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Ich muß hinweg! vielleicht auf ewig scheiden
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Aus diesem Kreis, der traulich mich umfing,
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Das Altarbild des Herzens muß ich meiden
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Und ach, den Freund, an dem ich innig hing.
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Zwar Liebe läßt durch keine Macht sich binden,
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Sie triumphirt hoch über Zeit und Raum;
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Ihr süßer Kuß, ihr Lächeln mag entschwinden:
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Sie lächelt fort und küßt im sel'gen Traum;
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Allein den Freund, dich werd' ich stets vermissen,
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Der an mich selbst den Glauben mir verliehn,
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Dich, der den Flor vor meinem Geist zerrissen,
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Wodurch das Glück mir Spiel des Zufalls schien.
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O staune nicht es jetzt erst zu erfahren,
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Wie nahe stets sich unsre Geister waren,
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Wie eng mit dir mein Wesen sich verflicht.
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Ich fühlt' es stets, doch sagen durft' ich's nicht,
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Um ihr Verdienst der Freundschaft nicht zu rauben;
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Wer laut und oft vom Schwur der Treue spricht,
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Der weiß, man dürf' ihm ohne Schwur nicht glauben.
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O wähne nicht, es sey ein eitler Trug,
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Daß man sich hier nur im Erinnern übe,
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Und daß für dich, für Alle, die ich liebe,
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Mein Herz schon einst in schönern Welten schlug.
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Du weißt es selbst, als du sie einst gefunden,
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Die jetzt dein Herz in süßen Banden hält,
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Die jetzt für dich rings um die ganze Welt
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Mit Liebessinn den zarten Flor gewunden,
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Der größern Reiz dem Reize noch gesellt,
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Und hinter dem, was sonst, vom Licht erhellt,
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Bedeutungslos dem Geist vorbeigeschwunden,
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Durch die Magie der Dämmerung gefällt,
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Du weißt es selbst, wie dir's im Busen tagte,
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Wie, eh dein Herz so bang und sehnsuchtsvoll
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Der Reizenden sich zu entdecken wagte,
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Dir jeder Zug in ihrem Antlitz sagte:
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Sie ist's die einst dich selig machen soll!
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Und als du jetzt mit festerem Vertrauen
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Dem Zauberkreis der Freundlichen genaht,
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Schien dir nicht da, zu fühlen und zu schauen,
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Was sie empfand und redete und that,
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Ein Seherblick in jene Frühlingsauen,
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Wo einst ihr Bild auf einem lichtern Pfad
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Vor deinen Geist im Aetherglanze trat?
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Die zarte Lust, die deine Seele fühlte,
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Die süße Pein, der Hoffnung Morgenstrahl,
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Der um der Sehnsucht bange Dämmrung spielte,
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Der reine Hauch, der deine Flammen kühlte,
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Das Zagen, das in deine Brust sich stahl;
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Nichts war dir neu; von freundlichen Gewalten
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Fand sich dein Herz umwunden und gehalten;
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Still fühltest du, daß du schon einst geliebt,
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Daß nur der Hauch der irdischen Gestalten
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Den reinen Glanz der himmlischen getrübt.
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So staunen wir, wenn je im bunten Leben
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Der Zufall uns die Bilder wiederbringt,
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Die uns schon einst im luft'gen Traum umringt.
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Vor unserm Blick sehn wir es dämmernd schweben,
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Wie Mondenglanz durch trübe Wolken blinkt:
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Doch welche Macht die leisen Ketten schlingt,
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Die uns so fest an die Erscheinung binden,
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Das sucht der Geist vergebens zu ergründen
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Und wähnet oft ein Luftgebild zu finden,
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Wo freundlich die Vergangenheit ihm winkt.
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So hab' auch ich auf jenen sel'gen Höhen,
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Wo aus der Form empor die Seele strebt,
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Wo sich, den Wink des Herzens zu gestehen,
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Nicht Arm und Arm, nein Geist und Geist verwebt,
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Dort hab' auch ich schon früher dich gesehen,
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Dort hab' auch ich in mild'rer Lüfte Wehen
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Jahrhunderte des Glücks mit dir gelebt.
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O laß uns nie den ew'gen Strahl verkennen,
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Woraus für uns der heil'ge Funke sprang!
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O mag der Flor, der trübe niedersank
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Vor jener Welt, die wir nur ahnen können,
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Uns nicht zugleich von jenem Glauben trennen,
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Von jenem Stern, den durch den Pilgergang
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Zum Führer uns die Himmlischen vergönnen,
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Wenn öde Nacht das hell're Licht verschlang!
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Damit nicht dort, wenn einst die Nebel schwinden,
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Und wir den Glanz der Heimath leuchten sehn,
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Die Geister sich entfremdet wiederfinden,
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Und das Geschenk der ew'gen Liebe schmähn.
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Schau' ich hinaus in's weite Reich der Stille,
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Wenn Dämmrung rings auf bunten Wolken schwebt,
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Und fern die Nacht in ihre dunkle Hülle
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Das irre Gold der schönern Welten webt,
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Dann blick' ich bang und sehnend in die Ferne,
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Wie im Orkan zum Strande der Pilot,
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Und schwänge gern mich auf zu jenem Sterne,
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Wo bräutlich uns der Schöpfung Morgenroth
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Die erste Lust, die erste Liebe bot.
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Dort wohnt die Ruh' im Hain an kühlen Quellen,
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Umflattert von der Weste leisem Tanz,
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Und schaukelt sich auf nie empörten Wellen
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Und flicht zum Schmuck sich manchen bunten Kranz.
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Was wilden Kampf in unsrer Brust erregte,
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Flieht ihr vorbei, wie luft'ger Träume Spiel,
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Was hier bei uns die Sinne nur bewegte,
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Das tönt bei ihr nachhallend im Gefühl.
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Fern sind von ihr Begier und wildes Sehnen,
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Sie kennt den Wunsch, den Trug der Hoffnung nicht,
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Dem innern Glück nur gelten ihre Thränen,
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Dem feuchten Blick entstrahlt ein göttlich Licht.
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Betrachtung ist ihr einziger Gedanke,
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Unschuld'ge Lust ihr einziges Gefühl,
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Und Ewigkeit ist ihres Geistes Schranke,
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Und Ewigkeit ist ihrer Freuden Ziel.
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O dürft ich mich noch einmal an sie schmiegen!
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Dürft' ich mit dir in ihrem weichen Schooß
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Noch einmal mich in süße Träume wiegen,
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Gern sagt' ich mich von allen Ritterzügen
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Nach Ruhm und Glanz und Abenteuern los.
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O dürft' ich frei aus dem Gedräng entschwinden!
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Könnt' ich mit dir, mit Jener, die dich liebt,
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Mit Jener, die auch mir sich einst ergiebt,
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Könnt' ich mit euch ein blüh'ndes Eiland finden,
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Fern von der Welt, im weiten Ocean,
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Dem Weste frei, verschlossen dem Orkan;
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O könnt' ich dort ein stilles Hüttchen gründen,
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Den regen Geist an süße Pflichten binden,
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Mich ohne Müh dem Ziel des Lebens nahn
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Und ohne Kampf den Siegeskranz empfahn!
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Dann lachten wir der trügerischen Geister,
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Für die der Mensch Altäre rings erhebt,
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Die er verehrt als seines Schicksals Meister,
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Und die er doch zu unterjochen strebt.
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Dann fühlten wir, daß Gold ein Häufchen Erde,
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Der Kampf um Ruhm ein Kampf um Sorgen sey,
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Daß nur durch sich der Mensch zum Menschen werde,
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Nicht durch den Spott erkaufter Schmeichelei.
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Dann schien' uns Lust, was jetzt wir Tugend nennen,
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Nicht wäre Lieb' uns bloß ein Sinnenspiel,
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Nie würden wir die Pflicht vom Willen trennen
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Und nie vom Geist das leise Zartgefühl.
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Dann würde mild mit ausgespannten Flügeln
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Bei uns die Ruh noch einmal heimisch seyn,
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Den ew'gen Bund mit unserm Glück besiegeln
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Und ew'gen Thau der Gluth des Lebens leihn.
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Doch ich muß fort, hinaus in's wilde Leben,
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Muß selber mir das Loos des Schicksals ziehn,
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Muß Rechenschaft den ew'gen Mächten geben,
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Die mir Gefühl und Geist und Kraft verliehn.
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Wo sich im Kampf die dichtern Wolken heben,
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Wo zweifelhaft des Sieges Schalen schweben,
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Seht ihr nicht dort die schön're Palme blühn?
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Wenn auch den Sieg die Götter uns entziehn,
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Groß bleibt es stets getrost zu widerstreben
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Und rühmlich stets am spätesten zu fliehn.
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Süß ruht es sich auf dem bewahrten Schilde,
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Wenn Wunden auch die tapfre Brust durchbohrt,
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Süß ist der Schlaf auf blutigem Gefilde,
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Wenn lange Müh den matten Blick umflort.
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Wer weibisch zagt noch eh der Streit begonnen,
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Der macht zum Gott den kurzen Augenblick,
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Nur Muth und Kraft besiegen das Geschick;
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Noch keine Schlacht ward ohne Blut gewonnen,
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Fort in den Kampf, dem Kühnen lacht das Glück!