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Des Junker Thedels fromme Eltern
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Entschlafen sind in Gott dem Herren,
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Sie liessen ihm Lotter das Haus,
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Unter dem Barenberg siehts heraus.
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Von ungefähr ging er einmal
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Mit seinem Schreiber in das Thal,
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Zur wilden Hayd, genant die Haard,
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Da man viel Wildes wird gewahr,
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Sie wollten Hasen, Füchse fangen,
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Von Reutern bald die Felder klangen.
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Der Thedel sah da viel Bekannte,
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All gute Freund vom Vaterlande,
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All die gestorben lange Zeit,
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Er war von ihnen nicht sehr weit.
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Vor ihnen reitet schwarz ein Mann,
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Mit einer grossen schwarzen Fahn,
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Auf einem feinen schwarzen Pferd,
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Das trabt daher seltsam Geberd.
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Herr Thedel war ganz unerschrocken,
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Die Springschnur gab und auch die Klocken
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Dem Schreiber sein, zu dem er sprach:
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»stell du die Garn all fein gemach,
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Der Reiter will ich nehmen wahr,
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Ein Wunder ich vielleicht erfahr.«
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Im Hinterhalt er droben sah,
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Fünf Reiter, kam ein Reiter nach,
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Derselbe saß bey seiner Reis,
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Auf einer schwarz dreybeingen Geis,
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Derselbe sprach: »Gevatter mein,
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Was sucht und macht ihr hier allein,
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Habt ihr nicht Lust und Lieb darin:
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So zieht zum heilgen Grabe hin
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Auf meiner schwarz dreibeingen Geis,
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Sitzt hinter mir auf dieser Reis,
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Verdienet euch das schwarze Pferd,
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Das jezt der schwarze Mann herkehrt,
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Doch müßt ihr auf dem Weg nicht sprechen,
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Das würde gleich den Hals euch brechen.
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Und seyd ihr dann am heilgen Grab,
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So steiget nach Gefallen ab,
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Wenns euch gefällt, mögt ihr ein Schild
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Da hängen lassen und ein Bild:
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Ihr könnt da thun nach eurer Macht
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Und bleiben bis zur andern Nacht.
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Wenn aber dann zum drittenmal
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Dann dürfet ihr euch nicht verweilen,
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Und müßt zur Stunde mit mir eilen,
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Sonst möget ihr zu eurem Frommen
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Zusehn, wie ihr nach Haus mögt kommen.«
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Bald sprach der Thedel unverfehrt:
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»die christliche Taufe sey verehrt,
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Ich bin von aller Teufels List
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Erkauft durch meinen Jesu Christ,
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Willst du mich hier zurücke bringen,
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So thu ich um das Pferd schon ringen.«
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Bald auf die Ziege sprang der Held,
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Und macht sich unverzagt ins Feld,
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Und da sie sind ans Meer gekommen,
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Den Teufel hieß es gleich willkommen!
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Der Teufel sprach zum Unverfehrden:
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»nun soll es gar nicht lange werden,
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Laßt euer Rütteln, sitzet still,
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Ich über die Pfütze springen will.«
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Nun kamen sie zum heilgen Grab,
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Sie stiegen von der Geiße ab.
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Der Teufel blieb für sich allein,
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Herr Thedel ging in Jerusalem ein,
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Da ließ er zum Gedächtniß sein
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Sich mahlen dort ein Schild so fein,
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Was ich allda noch hab gesehen,
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Hoch in der Kirche thut es stehen.
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All seine Wunder beichtet gern,
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Geht auch zum Nachtmal unsres Herrn,
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Und dann besah er alles mein ich,
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Ward auch gewahr den Herzog Heinrich,
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Der damals mit dem Löwen sein,
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Und einem Grus im Dom erscheint:
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»wie geht es unserm lieben Gemahl
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Mit unsern Kindern auf dem Saal?«
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Der Unverfehrt war da bekannt,
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»es steht noch wohl im ganzen Land,
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Doch sagt man, daß ihr seyd ertrunken,
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Mit Rittern und mit Gut versunken,
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Die Herzogin will sich vermählen,
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Den Pfalzgraf thut sie sich erwählen.«
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Darob erschrak der Herzog sehr,
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Und bat sogleich den Unverfehrt,
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Zur Mahlzeit sollt er zu ihm kommen,
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Und Briefe würd er da bekommen.
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Darauf gab Thedel sein Bericht:
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»mein gnädger Herr sehr weise spricht,
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Kanns eurer Gnaden nicht abschlagen,
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Denn ich hab einen leeren Magen,
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Mir sind die Wirth auch unbekannt,
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Auch hab ich nicht viel Geld, noch Pfand.«
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Als nun der Fürst zur Herberg kam,
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Der Marschall sprach: »In Gottes Nam
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Herr Wirth laßt decken, gebt zu Essen,
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Vom besten Wein laßt uns einmessen,
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Mein Herr hat Botschaft überkommen,
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Die hat ihm alle Sorg benommen.«
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Dem Unverfehrt sie gaben all
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Den Handschlag recht mit lautem Schall,
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Er must erzählen gar mit Fleiß,
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Sie hörtens an mit froher Weis,
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Sie fragten alle nach seinem Pferd,
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Er that, als ob ers nicht gehört.
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Als nun die Mahlzeit ging zu Ende,
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Der Kanzler kam, die Brief in Händen,
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Ein Jeder bracht sein Briefelein,
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Das eine groß, das andre klein.
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Wegfertig war Herr Thedel schon,
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Nahm Abschied ging dann in den Dom.
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Als nun die Mitternacht heran,
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Da kam der Teufel klopfet an
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Und fragt: Was machst du an dem Ort?
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Herr Thedel schweigt und sagt kein Wort.
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Der Teufel klopft zum drittenmahl,
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Da betet er recht laut einmal.
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Der Teufel schrie mit lauter Stimm:
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»du wachest noch, umsonst mein Grimm:
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Dein Glauben ist so ganz und gar,
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Daß ich dir bringe kein Gefahr.«
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Da gab er auf den Unverfehrt,
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Und schenkt ihm gleich das schwarze Pferd.
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Der ritt von dannen immerfort
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Bis zu der Haard, nach jenem Ort,
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Wo er den Schreiber lassen thät,
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Beym Hasengarn zu Abends spät.
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Dem lags gar übel in dem Sinn,
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Daß er nicht wußt wo aus, wo hin,
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Nach Lotter er getraut sich nicht,
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Weil er vom Herren ohn Bericht.
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Der Junker sprach: »Gott sey geehrt,
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Wie hast du Schreiber dich verfehrt,
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Wovon bist du geworden grau?«
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Der Schreiber sprach: »Da ich euch schau,
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Wie ihr so stark und unversehrt
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Gewonnen habt das schwarze Pferd,
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So hab ich all mein Leid vergessen.«
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Herr Thedel sprach: »So häng indessen
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Das Hasengarn wohl auf dein Pferd.
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Ich reit zu meiner Hausfrau heim,
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Die mag in grossen Aengsten seyn.«
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Die Hausfrau ihm entgegen ging,
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Mit ihren Armen ihn umfing,
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Und fragt ihn wo er blieben wär:
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»ich hab gejagt bey meiner Ehr.«
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Da nun die Mahlzeit war gethan,
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Da fing die Hausfrau wieder an,
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Sprach: »Lieber Junker Unverfehrt,
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Woher habt ihr das schwarze Pferd,
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Das so gewaltig schlägt und beisset,
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Den Haber an die Erden schmeisset,
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Nichts frißt als glühende Kohlen und Dorn,
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Beym Heu geräth in grossen Zorn?
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Es sattelt sich auch gar zu schwer.«
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Herr Thedel sagt: »Bey meiner Ehr
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Ich habs gefunden auf der Haard.«
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Denn er gedachte wohl daran,
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Was ihm gesagt der schwarze Mann:
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Ihm solle alles Glück zukommen,
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So lang er sich in acht genommen,
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Doch wenn er sagt, wie ers gekriegt,
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Der Tod ihn in drey Tag besiegt.