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Nachdem ich den gefundnen Wald, mit noch vier Gängen,
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So, daß wir immer drey Alleen,
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Wenn wir in eine treten, sehen;
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Und wir, an einem schönen Tag’ im Frühling, in demselben
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Das junge Laub entspriessen sah’n, der Vögel süsse Stimmen
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Nicht minder der vergnügten Frösche,
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Auch uns vergnügendes Gewäsche,
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Womit sie, durch ihr sanftes
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Rieth einer, damit wir das Gurgeln, wovon die ganze Luft
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Noch deutlicher verstehen mögten, und noch vernehmlicher
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Daß wir, um schärfer noch zu hören, auf kurze Zeit die Augen
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Hiedurch nun schärft- und stärkten sich
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Die Kräfte des Gehörs. Das sanfte Musiciren
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War merklich hell- und deutlicher zu spühren.
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Die Lieblichkeit des Tons schien ausserordentlich
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Zu wachsen, sich zu nähren, sich zu mehren.
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Ein angenehm Concert, ein süß-gemischter Schall,
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Als wär die ganze Luft davon erfüllt, zu hören.
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Kaum war nun, durch die Lieblichkeit
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Der auch, durchs Ohr, so holden Lenzen-Zeit,
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Das Herz der Hörer stark gerühret;
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Als man von ungefehr ein neu Ergetzen spühret.
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Wir hörten allgemach ein sanft Bewegen,
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In der bedeckten Luft, entstehn.
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Es fiel ein lau- ein sanft- und angenehmer Regen
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Mit einem rauschenden Getön.
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Es tropft’ ein unverhofftes Naß
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Auf das noch junge Laub und Gras,
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Das nicht nur bloß, da man es rauschen hörte,
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Die Anmuht durchs Gehör vermehrte;
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Nein, welches durchs Gesicht zugleich, in unsrer Brust,
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Auf unterschiedne Weis’, erregte,
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Indem ein heller Glanz sich in die Feuchtigkeit
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Der erst benetzten Stämm’ und Zweige prägte,
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Wodurch sie, wo sie nicht bedeckt vom jungen Grünen,
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Als wären sie versilbert, schienen.
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Allein, was unsern Blick weit mehr annoch ergetzte,
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Ja uns fast in Erstaunen setzte,
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War, als ich linker Hand,
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Und etwas Westen-werts mich rückwerts wandt,
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Und ein so herrliches Spectakel fand,
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Daß keiner sich den hellen Schein
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Wird vorzustellen fähig seyn.
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Der ganze Wald schien voll Brillanten,
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Voll Millionen Diamanten.
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Man sah von aller Reiser Spitzen
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Ein funkelnd, bunt und strahlend Blitzen,
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Wie lauter Zitter-Nadeln, glimmern.
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So tief der Blick durchs Buschwerk dringen kunnt,
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War alles funkelnd, hell und bunt,
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Sah man ein allgemeines Schimmern.
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Die Pracht und Schönheit nun entstund,
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Da, an der Eichen harten Zweigen,
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Die Blätter sich noch sparsam zeigen,
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Und sich daran noch nicht viel Laub befand;
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Hingegen an der Knospen Heer, das erst an auszubrechen
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Ein ungezähltes Heer von Tropfen, vom erst gefallnen Regen,
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Und daß von ungefehr den Augenblick hernach,
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Der Schönheit und des Lichts, der Farb- und Strahlen
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Das Sonnen-Licht, durch eine dünne Stelle
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Der sonsten dick- und falben Wolken, brach.
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Hiedurch ward augenblicks der ganze Wald
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Mit einer flammenden Gestalt,
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Durch das durchstrahlte Heer der Tropfen, angefüllt.
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Unmöglich kann sich der ein ähnlich Bild
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Von aller dieser Schönheit machen,
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Der, wie es so gar wunderschön,
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Wir waren all’ hiedurch ganz eingenommen,
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Und konnten uns nicht satt an allem Glanz,
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An aller Pracht der Gluht, wodurch die Fluht entglom-
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Und aller Schönheit sehn, als wir den bunten Kranz
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Des Firmaments, des Himmels bunten Bogen,
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Wie er sich Osten-werts gezogen,
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Wo seiner Farben Pracht den halben Himmel schmückten,
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Mit noch vermehrter Lust, durch das Gesträuch, er-
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Mein, von so manchem Glanz, ganz angefüllter Sinn
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Sah denn auch ganz erstaunt dahin,
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Und wußte sich für Anmuht kaum zu lassen,
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Noch alle Lust, für gar zu vieler Lust, zu fassen.
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Ich sahe denn, mit recht gerührter Brust,
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Durch des Gebüsches Glanz, der schönen Farben Pracht,
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Und lobte Den, Der sie gemacht,
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Und lobte Den, Der Farb’ und Licht
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Den Creaturen eingesenket,
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Und Der mit solchem Ueberfluß,
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Auch zu derselbigen Genuß,
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Das nimmer gnug zu schätzende Gesicht,
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Der Augen Wunderwerk, die Kraft zu sehn geschenket,
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Mit einem beygefügten Flehen:
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Daß, weil man sonder Geist und Denken,
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Nicht wirklich siehet, was man sieht,
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Er uns ein achtsames Gemüht,
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Für Seine Wunder, wolle schenken!