Kloster Trebnitz

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Ludwig Achim von Arnim: Kloster Trebnitz (1806)

1
Der edel Herzog Heinrich zu Pferd
2
Stürzt in den Sumpf gar tief, tief, tief.
3
Seines Lebens er sich schier verwehrt,
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Als Gott sein Engel rief, rief, rief.

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Der Engel nahm ein Köhlertracht,
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Und trat zum Sumpf hinan, an, an.
7
Und schnell dem Herrn ein Aestlein bracht:
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»da halt der Herr sich dran, dran, dran.«

9
Und als der Herzog g'rettet war,
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Da kniet er freudig hin, hin, hin.
11
»o Herr wie ist es wunderbar,
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Daß ich gerettet bin, bin, bin.

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Und bin ich denn gerettet nun,
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Bau ich ein Kloster dir, dir, dir,
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Daß man dir dien in Fried und Ruh,
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Auf diesem Flecklein hier, hier, hier.«

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Das Kloster war gar schön gebaut,
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Des freut sich wer es sah, sah, sah.
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Und manche fromme Gottesbraut,
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Kam hin von fern und nah, nah, nah.

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»was begehrt ihr edle Jungfrauen mehr?«
22
Der Herzog fragt sie dann, dann, dann.
23
»wir b'dürfen nichts und nimmermehr
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Dieweil wir alles han, han, han.«

25
»und weil euch denn nichts noth mehr ist,
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So sey denn dieser Nam, Nam, Nam,
27
Trebnitz, das hieß, wir b'dürfen nichts.«
28
Den Namen es bekam, kam, kam.

(Haider, Thomas. A Large Annotated Reference Corpus of New High German Poetry. In: Proceedings of the 2024 Joint International Conference on Computational Linguistics, Language Resources and Evaluation (LREC-COLING 2024), S. 677–683, Torino, Italia. ELRA and ICCL. 2024. Ursprünglich aus: Deutsches Textarchiv, CC BY-SA 4.0.)

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Ludwig Achim von Arnim
(17811831)

* 26.01.1781 in Berlin, † 21.01.1831 in Wiepersdorf

männlich, geb. Arnim

deutscher Schriftsteller und wichtiger Vertreter der Heidelberger Romantik

(Aus: Wikidata.org)

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