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Herr Bruder, ach die Nacht wird lang,
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Der Winter kommt gekrochen,
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Drum geh ich auf den Vogelfang,
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Hannß mag sich Thee-Kraut kochen.
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Mein Engel, gieb die Nadel her,
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Es kommt wohl nicht von ohngefehr,
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Wenn Jungfern nicht viel nütze.
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Was ißt der Herr zum Morgen-Brodt?
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Candirte Lämmer-Schwäntze,
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Vorm Drachen uns bewahre GOtt,
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Die Mägdgens tragen Kräntze.
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Mein Herr, will er was neues sehn,
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Und will auch mit zu Felde gehn,
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Wo sie im Finstern streiten:
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Drum schenckt der Braut ein Ordens. Band,
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Sie darff sich nicht bedancken,
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Wer wolte darum zancken.
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Bey Fetz ist eine neue Tracht
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Von Mützen erst erfunden,
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Die braucht ein Ehmann in der Nacht,
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Und sonst bey müßgen Stunden.
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Die alten Ziemer fänget man
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Mit Netzen und mit Stricken.
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Es lässet sich mit rücken.
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Gebratne Würst und Sauerkraut
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Sind gut vors kalte Fieber,
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Ey wie dem armen Kinde graut,
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Sie hält die Hände drüber.
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Es geht recht närrisch in der Welt,
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Mops will Satyren schreiben.
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Was thut der Teutsche nicht ums Geld,
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Die Mäuse zu vertreiben?
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Bürstinchen weiß sich trefflich viel
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Mit ihrer Klapper-Mühle,
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Hannß Dampff gerieth ins Damen-Spiel,
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Da wars verzweiffelt schwüle.
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Die Läuse hintern Ohren,
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Das Wasser ist gefrohren;
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Zwar steht das Wasser-Häußgen noch,
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Doch laß dich nicht erwischen,
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In einem ausgeschöpfften Loch
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Giebts weiter nichts zu fischen.
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Gebt Toback und Sartellen her,
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Ich will nach Haarburg reisen,
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Ob gleich der Beutel ziemlich leer,
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Ist doch mein Spieß von Eisen.
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Ein alter Fuchs kam nach Athen
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Und machte Querllereyen,
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Um seine Schwermereyen.
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Damit er könnte, nebst Latein,
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Caldaunen und ein altes Weib
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Sind gut vor böse Winde,
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Drum spiele ich zum Zeitvertreib,
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Soldaten macht der Degen kund,
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Wohl auf dem Garten-Hause,
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Ey! Bruder, mach es nicht zu bund,
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Der Mann kommt bald vom Schmause.
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Das Bürsten ist gewißlich gut,
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Zumahl vor fromme Weiber,
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Hier kommt der Esel-Treiber.
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Die rothe Farbe ist beliebt,
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Ich trage schwartze Kleider,
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Und wenn es nichts zu flicken giebt,
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Bin ich ein armer Schneider.
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Das sah ihr künfftger Ehe-Mann,
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Drum tranck er Thee mit Sahne,
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Damit ihm keine Ubligkeit
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Den Magen schwächen möchte,
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Wenn er ihr etwa Messens-Zeit
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Ein sauber Hals-Tuch brächte.
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Vor Fastnacht hinter Babylon,
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Geht man im Schnee zu Fusse,
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So thun die Nonnen Busse.
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Sonst zahlt man vor ein Murmelthier,
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Zwey Mandel Nasen-Stüber,
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Doch kriegt ein Hüpel-Junge hier,
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Noch ein paar Dutzend drüber;
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Drum sperr dich künfftighin nicht mehr,
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Und sprich, der Korb ist fertig,
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So bleibest du bey deiner Ehr,
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Denn allzuscharff macht schärttig.
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Wie wär mir denn? Ey! hörn sie doch,
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Ich liebe sie von Hertzen,
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Ein Bräutgam pflegt um neune noch
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Mit seiner Braut zu schertzen.
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Sieh da, ietzt kam ich auf die Braut,
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Ich könte Jungfer sagen,
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Doch Jungfer klingt wie Sauer-Kraut,
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Sie möchte mich verklagen,
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Als Jungfer gieng sie zwar zur Ruh,
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Heut trägt sie Haub und Schürtze,
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Drum setz ich liebe Frau dazu,
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Das schmeckt wie süsse Würtze.
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Wie? Ist sie denn zur Frau gemacht?
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Zwar mag ich es nicht wissen,
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Hat er den Crantz zerrissen?
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So steht es ihm nun künfftig frey,
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Sie mit zu Bett zu führen,
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Drum stimmt man andern Gästen bey,
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Mit seiner jungen Frauen,
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So können wir bald, wenns GOtt fügt,
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Sein Bild in Windeln schauen.