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Wie ich wieder auf die Gasse trete,
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Aus dem hellerleuchteten Saal,
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Ist mir, als sei ich gewürdiget worden,
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Eine Götterversammlung zu schaun.
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Oft schon vernahm ich in Rom
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Des Improvisatoren Kunst,
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Und mehr oder minder gerührt,
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Erfreut, gelangweilt oft,
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Verließ ich die Academie.
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Ein Aufruf zieht mich heut in diese Zimmer,
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Und ein Jüngling wandelt sinnend auf und ab,
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Allgemach füllt sich der Raum,
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Und Herren und ältliche Frauen,
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Vor allen aber junge blühende Mädchen
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Schmücken die Sessel umher.
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Vor mir prangen zwei Schönen,
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Von glänzenden Schultern, Nacken und Brust
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Scheu sich niederschlägt und immer wieder
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Dem Quell des Glanzes entgegen eilt.
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Aber welche Schönheit der Form!
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Pallas wähn' ich, und Juno zu schaun,
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Des Olympus Götterbilder.
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Und wie ich frage und scheu nur antworte,
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Erglänzt im freundlichen Gespräch
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Der edle Geist im geflügelten Wort,
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Von glänzenden Lippen und Augen.
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Jetzt beginnt des Sängers Lied,
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Der Kampf und Tod der thebanischen Brüder,
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Eteokles und Polynikes, wird
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Leichte Accorde des Flügels begleiten die Rede,
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Erst, wie die Zwietracht sie entfernte,
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Die Sprossen des schuldbelasteten Bettes,
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Des eigenen Vaters Söhn' und auch Brüder,
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Dann wie die Furie eifriger schon
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In Haß und Wuth den Widerwillen wandelt.
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Endlich beginnt der tödtliche Kampf,
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Jeder bereit den blutsverwandten Gegner
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Zu den Schatten hinab zu senden.
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Panzer und Schilde schirmen zuerst
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Das Bruderherz gegen des Bruders Schwerdt,
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Doch endlich fängt der Leib
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Keiner will merken wie mit dem Blut
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Die Kraft ihm entströmt,
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Jeder trotzt der eignen Schwäche und höhnt den Schmerz,
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Facht doch des Feindes Augenglanz
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Den matter brennenden Haß,
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Der tödliche Stahl hat schon sie durchbohrt,
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Der jüngere stürzt zuerst,
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Der ältere ihm nach, mit Lächeln im Antlitz,
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Regungslos liegen sie da,
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Kein Schwerdt erreicht das andere mehr,
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Die Blicke suchen sich feindlich im Todesdunkel,
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Und nur der Wille noch schlägt und mordet,
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Der Seufzer verwünscht noch;
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Jetzt athmen sie das letzte Röcheln,
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Und die beiden Blutströme
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Ist es neuer Kampf und nach dem Tode Wuth,
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Ist es die Sühne des Bruderherzens?
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Es wuchs die Stimme mit jedem Vers,
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Begeistrung erhob den trunknen Jüngling,
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Sein Auge Feuer, Wohllaut sein zitternder Mund,
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Nicht sann er mehr, nicht kannt' er
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Die Flammen, die aus seinem Busen sprühten.
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Und Aller Augen im Saal
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Erglänzten hell wie die seinen,
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Und Thräne fiel auf Thräne
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Aus den schönsten nieder.
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Wie? Auch Pallas und Juno weinen?
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Da sah ich in ein liebliches Bad,
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In welchem Amor die Flügel netzte,
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Da senkt er seinen Pfeil in's Thränenlächeln,
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Und ich mußte entfliehn,
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Denn niemals soll ein Sterblicher
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Den Kampf mit Göttern wagen.