Wie Wißbegierge künstlich Gläser schleifen

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Ludwig Tieck: Wie Wißbegierge künstlich Gläser schleifen Titel entspricht 1. Vers(1813)

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Wie Wißbegierge künstlich Gläser schleifen,
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Sich Sonne, Mond und Sterne nah zu bringen,
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Kühn in ein weit entlegnes Land zu dringen,
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Verwegen durch das Firmament zu streifen;

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Kann denn so ferne Frucht dem Forschen reifen?
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Daß ihnen, Sterblichen, es darf gelingen,
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Sich stolzen Flugs zum Himmel aufzuschwingen,
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Den Lauf der ew'gen Lichter zu ergreifen?

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So dient, mein Heinrich, mir dein Grab zum Rohre,
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Die Erde hindert nicht den muthgen Seher,
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Und nicht das trüb' plutonische Gewässer;

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Seitdem du eingingst durch die dunkeln Thore,
13
Fühl' ich durch Erd' und Grab und Tod dich näher,
14
Sie zeigen heller deinen Geist und größer.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Tieck
(17731853)

* 31.05.1773 in Berlin, † 28.04.1853 in Berlin

männlich, geb. Tieck

deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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