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Indem ich jüngst durch einen Wald,
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Und dessen liebliches Gebüsche,
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Der kühlen Schatten Aufenthalt,
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In einem angenehmen Wetter,
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Vergnügt spatzier, und mich erfrische;
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Erblick ich, durch die jungen Blätter,
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Der Sonnen flammende Gestalt,
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Bey ganz entwölktem Untergehn,
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Auf einmal wunder-wunderschön.
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Es flammte durch das zarte Grün,
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Das schöner, als Smaragden, schien,
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Ein Strahl, der röhter, als Rubien.
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Es fiel ein wirklich himmlisch Licht,
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In diesem Glanz, mir ins Gesicht.
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Ich rief verschiedne zu mir her,
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Zeigt’ ihnen dieses güldne Meer,
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Woraus beständig Strahlen quillen,
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Die Himmel, Welt und Augen füllen.
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(ach, füllten sie auch unsre Brust!)
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Sie sahn es auch mit Freuden an;
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Allein es war um ihre Lust,
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In einem Augenblick, gethan.
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Sie sagten: Ey! o das ist schön!
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Und kehrten darauf allgemach
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Sich abwerts, wie ich fast noch sprach,
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Und liessen mich alleine stehn.
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Ich stutzte und betrübte mich,
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Ob dem Betragen, innerlich.
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Wie? rührt denn selbst des Himmels Licht,
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Rief ich, der Menschen Seelen nicht?
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Das heut so wunderschön zu spüren;
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Was soll, was kann sie denn doch rühren?
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Wer wundert sich, daß, von der Erden,
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Die Wunder nicht empfunden werden;
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Da sie selbst, vor der Sonnen, blind,
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Fühl- Acht- ja gleichsam Sinn- los, sind.
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Es scheint, dieß überführ’ euch ganz:
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Der Erden Pracht, des Himmels Glanz
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Sey für uns Menschen nicht gemacht,
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Wie wir doch sonst so schwülstig wollen.
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Denn wenns für euch, und GOtt zur Ehr
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Hervorgebracht und worden wär;
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So hättet ihrs auch merken sollen,
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So hättet ihrs empfinden, wissen,
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Euch freuen, und GOtt danken müssen.
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Jhr stürzt demnach euch selbst vom Thron
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Des Vorrechts, vor den andern Thieren,
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Als welche, von des Schöpfers Werken,
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Die Pracht nicht weniger bemerken,
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Nicht in geringerm Grad verspüren.
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Denn wahrlich, weniger als ihr,
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Vergnüget sich, an aller Pracht
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Deß, was von GOtt hervorgebracht,
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Zu Seinem Ruhm, kein einzigs Thier.
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Ja, wenn wir auch, zu GOttes Ehren,
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In allen Dingen, fühllos wären;
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So sollt’ euch doch der Sonnen Glanz
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Allein, aus eurer Schlafsucht ganz,
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Wenn wir uns, an den güldnen Schätzen
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Der untergehnden Sonn’, ergetzen;
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So sollt’ es fast nicht möglich seyn,
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Daß uns ihr Glanz nicht sollte rühren.
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Es zwingt uns fast ihr Wunderschein,
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Wir müssen eine Gottheit spüren.
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An ihr ist alles ungemein.
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Was in dem Meer, was auf der Erden,
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Kann nicht mit ihr verglichen werden.
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Sie ist das, was sie ist, allein.
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Doch sinds nur wahre Menschen-Augen,
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Die GOtt darinn zu finden taugen,
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Und, Jhn zu ehren, fähig seyn.