Hochzeitsgedicht für Heinrich Gottfried Koch und Demoiselle Buchner

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Friederike Caroline Neuber: Hochzeitsgedicht für Heinrich Gottfried Koch und Demoiselle Buchner (1728)

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Die Gesellschafft zu verehren,
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Läst sich meine Muse hören;
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Die sonst schlecht und heischer singt,
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Und nicht viel zusammen bringt,
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Doch ich will es immer wagen,
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Und getrost die Meynung sagen.

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Braut und Bräutgam ehr ich schweigend!
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Denn mein Fleiß ist überzeugend:
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Daß ihr Glück auch mich erfreut.
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Ich thu ihnen nichts zu leyd,
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Und sie werden nichts verüben
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Das mich künftig könt betrüben.

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Hochzeitreime hinzuschreiben
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Und dabey im Schranken bleiben
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Ist ein schweres Werk vor mich.
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Darum wollen du und ich,
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Lieber Leser! darauf denken,
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Was uns die Vernunft wird schenken.

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Mir will sie den Einwurf machen,
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Daß ich zwar zu hohen Sachen
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Nicht geschickt und würdig bin,
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Dennoch spricht sie: Schreib nur hin!
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Wies die Redlichkeit verlanget,
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Wenn sie nicht mit Schminke pranget.

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Dich, mein Leser! läst sie bitten,
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Wenn ich etwas überschritten
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Und nicht alle Regeln gab,
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Rechne fein vernünftig ab,
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Wenn zuweilen auch dein Leben,
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Uns kan wenig Regeln geben.

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Alle Stände durchzugehen,
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Ihren Wehrt recht einzusehen,
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Macht den klügsten Mann zu thun,
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Und ich untersteh mich nun
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Auf den Schauplatz alle Sachen
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Rein und känntlicher zu machen.

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Ist der Vorwitz nicht zu kühne
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Daß ich mich des Rechts bediene,
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Daß sonst Männern nur gehört,
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Wenn mein Fleiß die Boßheit stört,
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Wenn ich allen Lastern fluche,
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Und die Tugend eifrigst suche.

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Ja, spricht offt die Welt mit Lachen,
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Du willst uns ein Stückgen machen
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Das der Tugend Titul führt,
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Weist du denn was ihr gebührt?
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Doch du nennest ihren Namen
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Und weist listig nachzuahmen.

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Laß der Tugend ihre Seyde
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Von dem schlechten Narrenkleide,
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Du und sie sind nicht verwant,
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Sie ist dir gar nicht bekannt,
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Dir gehört ein schlechtes Leben,
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Und dich allen Preis zu geben.

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Was? ein Schauspiel? ein Gedichte?
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Hätt den Eindruck, das Gewichte,
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Daß ein reines Herz dabey
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Edel, klug, vernünftig sey?
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Nein! wahrhaftig diese Leute
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Müssen auf die linke Seite.

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Denkt: wo seyd ihr hergekommen,
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Euer Ursprung ward genommen
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Von dem wilden Bachus Fest
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Das kein Laster übrig läst,
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Wo man in der Wollust wühlen
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Taumelnd singen stumm kont spielen.

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Ey, sind das nicht schöne Gründe?
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Wird die Tugend da zum Kinde,
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Wo die Laster Mütter sind?
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Geht doch; helfft dem guten Kind
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Auf dem Schauplatz auf die Beine,
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Der allein ist keusch und reine.

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Der ist unser Sittenrichter,
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Der verziert uns die Gesichter
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Wenn der Stellung was gebricht.
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Folgt dem Lehrer, hört ihr nicht?
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Seht ihr nicht die großen Thaten
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Die des Staats verbeßrung rathen?

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Welt und Laster muß ich schweigen!
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So müst ihr mir das bezeugen,
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Daß der Hohn euch mehr betrifft,
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Saugt ihr doch aus Rosen Gifft;
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Sind doch alle Himmels Lehren
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Viel zu schwach / Nicht genug euch zu bekehren.

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Tret ihr doch das Kraut mit Füssen
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Das euch sonst erhalten müssen
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Das euch zur Gesundheit dient.
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O! wer sich so viel erkühnt,
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Selbst sein Gutes zu verachten,
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Mag mich nimmer schlecht betrachten.

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Ihr habt Recht: doch euch zur Schande
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Daß ihr offt in größern / bessern Stande
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Noch viel kleiner / wilder seyd als ich,
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Glaubt: ich Arme kenne mich,
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Und dürft ich euch käntlich machen,
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Gäb es öffters viel zu lachen.

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Wenn wir an den Ursprung denken,
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Müssen wir uns alle kränken,
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Denn der Mutter Erde Schooß
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Zieht uns wahrlich alle groß,
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Kriegt gleich mancher mehr zum Kleide,
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Spinnt ihm doch der Wurm die Seide.

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Wer die alte Wahrheit liebet
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Und die neue nicht betrübet
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Denkt zuweilen auch an sich:
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Mein! warum erheb ich mich?
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Darum: daß die andern lachen
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Und aus mir ein Mährgen machen.

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Welt und Laster! seyd gebethen,
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Wenn ihr etwas übertretten
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Meßet mir die Schuld nicht bey,
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Fehlt ihr: so gestehts auch frey!
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Denn im Spiegel sind die Flecken
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Nicht so künstlich zu bedecken.

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Ich mag euch nicht mehr beschämen,
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Und ihr könnt kein Vorbild nehmen,
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Wenn gleich Treu und Redlichkeit
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Euch dazu den Weg bereit.
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Nun so bleibt: ich kann euch leyden
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Und will euch doch ewig meiden.

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Last der Schauspielkunst die Ehre,
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Und gestehts: daß ihre Lehre
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Wenn sie rein, vernünfftig ist,
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Sehr viel Gutes in sich schliest,
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Wer nicht sieht, nicht hört, nicht fühlet,
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Diesen wird auch nicht gespielet.

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Nun ich seh, ich kan im Schreiben
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Nicht gar wohl im Schranken bleiben,
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Drum ists besser: Ausgemacht!
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Koch hat sich erst lang bedacht,
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Fest entschloßen, fest gewehlet,
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Daß ihm nur mein Wunsch noch fehlet.

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Der soll ihm zu statten kommen,
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Was er heute vorgenommen,
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Seegne Gott mit seiner Hand,
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In dem neu erwehlten Stand;
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Wie ich ihm das beste gönne,
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Und mich heute Mutter nenne.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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