Geht, Elegien, des beweglichen Leichtsinns süße Gespielen

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Ernst Schulze: Geht, Elegien, des beweglichen Leichtsinns süße Gespielen Titel entspricht 1. Vers(1803)

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Geht, Elegien, des beweglichen Leichtsinns süße Gespielen,
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Geht Elegien, des Gefühls süße Gespielen auch ihr.
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Amor hat euch gezeugt, und die Grazie wiegte die Kindlein,
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Und mit Blüthengedüft zog sie die Freundlichen auf.
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Fröhlich umscherztet im üppigen Strahl muthwilliger Thorheit
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Rings ihr den Freund, und den Kuß gabt ihr dem Bittenden gern,
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Wenn er euch leise genaht und euch fesselte rasch, wie des Herzens
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Laun' und des leichten Gefühls wechselnder Hauch ihm gebot.
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Ach, dann lehrtet ihr mich süßtönende Lieder, und Sehnsucht
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Lauscht' in dem einen, und Lust strahlt euch im anderen Blick.
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Aber vorbei sind Spiel und Gesang! Vor dem brausenden Nordhauch
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Zittert der Hain,
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Amor schwand, und die Grazie weint; die verwaiseten Kinder
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Müßt' ich, die reizenden, ach, kleiden in's Trauergewand.
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Doch Muthwillige ziemet ja nicht schmerzkündender Flor, und
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Lächeln würdet ihr doch, fleht' ich um Thränen euch an.
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Auf dann! Fittige schenkte der Gott euch; flattert hinweg nun,
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Sucht mir den Vater und bringt hold den Verlohrnen zurück!
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Gern wohl leihet der Grazie Huld euch den Gürtel der Anmuth;
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Fesselt den Flüchtigen nur, endlich belohnt er es selbst.
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Sagt ihm Schönes von mir, daß ich euch voll Treue gepflegt und
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Zärtlich geliebt, daß ich still, als ihr entschwunden, geweint.
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Ach, dann kehrt er zurück, und die Grazie lächelt noch einmal,
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Und das verlassene Spiel spiel' ich von neuem mit euch.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ernst Schulze
(17891817)

* 22.03.1789 in Celle, † 29.06.1817 in Celle

männlich, geb. Schulze

deutscher Dichter der Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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