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Man sah annoch auf grünen Feldern, vom jüngst gefall-
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Ein durch der Dämmrung graues Licht gefärbtes saftigs
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Das Morgenroht fing eben an, der Berge Gipfel zu ver-
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Des glatten Wassers Fläche gleichfalls die nahen Vorwürf’
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Die Mücken machten denen Fliegen, dem Licht die dunklen
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Der Vögel gurgelnde Gesang erschallte fast von jedem Baum;
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Als ich, nachdem ich wohl geruht, mich fröhlich auf das Feld
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Und, halb erstaunet, an der Pracht der Creaturen mich
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Wie nun der Cörper Seel’ und Wonne, der Sonnen Licht
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Der Erden Fläche ganz befloß, und Wälder, Felder, Berg’
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Ins helle Licht-Reich eingetreten; ward alles, was das Aug’
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Mit einem mehr als irdschem Glanz, verklärt, erleuchtet
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Man sah bereits den Sonnen-Strahl sich mit der grauen
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Und ihn vom nassen Felde schon der Wolken Thränen gleich-
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Die Welt, durch ihr erquickend Feuer und heitern Schimmer
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Ward überall mit einem Glanz, wodurch sich, samt den grü-
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Der Kräuter und der Bluhmen Heere, recht, als aufs neu
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Und der auf ihren Blättern schwebet, mit einer grünen
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Es streckte nah an diesem Walde, voll Nahrungs-reicher
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Ein angenehmer grüner Hügel den bunt-beblühmten Rücken
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Von vielen Wollen-reichen Heerden und Horn-Vieh schien
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Der Seiten sanfter Abhang glänzt’ vom gelben reifenden
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Dort sah man weisse, fette Schafe beschäftiget, das feinste
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Mit regem Zahn und kurzem Ruck, von unten aufwerts
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Dort, durch verwachsne dunkle Büsche, oft muntre junge
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Hier, wie so manches glatte Kalb das Laub von schlanken
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Da, das poßierliche Geschöpf der bärtigen, gehörnten
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Hier eine Menge satter Küh’ gestreckt, in frischer Kräutern,
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Und, ohne den geringsten Schein, von Unruh Gram und
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Auf angenehm-beblühmten Rasen,
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Mit kräftig-schnaufendem Getön,
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Theils stehn und wiederkau’n, theils graser.
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Hier sieht man manchen raschen Gaul, voll Muht, den
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Des Halses wallendes Gepränge, die Mähne, hin und wieder
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Bald, mit gestrecktem leichten Fuß, durch Büsch’ und über
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Bald wieder, mit gespitztem Ohr, hell-wiehernd plötzlich
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Und, als mit einem Hohn-Geschrey, die ihn beschauen, auch
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Als ob er sie zum Wettlauf locken, und ihrer spotten wollt,
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Daß andre, mit gesenktem Haupt, Klee, Bluhmen, Gras
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Mit knarschendem, geschärftem Biß, und, um die Fliegen zu
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Mit dem behaarten regen Schweif sich stets die glatten
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Des Rohr- und Binsen-reichen Bachs, als in beweglichen
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Sieht man, vom angestrahlten Vieh, das theils im bunten
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Theils stille seht und wiederkau’t, im Wiederschein, die Bilder
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So deutlich, als in einem Spiegel. Es spiegelt sich zu
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Der nahe Busch, und füllt das Wasser mit einer grünen
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Daß man, vom Baum, den Schatten-Baum kaum kaum
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nur unterscheiden kann.
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In diesem klaren Wasser-Spiegel, in diesem dunkel-
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Wodurch das Bild der bunten Heerde noch deutlicher erhoben
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Erblickt man eine neue Schönheit, da oft ein Wasser-Liljen-
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Ein hell-grün Inselchen formiert, und, nebst noch kleinern
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Bald an dem Fuß vom hellen Schilf, und bald bey dunkel-
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Die schöne Landschaft noch verschönert, indem sie von der
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Der gleichsam übers Wasser gleitet, allein nur angestrahlet
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Seht, wie bald hier ein helles Grün, bald dort ein lieblich-
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Das hier am jungen Schilf am Ufer, und dort in bunten
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Die klar’ und grüne Dunkelheit, die auf der glatten Fläche
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Ja, unser Auge fast bezaubert, mit holdem Wechsel unter-
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Und, durch den Gegensatz, erhebt. Kurz, scheint nicht dieses
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Von der formierenden Natur, ein recht formiertes Spiegel-
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Um nicht allein der Erden Schmuck, Laub, Bluhmen, Bäume,
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So gar des Himmels hellen Schmuck, den Schöpfer desto
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In solchem hellen Wiederschein, gedoppelt angenehm zu
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Wer nun, bey solchem hellen Morgen, der schönen Erde
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Wie alle Creatur, verjüngt, in einem bunten Schimmer
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Wie kann der ungerühret bleiben, wie kann der, kälter als
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Vor aller Schönheit grossem Ursprung, ohn’ Ehrfurcht,