2.

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Moritz von Strachwitz: 2. (1834)

1
Ein Spiegel von bösem Schimmer,
2
Das ist Dein Auge blau,
3
Darin ich nimmer und nimmer
4
Und nimmer mich müde schau'.

5
Doch ob ich schaue und schaue,
6
Viel Gutes erseh' ich mir nicht,
7
Nie spiegelt sich unter der Braue
8
Mein eigenes Angesicht.

9
Zwei fremde Augen sind es,
10
Die sehen mich spottend an,
11
Im Auge des schönen Kindes,
12
Da malt sich ein fremder Mann.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Moritz von Strachwitz
(18221847)

* 13.03.1822 in Stoszowice, † 11.12.1847 in Wien

männlich, geb. Strachwitz

deutscher Balladendichter

(Aus: Wikidata.org)

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