Hier war mein Herz schon längst

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Ludwig Tieck: Hier war mein Herz schon längst Titel entspricht 1. Vers(1813)

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Hier war mein Herz schon längst,
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In deiner Heimath, o lieblichster Correggio,
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Jetzt betret' ich die Bühne deiner Kunst, Holdseliger,
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Du, von allen Musen und Grazien,
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Von den Göttern geliebter froher, herrlicher Allegri!

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Schon seit Jahren nährt mich deiner Begeistrung Wein,
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Wie oft schaut' ich in Träumen dein edles Schaffen,
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Sprach mit dir, vernahm den Ton deiner Stimme,
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Gerührt von deiner Freundlichkeit erwacht' ich.

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Hier nun, wo dein hoher Geist
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Zwei Tempel mit Pracht und tiefen Sinn geschmückt,
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Fehlt mir fast in brünstiger Liebe
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Die Kraft und Ruhe, deine Rede ganz zu vernehmen.

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Welcher Genius hat dir alle Schätze entriegelt?
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Alle Gebilde der Welt traten dir entgegen,
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Und gaben sich dir zu eigen, und freundlich
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Hast du mit ihnen die frohe Haushaltung getrieben.

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Das war ein muntres Getümmel,
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Als die lachenden Engelchen dir die Farben reichten,
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Hohe Geister dir als Modell in ihrem Adel standen,
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Und Musik des Himmels dazu mit Macht erklang.

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Sage doch Keiner, er habe Italien gesehn,
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Rühme sich Keiner, ihm sei das Höchste vertraut,
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Wähne doch Niemand, das Geheimniß der Kunst geahndet zu haben,
25
Der dich nicht, Parma, und deinen Dom besucht.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Tieck
(17731853)

* 31.05.1773 in Berlin, † 28.04.1853 in Berlin

männlich, geb. Tieck

deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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