Liebe kam aus fernen Landen

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Ludwig Tieck: Liebe kam aus fernen Landen Titel entspricht 1. Vers(1813)

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Liebe kam aus fernen Landen
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Und kein Wesen folgte ihr,
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Und die Göttin winkte mir,
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Schlang mich ein mit süssen Banden.

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Da begonn ich Schmerz zu fühlen,
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Thränen dämmerten den Blick:
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Ach! was ist der Liebe Glück,
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Klagt' ich, wozu dieses Spielen?

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Keinen hab' ich weit gefunden,
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Sagte lieblich die Gestalt,
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Fühle du nun die Gewalt,
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Die die Herzen sonst gebunden.

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Alle meine Wünsche flogen
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In er Lüfte blauen Raum,
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Ruhm schien mir ein Morgentraum,
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Nur ein Klang der Meereswogen.

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Ach! wer lößt nun meine Ketten?
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Denn gefesselt ist der Arm,
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Mich umfleugt der Sorgen Schwarm;
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Keiner, keiner will mich retten?

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Darf ich in den Spiegel schauen,
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Den die Hoffnung vor mir hält?
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Ach! wie trügend ist die Welt!
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Nein, ich kann ihr nicht vertrauen.

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O und dennoch laß nicht wanken
26
Was dir nur noch Stärke giebt,
27
Wenn die Einzge dich nicht liebt,
28
Bleibt nur bittrer Tod dem Kranken.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Tieck
(17731853)

* 31.05.1773 in Berlin, † 28.04.1853 in Berlin

männlich, geb. Tieck

deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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