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Da aber nun der Schnee zu schmeltzen angefangen,
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So ist die Schlitten-Lust zugleich mit untergangen.
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Indeß hat mancher sich in grosse Schuld gesteckt,
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Wie beygelegter Brief weitläufftiger entdeckt:
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weil ich weiß, daß sie mich zärtlich lieben,
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So hab ich auch an sie hier diesen Brief geschrieben:
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Der Zustand, wo ich bin, ist überaus betrübt,
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Wenn nicht ihr guter Rath mir einen Beytrag giebt.
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Als letzt ein derber Schnee in unsrer Stadt gefallen,
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Und ich die Schlittenfahrt mit Schellen hörte schallẽ,
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So dacht ich bey mir selbst, du wilst kein Pinsel seyn,
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Und satzte mich sogleich in einen Schlitten ein.
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Das Ding gefiel mir wohl, ich that es alle Tage,
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Es hieng mir gleichsam an, als eine Fieber-Plage,
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Nun aber, da es aus, so ist der Beutel leer;
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Ach! wer nur nicht so viel dabey noch schuldig wär.
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Hier überschick ich ihm die Sum̃a meiner Schulden:
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Auf meine neue Uhr stehn ein und zwantzig Gulden,
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Sechs Hemden schickt ich auch zu meiner Wäscherin
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Der ich vor dieses mahl vier Thaler schuldig bin.
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Das rothe Soñtags-Kleid mit silbernen Balletten,
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Mein goldner Pathen-Ring, die Spitzen-Hand-
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Der Struv, der grosse Hopp, Bergers
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Schilteri Synopsis Juris Canonici,
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Der seidne Cammer-Rock, (und nehmen sies nicht
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Carpzovi Opera, und meine grosse Bibel,
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Und alles, was bey mir nicht allzu mangelhafft,
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Steht, wie ein Pursche sagt, ietzt zur Gevatterschafft.
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Die Leute drohen mir, sie wollen mich verklagen,
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Dem Vater darf ich nichts von meinem Unglük sagẽ,
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Herr Vetter, thun sie doch die Gütigkeit an mir,
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Zwey hundert Thaler Geld kan alles wieder heben.
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Ich hörte dieses Jahr gantz
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Ich weiß, so thät ihm auch der Wechsel nicht so weh.
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Ich bitte noch einmahl, sich meiner anzunehmen,
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Die Schuldner werden mich sonst ehistens beschämẽ.
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Doch ihre Gütigkeit verspricht mir wieder Ruh.