3. Das Wasser

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Ludwig Tieck: 3. Das Wasser (1813)

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Blauer, fließender Aether,
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Der von der Berge Gipfel
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Sich niedertaucht;
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Und süß genährt
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Von strebenden Kindern,
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Die ihm in die Arme stürzen,
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Froh lachend an den Busen fliegen,
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Daher mit seinen athmenden Fluten zieht.

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Nieder gehst du
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In Andacht,
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In Demuth,
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Entfliehst den Gebirgen,
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Den steilen Höhen,

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Und senkst dich seelig sanft in stille Thäler.
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Fort schlägst du mit lebenden Pulsen
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In triumphirender Freude,
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Im ungehemmter Bewegung,
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In's ewige Meer,
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Das große, unergründliche, nie ermeßne.
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Dich nähren die Wunder der Tiefe,
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Du saugst mit Lebensathem
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Die verlassensten, einsamsten Kinder
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Zu dir ins lichte Leben herauf.
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Deine Herzens-Adern ziehn sich in den Abgrund,
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Niemals steigt dein heiliges Blut
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Mit seinen hohen Strömen in das Dunkel,
27
Du verschmähst es.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Tieck
(17731853)

* 31.05.1773 in Berlin, † 28.04.1853 in Berlin

männlich, geb. Tieck

deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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