Theon an Lyda

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Friedrich von Matthisson: Theon an Lyda (1779)

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Nimmer, nimmer darf ich dir gestehen
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Was, beim ersten Drucke deiner Hand,
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Süsse Zauberin, mein Herz empfand!
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Meiner Einsamkeit verborgnes Flehen,
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Meine Seufzer wird der Sturm verwehen,
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Meine Thränen werden ungesehen
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Dir, o Holde, rinnen, bis die Gruft
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Mich in ihr verschwiegnes Dunkel ruft!

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Ach! du schautest mir so unbefangen,
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So voll Engelunschuld ins Gesicht,
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Wähntest den Triumph der Schönheit nicht!
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Lyda! Lyda! sahst du nicht den bangen
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Blick der Lieb' an deinen Blicken hangen?
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Schimmerte die Röthe meiner Wangen
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Dir nicht Ahndung der verlornen Ruh'
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Meines hofnungslosen Herzens zu?

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Daß uns Meere doch geschieden hätten
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Nach dem ersten, leisen Druck der Hand!
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Schaudernd wank' ich nun am jähen Rand
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Eines Abgrunds, wo, auf Dornenbetten,
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Thränenlos, mit diamantnen Ketten,
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Die Verzweiflung lauscht. Ach! mich zu retten,
23
Holde Feindin meiner Ruh', verbeut
24
Dir des strengen Schicksals Grausamkeit!

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Friedrich von Matthisson
(17611831)

* 23.01.1761 in Hohendodeleben, † 12.03.1831 in Wörlitz

männlich

deutscher Lyriker und Prosaschriftsteller

(Aus: Wikidata.org)

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