Willkommen, grössester Gedanke

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Ludwig Tieck: Willkommen, grössester Gedanke Titel entspricht 1. Vers(1813)

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Willkommen, grössester Gedanke,
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Der hoch zum Gotte mich erhebt!
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Es öffnet sich die düstre Schranke,
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Vom Tod genes't der matte Kranke
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Und sieht, da er zum erstenmale lebt,
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Was das Gewebe seines Schicksals webt.

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Die Wesen
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In trüber Ferne liegt die Welt,
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Es fällt in ihre dunkeln Schachten
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Ein Schimmer, den wir mit uns brachten:
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Warum sie nicht in wilde Trümmer fällt?

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Ich komme mir nur selbst entgegen
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In einer leeren Wüsteney,
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Ich lasse Welten sich bewegen,
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Die Element' in Ordnung legen,
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Der Wechsel kommt auf meinen Ruf herbei
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Und wandelt stets die alten Dinge neu.

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Den bangen Ketten froh entronnen
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Geh ich nun kühn durch's Leben hin,
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Den harten Pflichten abgewonnen
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Von feigen Thoren nur ersonnen.
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Die Tugend ist nur, weil ich selber bin,
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Ein Widerschein in meinem innern Sinn.

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Was kümmern mich Gestalten, deren matten
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Lichtglanz ich selbst hervorgebracht?
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Mag Tugend sich und Laster gatten!
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Sie sind nur Dunst und Nebelschatten!
28
Das Licht aus mir fällt in die finstre Nacht,
29
Die Tugend

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Tieck
(17731853)

* 31.05.1773 in Berlin, † 28.04.1853 in Berlin

männlich, geb. Tieck

deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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