10. Erziehung durch Vergöttlichung

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Ludwig Achim von Arnim: 10. Erziehung durch Vergöttlichung (1806)

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Verborgenheit!
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Wie ist dein Meer so breit
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Und wundertief, ich kann es nicht ergründen,
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Man weiß kein Maaß, noch Ziel, noch End zu finden,
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So lang man ist in der Vergänglichkeit,
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Verborgenheit.

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Die Herrlichkeit,
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Die du hast allbereit,
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Den Kindern deiner Lieb hier beygeleget,
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Ist sonderlich. Wer dies Geheimniß heget,
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Der trägt in sich auch zur elendsten Zeit
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Die Herrlichkeit.

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Du selber bist
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Der Brunn, der ihnen ist
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In ihrem Geist zum steten Heil entsprungen,
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Durch dich ist ihnen manches Werk gelungen;
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Doch leidets nicht so mancher falsche Christ,
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Daß selbst du's bist.

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Der Liebe Band
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Ist vielen unbekannt;
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Wie segnet sich der Geitzige im Herzen,
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Wenn er mit Geld die Christen siehet scherzen;
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Das macht, er kennt nicht Gottes Wunderhand
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In diesem Band.

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Darum versteckt
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Der Herr, was er erweckt,
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Die Kinder gehn nur immer im Verborgen,
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Die doch noch kein Gericht besorgen;
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Bis endlich Gott die Herrlichkeit entdeckt,
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Die war versteckt.

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So wandelt er
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Im Heiligthum umher,
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Mit leisem Schritt, der kann ihn nicht vernehmen,
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Wer sich zur Einfalt nicht will ganz bequemen,
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Wie er sonst nichts zu thun pflegt ohngefähr,
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So wandelt er.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Achim von Arnim
(17811831)

* 26.01.1781 in Berlin, † 21.01.1831 in Wiepersdorf

männlich, geb. Arnim

deutscher Schriftsteller und wichtiger Vertreter der Heidelberger Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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