Rosen

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Ludwig Tieck: Rosen (1813)

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Bist du kommen, um zu lieben,
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So nimm unsre Blühte wahr,
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Wir sind röthend stehn geblieben,
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Prangen in dem Frühlingsjahr.
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Als ein Zeichen find die Büsche
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Mit den Rosen überstreut,
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Daß die Liebe sich erfrische,
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Ewig jung sich stets erneut.
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Wir sind Lippen, rothe Küsse,
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Rother Wangen sanfte Gluth,
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Wir bedeuten Liebesmuth,
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Wir bezeichnen, wie so süsse
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Herz und Herz zusammenneigt,
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Liebesgunst aus Lippen steigt.

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Küsse sind verschönte Rosen
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Der Geliebten Blüthezeit,
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Und ihr süßes süßes Kosen
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Ist der Wünsche schön Geleit,
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Wie die Rose Kuß bedeut't,
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So bedeut't der edle Kuß
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Selbst der Liebe herrlichsten Genuß.

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Liebe ist es, die die Röthe
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Allewege angefacht,
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Liebend kommt die Morgenröthe
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Roth steigt nieder jede Nacht:
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Rosen sind verschämte Röthe,
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Sind die Ahndung, sind der Kuß:
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In Granaten flammt die Röthe
29
Brennt in Purpurs voller Pracht,
30
Deuten uns den innigsten Genuß.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Tieck
(17731853)

* 31.05.1773 in Berlin, † 28.04.1853 in Berlin

männlich, geb. Tieck

deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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