Noch ist die Freiheit nicht verloren

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Robert Eduard Prutz: Noch ist die Freiheit nicht verloren (1844)

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Noch ist die Freiheit nicht verloren,
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Noch sind wir nicht, nicht ganz besiegt:
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In jedem Lied wird sie geboren,
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das aus der Brust der Lerche fliegt;
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sie rauscht uns zu im jungen Laube,
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im Strom, der sich durch Felsen drängt,
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sie glüht im Purpursaft der Traube,
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der brausend seine Bande sprengt.

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Der sei kein rechter Mann geachtet,
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dem lohne nie der Jungfrau Kuß,
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der nicht aus tiefster Seele trachtet
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wie er der Freiheit dienen muß.
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Das Eisen wächst im Schoß der Erden,
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es ruht das Feuer in dem Stein –
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Und wir allein solln Knechte werden?
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Ja, Knechte bleiben, wir allein?

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Laßt euch die Kette nicht bekümmern,
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die noch an eurem Arme klirrt:
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Zwing-Uri liegt in Schutt und Trümmern,
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sobald ein Tell geboren wird!
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Die blanke Kette ist für Toren,
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für freie Männer ist das Schwert:
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Noch ist die Freiheit nicht verloren,
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solang ein Herz sie noch begehrt.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Robert Eduard Prutz
(18161872)

* 30.05.1816 in Stettin, † 21.06.1872 in Stettin

männlich

deutscher Schriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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