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Ueber den kämpfendeu Schaaren,
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Leitend der Schlachten Geschicke,
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Gleich blitzschleudernden Aaren
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Schweben der Feldherrn Blicke,
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Ruhn auf dem eigenen Volke,
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Spähn nach des Feindes Fahnen,
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Bohren durch Risse der Wolke,
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Staubs und Rauches die Bahnen,
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Mühn sich, bis in die Seele
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Selbst des Gegners zu dringen,
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Daß auch, was er verhehle,
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Sichre ihr eignes Vollbringen.
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Trefflich hat in Busch und Feld
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Vorhut und Massen der Feind gestellt,
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Reitervolk und Geschütze klug
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Dem entscheidenden Punkt gesellt,
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Wald und Lichtung gut benützt,
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Daß sich der Kolonnen Zug
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Frei bewege und doch geschützt;
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Und wie wohlberechnet schlau
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Schanzen errichtet und Verhau,
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Selbst des Stroms treulose Wogen
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Dienstbar in seinen Bund gezogen!
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Doch was klar der Meister erdacht,
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Groß und ganz sein Geist erschaut,
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Wird, der Menge anvertraut,
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Leicht zerbröckeln unvollbracht;
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Ist ein Faden nur gerissen,
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Schwer wird das Geweb' ihn missen;
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Und versagt nur eine Hand,
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Locker wird das ganze Band. –
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Jetzt im Feindesheere Lücken
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Sieht und nützt der Feldherr hüben:
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»auf! Jetzt muß das Wagniß glücken!
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Rasch den Stoß in Feindesrücken!«
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Rasch doch ist auch jener drüben,
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Führt mit Wucht den Gegenzug,
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Füllt die Lücken wie im Flug;
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Durch den trüben Nebeltag
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Dringt sein Falkenaug' und mißt
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Jedem Schlag den Gegenschlag,
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Jeder List die Gegenlist.
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Aber Eugen kann's nur loben,
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Was mit Leid er soll erproben,
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Und den Geist, mit dem er ringt,
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Fühlt er eignem Geist verwandt,
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Reichte, die das Schwert jetzt schwingt,
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Jenem gern als Freundeshand,
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Neigt die Stirne kranzumlaubt
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Vor dem edlen Feindeshaupt.
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Wer den Schwächern niederzwang,
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Ward darum nicht selber stark,
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Leichter Sieg wird Untergang,
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Lähmt den Arm und frißt am Mark;
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Doch wer mit dem Stärkern ringt,
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Selbst ein Starker, fühlt die Kraft
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Frisch am Widerstand beschwingt,
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Wachsen an der Gegenkraft. –
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Stund um Stunde währt das Ringen,
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Unermüdlich mäh'n die Klingen
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Und die Menschengarben fallen,
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Doch ersteht ihr Rächer allen.
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Horch, ein Prall in dem eisernen Knäule!
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Sieh, welch mächtige Staubessäule!
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Ha dort sprengt mit Wetterstreichen
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Eugens Panzerschaar die Flanken
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Und der Franzmann kommt ins Wanken,
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Die gelösten Rotten weichen.
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Mitten doch im Kugelregen,
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Im Gewog' und Kampfgedränge
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Leuchtet Villars' Heldendegen,
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Rückzugswege macht er frei,
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Springt Verwundeten hilfreich bei,
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Bleibt in Siegen und Niederlagen
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Eingedenk, daß er im Sohne
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Auch ein Mutterleben schone.
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Plötzlich rings um ihn welch Klagen,
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Welch ein markerschütternder Schrei!
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Weh, den Feldherrn traf das Blei.
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Noch, auf der Sänfte fortgetragen,
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Wacht er über jedem Leben,
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Das in seine Hut gegeben;
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Denn das Eigen ist's so Vieler,
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Das auf diesem Zahltisch gilt,
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Das Gepräg' mit Gottes Bild
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Viel zu gut für wüste Spieler! –
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Und es sieht der Feldherr hüben
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Ihn die milden Thaten üben;
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Auch der Gegner muß es preisen,
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Daß der tapfre Mann von Eisen
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In der Brust ein Herz auch trägt,
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Wie's ihm selbst im Busen schlägt,
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Das im rauhen Werk der Schlacht
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Menschlich fühlt und liebvoll wacht;
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An solch Herz wohl möcht' er fliegen
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Und in jenen Armen liegen.
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Wo sich große Seelen messen,
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Ist der Kleinen Zwist vergessen;
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Während sich die Massen morden,
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Sind die Feldherrn Freunde worden;
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Und das ganze Schlachtenwetter,
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Trommelgewirbel und Horngeschmetter,
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All dieß Rasseln, Knattern, Rollen,
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All dieß Jauchzen, all dieß Grollen
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Schmilzt im großen Weltaccord
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In ein einzig glorreich Wort,
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In den Vollklang aller Ehren,
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In den Seelengruß zusammen,
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Den sich über kämpfenden Heeren
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Gottverwandte Herzen senden.
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Und die Zungen lodernder Flammen
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Und die Blitze von leuchtenden Bränden,
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All die glühenden, sprühenden Schrecken
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Werden feurige Freundesarme,
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Die sich über dem tobenden Schwarme
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Geister des Lichts entgegenstrecken.