Was ist doch, fragt der Irdische, die Liebe? –

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Ludwig Tieck: Was ist doch, fragt der Irdische, die Liebe? – Titel entspricht 1. Vers(1813)

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Was ist doch, fragt der Irdische, die Liebe? –
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Für euch, ihr Armen, nur ein tief Verhüllen,
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Ein dunkler Tod im eignen Widerwillen,
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Ein Aengsten, das gern stumm verschlossen bliebe.

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Doch wen anlächelt Aug' und Mund der Liebe,
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Der fühlt im Herzen Wunderströme quillen,
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Ein seelig Ahnden, niemals zu erfüllen: –
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Wozu, daß ich den Geist im Wort beschriebe?

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Wem einmal Töne, Lichter, Farben, Sterne
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Geschwisterlich aufgingen, und im Blühen
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Aus Thränen ihre Nahrung sog die Blume:

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Fühlt der in Gott ein Nahe noch und Ferne?
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Muß nicht sein Herz in Ewigkeiten glühen?
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Antworte du, wohnend im Heiligthume.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Tieck
(17731853)

* 31.05.1773 in Berlin, † 28.04.1853 in Berlin

männlich, geb. Tieck

deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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