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Hier quillt des Seegens Füllehorn
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Der reichen Güte Wunderborn
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Und duftet durch ein sanftes Bla-
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Stets Balsam in die hohle Nasen.
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Die Lunge wird vergnügt ge-
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Das Auge wird vergnügt erquikt;
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Wenn ich der Bohnen weise Blüte,
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Als holde Spiegel deiner Güte,
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O! Schöpfer! auf dem Akker seh,
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Da ich aus Lust spatzieren geh.
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Das Rokkenfeld prangt schon mit Aehren,
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Die uns mit güldnen Zungen lehren,
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Daß du es seist der uns ernährt;
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Dein Seegen wird dadurch vermehrt
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Daß du dem Vieh auch Futter giebest,
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Und zeigst wie du das alles liebest,
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Was deine Wunderhand gemacht,
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Als du die Welt herfür gebracht.
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Dies Bohnenfeld das jetzo blühet,
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Und Wachsthum aus der Erde ziehet
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Ist warlich die Betrachtung werth,
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Die uns HErr! deine Weisheit lehrt.
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Vierekkicht sind des Stengels Röhren,
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Die ihre Spizzen aufwerts kehren,
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Die hie und da mit Laub besezt;
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Die Blüthen dran man sich ergözt,
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Die sind recht wunderbahr geleget,
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Wenn man die Wikkelung erweget.
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Des Stengels aufgeschlungnes Haupt,
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Das ist mit grüner Zier belaubt,
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Mit einer grünen Kron bekränzet,
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Die lieblich in die Augen glänzet.
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Nnd wenn des Wachsthums Treibekraft.
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Aus Blüten erst die Schoten schaft;
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So sieht man HErr! dein weises Fügen,
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Durch die Betrachtung mit Vergnügen.
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Der Bohnen wollgeorndte Zahl,
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Wächst da in einen Futteral
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Da jede in dem Fache stekket,
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Recht wol verwahrt, recht sanft bedekket.
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Ich dachte warum ist die Frucht,
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Die nur das Vieh zur Nahrung sucht:
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So fest bewahrt und eingeschlossen
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Und in den Schooten ausgesprossen?
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Es fiel mir in den Denken ein,
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Daß dieses müsse nötig seyn.
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Und daß des weisen Schöpfers Sorgen,
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Aus weisen Grund sie so verborgen.
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Die Bohnenfrucht die keimet leicht,
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Wenn man sie nur in Wasser weicht
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Und wenn sie nicht in Capseln lägen;
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So würde Nässe, Thau und Regen
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Gar häuffig in die Bohnen ziehu,
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Und daraus frische Keimen blühn;
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Die wenn sie in der Fäulung sterben
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Mit sich die ganze Frucht verderben:
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So aber da sie wol verwahrt,
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Sind sie zur Winterskost verspart,
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Dadurch das Mastvieh zu erhalten.
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O! Schöpfer alle die Anstalten,
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Die wir beschaun in der Natur
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Die geben uns so manche Spur,
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Darin wir sichtbahr sehen können,
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Laß mich dies nie mit Lust ansehn,
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Ohn deinen Nahmen zu erhöhn;
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Und seh ich deine Wundergüte;
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So gieb ein dankbares Gemüthe,
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Das dich an einem jeden Ort
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Wo es dieselbe sieht, so fort,
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Mit wahrer Herzens Andacht preise,
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Das dir die Menschenpflicht beweise!