Mailied

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Ludwig Achim von Arnim: Mailied (1806)

1
Im Maien im Maien ists lieblich und schön,
2
Da finden sich viel Kurzweil und Wonn';
3
Frau Nachtigall singet,
4
Die Lerche sich schwinget
5
Ueber Berg und über Thal.

6
Die Pforten der Erde, die schließen sich auf,
7
Und lassen so manches Blümlein herauf,
8
Als Lilien und Rosen,
9
Violen, Zeitlosen,
10
Cypressen und auch Nägelein.

11
In solchen wohlriechenden Blümlein zart,
12
Spazieret eine Jungfrau von edeler Art;
13
Sie windet und bindet,
14
Gar zierlich und fein,
15
Ihrem Herzallerliebsten ein Kränzelein.

16
Da herzt man, da scherzt man, da freuet man sich,
17
Da singt man, da springt man, da ist man fröhlich;
18
Da klaget ein Liebchen
19
Dem andern sein' Noth,
20
Da küßt man so manches Mündlein roth.

21
Ach Scheiden, ach Scheiden, du schneidendes Schwerdt,
22
Du hast mir mein junges frisch Herzlein verkehrt.
23
Wiederkommen macht,
24
Daß man Scheiden nicht acht't;
25
Ade, zu tausend guter Nacht.

26
Im Maien, im Maien, da freuet man sich,
27
Da singt man, da springt man, da ist man fröhlich,
28
Da kommet so manches
29
Liebchen zusammen;
30
Ade, in tausend Gottes Namen.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Achim von Arnim
(17811831)

* 26.01.1781 in Berlin, † 21.01.1831 in Wiepersdorf

männlich, geb. Arnim

deutscher Schriftsteller und wichtiger Vertreter der Heidelberger Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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