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Indem ich jüngst, auf einem kleinen Hügel,
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Am flachen Elbe-Strande, steh',
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Und, wie der glatten Fluthen Spiegel
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Sich sanft vorüber ziehet, seh';
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Erblick' ich, auf dem sich sanft senckenden Gewässer,
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Ein grosses wohl beseegelt Paar
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Sehr starck-bemannter Wasser-Schlösser,
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So zu dem Wallfisch-Fang bestimmet war;
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Wie beyd', in stiller Fahrt, die Fluthen theilten,
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Und, Land und Strand vorbey, gemählig See-wärts eilten.
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Indem ich nun von ihrer Reise
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Den weit entfernten Zweck erwege,
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Die, auf so manche Art und Weise,
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Sie drohende Gefahr, mit Grausen überlege:
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So fällt mir die Betrachtung bey:
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Ich dencke, wie es möglich sey,
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Daß diese Reisende der schönsten Frühlings-Zeit,
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Und da der Erde Schmuck sich stündlich fast vermehrt,
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Da Wald und Feld bey uns, in solcher Lieblichkeit,
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Bey aufgeklärten Lüften, blühen,
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So gantz gelassen sich entziehen,
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Um sich den ungestühmen Wellen
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Der unergründlich tiefen See,
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Des Winters Wuth, Reif, Hagel, Frost und Schnee
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Und Boreas Gewalt, in Grönland, bloß zu stellen.
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Mich deucht, als ob ich sie,
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In schwartzer Luft, die bloß durch Schnee-Gestöber grau,
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Auf tausend Art bereits beschäfftigt schau';
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Wie sie, mit starrer Hand, und mit verwegner Müh',
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Sich, zwischen Eis-Gebürg- und abgerissnen Schollen,
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Die krachend überall in strengen Strudeln rollen,
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Mit mehr als tödtlicher Gefahr, begeben,
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Und, in entstand'nem Sturm, bey Rasen, Wüten, Sausen
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Der Winde, beym Gebrüll, Geknirsch, Geheul und Brausen
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Der Wellen, zwischen Meer- und Wasser-Wundern, schweben.
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Geliebter Leser! laß uns nun
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Dem Schreck-Bild' unsern Stand entgegen setzen:
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Du kannst in Sicherheit, auf deinem Bette, ruhn,
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Du kannst, im Feld und Wald, auf Bluhmen, dich ergetzen,
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Du kannst, in warmer Luft, wenn laue Winde wehn,
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Auf einem sichern Boden gehn.
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Ach! laß uns dieses denn doch vor ein Glücke schätzen!
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Ach! laß uns oft den Unterscheid besehn,
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Und, in Erkenntlichkeit, des Schöpfers Huld erhöhn!
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Indessen wünschen wir den Arbeit-sel'gen Leuten,
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Auf ihrer schlüpfrigen, beschwerlich-rauhen Bahn,
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Zu ihrer Reise Glück von gantzem Hertzen an,
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Daß sie, was sie gesucht, in Ueberfluß erbeuten!