie der liebliche
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Durchs Ohr, mir durch die frohen Augen, in mein ge-
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Der Geist war, durch den frommen Inhalt der Wörter,
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Dem Schöpfer der Natur zu Ehren, dabey nicht weniger
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Indem man nun zu gleicher Zeit, als ich die Anmuht
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Ein volles angezündet Pfeifchen von rauchendem Toback
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Vermehrt’ es annoch mein Vergnügen. Ich sah’, beym
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Den stets in regen Cirkelchen sich wirbelnden und dreh’n-
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Vergnüglich an. Allein dieß rege, veränderlich- und
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Fing an, ganz andere Gedanken, bey meinen Freuden,
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Ich dachte: Dieser rege Rauch, ein Sinnbild unsrer Le-
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Beweis’t mir, so wie aller Dinge, auch meiner Anmuht
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Wie bald verwelkt der Bluhmen Pracht!
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Wie schnell vergehen Ton und Schall!
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Leicht wird, durch einen Trauer-Fall,
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Das, was uns lieb, zur Gruft gebracht.
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Jtzt sitz ich mitten im Vergnügen; allein wie schnell kann
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Daß von der Anmuht, die mich rühret, wir Wechsel und
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Ja wenn ich auch so glücklich wär’, sie Jahren-lang noch
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So würden wir, und ich zumahl, in nicht gar langer
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Und, wo sie mich nicht, ich doch sie, verlieren müssen.
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Fing an, recht mitten in der Lust, in Traurigkeit mich zu
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So, daß sogar die helle Stimme, das angenehmste Sai-
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Vom ersten Reiz sehr viel verlohr, und mir viel weniger
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Es ist nur dieß ein wahres Leben,
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Auf alle Schönheit Achtung geben
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In der durch GOtt geschmückten Welt.
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Was Seine Lieb’ uns wollen zeigen,
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Wird uns, nur bloß im Denken, eigen,
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Und Jhm gefällt, wenns uns gefällt.
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Laßt uns, dem Schöpfer denn zu Ehren,
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Mit Anmuht hören, was wir hören,
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Mit Freuden sehen, was wir sehn!
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Wir wollen Seiner Liebe Willen
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In unsrer Einsamkeit erfüllen,
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Und Jhn, in unsrer Lust, erhöhn.
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Das Denken: Daß wir alle Gaben
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Von einer nie veränderten, unwandelbaren Gottheit
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Vereinet gleichsam meine Seele mit Seiner Unvergäng-
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Und fügt sie in gewisser Maasse, trotz der Verändrung
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An Seine Dau’r, als ihren Ursprung. Die nicht ver-
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Von der Selbständig- brünstigen, unwandelbaren ew’gen
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Bestärkten meine Zuversicht, so, daß ich, voll Vertrauen,
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“wenn ich auch gleich die ird’schen Lüste in gleicher Ord-
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„da alles hier veränderlich; so wird es dennoch meiner
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„bey ihres Ursprungs ew’ger Dau’r, an einer ew’gen Lust