[das war es, was mir Ahndung wollte sagen]

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Ludwig Tieck: [das war es, was mir Ahndung wollte sagen] (1813)

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Das war es, was mir Ahndung wollte sagen,
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Das bange Herz, das heimlich oft im Beben
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Mir eine treue Warnung hat gegeben:
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Du sollst, du sollst noch nicht dein Letztes wagen.

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Welch Kind hab' ich empfangen und getragen!
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Der größte Schmerz führt schon in mir sein Leben,
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Bald wird er reißend nach dem Lichte streben,
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Dann wird das matte Herz von ihm zerschlagen.

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So blute denn mit Freuden, Todeswunde,
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Fühl' noch, o Herz, im Schmerz die lichten Blicke,
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Das süße Lächeln, höre noch die Töne,

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Durchdringt dich ganz im Tiefsten, welche Schöne
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Aufstrahlt' im Lächeln, Klang, zum Liebesglücke, –
14
Dann fühl' dein Elend, brich zur selben Stunde!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Tieck
(17731853)

* 31.05.1773 in Berlin, † 28.04.1853 in Berlin

männlich, geb. Tieck

deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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